Veranstaltungsprogramm

Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Tagung.
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Sitzungsübersicht
Session
V 01.4: Ökomärkte
Zeit:
Mittwoch, 06.03.2019:
13:30 - 15:00

Chair der Sitzung: Ulrich Hamm
Ort: Hörsaal 5 (H5, Ebene 1)
max. 307 Personen (Raum 1101) Campus Center, Uni-Kassel, Moritzstraße 18, 34127 Kassel

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Präsentationen
13:30 - 13:45

Hedonische Analyse von Milchpreisen auf Einzelhandelsebene: Qualitäts-, Siegel- und Markeneffekte

Marcus Mergenthaler, Iris Schröter

Fachhochschule Südwestfalen, Deutschland

Zusammenfassung:

Trinkmilch wird auf der Einzelhandelsebene zunehmend als Produktkategorie zur Differenzierung verwendet. Ein hedonisches Preismodell mit einem Datensatz von 362 Preisbeobachtungen aus 46 lokalen Einzelhandelsmärkten und Online-Stores wird verwendet, um Preiseffekte verschiedener Qualitätsfaktoren, Labels und Marken zu schätzen. Weidemilch und Biomilch haben signifikante positive Preiseffekte, wenn andere Faktoren isoliert werden. Die Label-Effekte sind deutlich niedriger als Markeneffekte. Siegel müssen stärker mit den Instrumenten einer erfolgreichen Markenpolitik geführt werden, um ihren Preiseinfluss zu erhöhen.

WiTa2019_Mergenthaler_Hedonische Analyse von Milchpreisen auf Einzelhandelsebene_314_a.pdf

13:45 - 14:00

Rechtliche Rahmenbedingungen für die Vermarktung alter Getreidesorten

Michaela Sonnen, Christina Bantle

Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE), Deutschland

Zusammenfassung:

Alte Getreidesorten stellen wegen ihrer genetischen Vielfalt eine wichtige Ressource für die Ernährungssicherheit dar. In Deutschland können alte Sorten, die vom Bundessortenamt keine reguläre Sortenzulassung erhalten, als Erhaltungssorten zugelassen und so in den Verkehr gebracht werden.Derzeit sind jedoch nur 33 solche Erhaltungssorten registriert, was verglichen mit den insgesamt 2559 zugelassenen landwirtschaftlichen Sorten nur ein kleiner Bruchteil ist. Dies deutet darauf hin, dass es immer noch Hindernisse gibt, die die Registrierung alter Getreidesorten als Erhaltungssorten erschwerdent. Ziel der hier vorgestellten Masterarbeit ist es, für Landwirt*innen, Verarbeiter*innen und Naturschutzverbänden einen Leitfaden zu entwickeln, der beim Anbau, der Verarbeitung oder dem Verkauf alter Getreidesorten Anhaltspunkte bietet und somit zum Erhalt alter Getreidesorten beizutragen.

WiTa2019_Sonnen_Rechtliche Rahmenbedingungen für die Vermarktung alter Getreidesorten_191_a.pdf

14:00 - 14:15

Strategieanalyse des deutschen Naturkostfachhandels

Karla Steigel1, Denise Gider2, Michael Böhm2, Burkhard Schaer1

1ECOZEPT France SARL, 145 Rue Guillaume Janvier, 34070 Montpellier, Frankreich, https://www.ecozept.com; 2ECOZEPT GbR, Oberer Graben 22, 85354 Freising, Deutschland, https://www.ecozept.de

Zusammenfassung:

Der deutsche Naturkostfachhandel verzeichnete seit einigen Geschäftsquartalen ein stagnierendes oder rückläufiges Wachstum, während der konventionelle Lebensmitteleinzelhandel seine Rolle als führender Anbieter von ökologischen Lebensmitteln weiter ausbaute. Ziel des vorliegenden Beitrags war es, die aktuelle Strategie des Naturkostfachhandels zu analysieren und Empfehlungen für seine zukünftige Ausrichtung abzuleiten. Dazu wurden 15 qualitative Interviews mit Experten des deutschen Öko-Marktes nach der Delphi-Methode durchgeführt.

Die Experten identifizierten vor allem Schwächen des Naturkostfachhandels, eine klare strategische Positionierung fehle aus ihrer Sicht. Anstatt sich auf eine Niedrigpreis zentrierte Politik zu konzentrieren, sollte der Naturkostfachhandel eine Qualitätsstrategie verfolgen, ein originelles, werthaltiges Sortiment anbieten und kompetente und motivierte Mitarbeiter beschäftigen. Insbesondere Themen wie regionale Bezugsquellen müssen stärker in Angriff genommen werden. Zusätzlich müssen die Werte und die praktischen Leistungen des Naturkostfachhandels Öko-Konsumenten wirkungsvoll vermittelt werden, um langfristig wieder stärker vom Wachstum des Öko-Markts profitieren zu können.

WiTa2019_Steigel_Strategieanalyse des deutschen Naturkostfachhandels_210_a.pdf

14:15 - 14:30

Warenverfügbarkeit als Hemmnis in der Vermarktung von Biorindfleisch – die Perspektive des Lebensmitteleinzelhandels

Maureen Schulze, Antje Risius

Universität Göttingen, Deutschland

Zusammenfassung:

Dem Handel trägt aufgrund seiner Macht die Kaufentscheidung seiner Kunden beeinflussen zu können maßgeblich zu einer erfolgreichen Vermarktung von ökologisch produziertem Rindfleisch bei. Die Vermarktung von ökologischem Rindfleisch geht bisher aber nur schleppend voran. Im Rahmen dieser Studie sollen daher logistische Probleme untersucht werden, die die Vermarktung aus Sicht des Lebensmitteleinzelhandels hemmen. Dafür wurden 12 qualitative Interviews mit Vertretern des Lebensmitteleinzelhandels geführt und anschließend mittels qualitativer Inhaltsanalyse ausgewertet. Die Ergebnisse deuten auf ein unzureichendes Angebot, lange Bestellzeiträume, Qualitätsschwankungen und uneinheitliche Vermarktungsmöglichkeiten unterschiedlicher Fleischstücke hin. Lösungsansätze werden seitens des Lebensmitteleinzelhandels in einer verstärkten Zusammenarbeit entlang der gesamten Wertschöpfungskette gesehen. Außerdem wir die Verarbeitung von weniger beliebten Teilstücken als Möglichkeit gesehen Perioden mit mangelnder Warenverfügbarkeit zu überbrücken. Der Einsatz von Kommunikationsmaßnahmen sollten zusätzlich intensiviert werden um die Gesellschaft auf die besonderen Produktionsabläufe aufmerksam zu machen.

WiTa2019_Schulze_Warenverfügbarkeit als Hemmnis in der Vermarktung von Biorindfleisch – die Perspektive des Le_a.pdf


 
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