Veranstaltungsprogramm

Sitzung
Panel 12: Wohnen, Obdachlosigkeit und Soziale Arbeit
Zeit:
Freitag, 23.04.2021:
15:15 - 17:15

Chair der Sitzung: Thomas Valina, FH Campus Wien, Österreich
Sitzungsthemen:
2.Internationaler Austausch in der Sozialen Arbeit

Präsentationen

Momente von Inklusion und Exklusion in der Obdachlosenhilfe und die Rolle der Sozialen Arbeit

Gosalya Iyadurai, Esther Mühlethaler, Matthias Drilling

Fachhochschule Nordwestschweiz, Hochschule für Soziale Arbeit

Zusammenfassung

Obdachlosigkeit als extreme Form von Armut und Exklusion nimmt in nahezu allen Ländern Europas zu und stellt ein zunehmend vielschichtiges Phänomen dar. Im Vortrag wird am Beispiel der Städte Basel und Bern aufgezeigt, dass Angebote der Obdachlosenhilfe soziale Inklusion nur beschränkt fördern und teilweise selbst zur Reproduktion exklusiver Strukturen beitragen. Es wird vorgeschlagen, eine enge und bestärkende Begleitung zu fördern, welche individualisierte und systemische Ansätze verfolgt, statt auf reine Nothilfe zu fokussieren und an die Eigeninitiative Obdachloser zu appellieren.



Soziale Kohäsion und Exklusion im luxemburgischen Wohnungswesen

Céline Dujardin

Universität Luxemburg, Luxemburg

Zusammenfassung

Der Wohnungsmarkt im Großherzogtum Luxemburg weist viele Hürden für einen Großteil der Bevölkerung auf und stellt auch somit die Soziale Arbeit vor immer neuen Herausforderungen, um der Wohnproblematik Abhilfe zu verschaffen.

Der folgende Beitrag durchleuchtet den luxemburgischen Kontext in seiner Wohnungsproblematik und geht sowohl auf angewandte Methoden als auch auf Herausforderungen der Sozialen Arbeit ein. Im Anschluss werden wesentliche Fragen, wie zum Beispiel ob und wie soziale Kohäsion eine Antwort auf die Wohnungsproblematik sein kann, diskutiert.



«Die Wohnung ist stark vernachlässigt». Wahrnehmungen von Wohnungen und Personen in Hausbesuchen durch Sozialarbeitende (1960-1980; 2000-2020)

Martina Koch, Markus Steffen, Rahel Bühler

Fachhochschule Nordwestschweiz, Schweiz

Zusammenfassung

Dieser Einzelbeitrag präsentiert Zwischenergebnisse eines Forschungsprojektes zu sozialarbeiterischen Hausbesuchen im Kindes- und Erwachsenenschutz. Hausbesuche werden in der Sozialen Arbeit seit über hundert Jahren genutzt und dienen unterschiedlichen Zwecken.Sowohl in historischen als auch in gegenwärtigen Berichten von Hausbesuchen finden sich Beschreibungen von Wohnungen sowie von Personen. Welche (potentiell stigmatisierenden) Zuschreibungen von Räumen und Personen finden sich in den untersuchten Texten und inwiefern verweisen diese jeweils aufeinander?