Trinationale Tagung der DGSA/OGSA/SGSA – Trinational2021

Digitale Tagung

23. – 24. April 2021

 

Veranstaltungsprogramm

Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Veranstaltung.
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Sitzungsübersicht
Sitzung
Panel 50: Gewaltschutzarbeit – ein Beitrag zur Kohäsion?
Zeit:
Samstag, 24.04.2021:
12:30 - 14:00

Chair der Sitzung: Gaby Lenz, FH Kiel, Deutschland

Präsentationen

Gewaltschutzarbeit – ein Beitrag zur Kohäsion?

Zusammenfassung:

Mit der Ratifizierung der Istanbuler Konvention des Europarates haben sich u.a. Deutschland, Österreich und die Schweiz zum gesellschaftlichen Auftrag gegen Gewalt im Geschlechterverhältnis verpflichtet. Im Panel wird der Frage nachgegangen, wie die Rahmenbedingungen für nachhaltige Gewaltschutzarbeit aussehen müssen, damit diese über Krisenintervention und Notfallhilfe hinaus nachhaltig Wirkung entfalten können.

 

Beiträge des Symposiums

 

Politische Dimension von Gewalt gegen Frauen

Hannah Wachter
Koordinatorin StoP-Stadtteile ohne Partnergewalt

Laut UN Bericht wurden 2017 weltweit 87.000 Frauen ermordet. Gewalt gegen Frauen ist ein globales gesellschaftspolitisches Problem. Diese Dimension wird von Entscheidungsträgern oft bagatellisiert oder ignoriert. Besonders wenn es nicht um körperliche Gewalt geht, mit oft dramatischen Folgen für Frauen und Kinder. Darum ist es wichtig, die anderen Formen der Gewalt gegen Frauen näher zu beleuchten. Eine Studie des Vereins Wiener Frauenhäuser zeigt welche Folgen Cybergewalt durch den Partner für Frauen hat.

 

Nachhaltige Problemlösungen oder Krisenintervention? Forschungsbasierte Überlegungen zur Sozialen Arbeit mit gewaltbetroffenen Frauen

Lea Hollenstein
ZHAW Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften

Forschungsergebnisse aus der Schweiz zur Beratung von gewaltbetroffenen Frauen lassen eine hohe Komplexität der (bio-)psychosozialen Falldynamik erkennen, verbunden mit vielfältigen Bewältigungsaufgaben. Von Professionellen muss dies adäquat verstanden und bearbeitet werden können, um nachhaltige Problemlösungen zu unterstützen. Dies erfordert neben Know-how v.a. ein breites, politisch mitgetragenes Verständnis des Beratungsauftrags sowie finanzielle Ressourcen. Die Ratifizierung der Istanbul-Konvention bietet eine Chance der Einengung auf rechtliche Krisenintervention Einhalt zu gebieten.

 

Differenzsensible (Primär-)Prävention zur Bekämpfung von Gewalt in der Paarbeziehung

Regina-Maria Dackweiler, Reinhild Schäfer
Hochschule RheinMain

Die Bundesrepublik Deutschland ist mit der Ratifizierung der „Istanbul Konvention“ Verpflichtungen zum Kampf gegen alle Formen von Gewalt in Paarbeziehungen eingegangen. Methodisches Vorgehen und Befunde von zwei Praxisforschungsprojekten zum Thema Gewalt in Paarbeziehungen älterer Frauen und Männer im ländlichen Raum werden vorgestellt. Verfolgt wurde die Fragestellung, wie es im Sinne primärer Prävention gelingen kann, für die Problematik zu sensibilisieren und Hilfe- und Unterstützungsbereitschaft für die Betroffenen sowohl im sozialen Umfeld als auch bei Fachkräften zu aktivieren.

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