Trinationale Tagung der DGSA/OGSA/SGSA – Trinational2021

Digitale Tagung

23. – 24. April 2021

 

Veranstaltungsprogramm

Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Veranstaltung.
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Sitzungsübersicht
Sitzung
Panel 42: Kohäsion und Partizipation in der Sozialen Arbeit
Zeit:
Samstag, 24.04.2021:
12:30 - 14:00

Chair der Sitzung: Gregor Husi, Hochschule Luzern, Schweiz
Sitzungsthemen:
1.Nationale Perspektiven auf die Frage nach Kohäsion und Spaltung

Präsentationen

Kohäsion und Partizipation in der Sozialen Arbeit

Zusammenfassung:

Soziale Arbeit ist nicht nur dafür zuständig, Prozesse individueller Inklusion und Sozialisation zu unterstützen, sondern sie hat auch soziale Kohäsion zu fördern. Besonders die Gemeinwesenarbeit bzw. die Soziokulturelle Animation (Schweiz) nimmt sich dieser Aufgabe an. Doch was ist sozialer Zusammenhalt überhaupt, wie kommt er zustande oder geht er verloren? Wie hängt dessen Förderung mit Partizipation zusammen? Wie ist Soziale Arbeit an entsprechenden Projekten beteiligt? Und wie zeigt sich dieser Zusammenhang bei partizipativen Planungsprozessen in der Stadt- und Quartierentwicklung?

 

Beiträge des Symposiums

 

Kohäsionsstufen – eine sozialtheoretische Skizze

Gregor Husi
Hochschule Luzern, Schweiz

Will Soziale Arbeit gesellschaftlichen Zusammenhalt gezielt fördern, ist sie auf eine differenzierte sozialtheoretische Konzeption angewiesen. Andere Begriffe, wie »Integration« oder »Sozialkapital«, konkurrieren mit »sozialer Kohäsion«. Je nach Begriff geben sich bestimmte Dimensionen und Ebenen der Erscheinung zu erkennen. Und Zusammenhalt kann schwächer oder stärker sein. Strukturierungstheoretische Grundlagen (Giddens, Bourdieu u.a.) helfen, Kohäsion und ihre Stufen theoretisch zu fundieren.

 

Ein soziales und inklusives Quartier für alle? Formen der Partizipation und Kohäsion in Planungsprozessen

Stephanie Weiss
Hochschule Luzern, Schweiz

Der Beitrag skizziert die Bedeutung von Partizipation und Kohäsion in sozialräumlichen Planungsprozessen. Ausgehend von der Quartiersebene wird das Planungsideal eines sozialen und inklusiven Quartiers für alle vorgestellt und für Handlungsfelder der Sozialen Arbeit anwendbar gemacht: Welche Formen und welche Stufen der Partizipation umfassen Planungsprozesse, die für sich in Anspruch nehmen, soziale Inklusion und Teilhabe zu fördern? Welches Verständnis von Kohäsion stellt sich in partizipativen Planungsprozessen? Und: Welche Rolle kann die (planungsbezogene) Soziale Arbeit dabei annehmen?

 

Gemeinwesenarbeit als zukunftsorientierte, demokratiefördernde Brückenbauerin

Milena Riede
Hochschule für angewandte Pädagogik Berlin

Gemeinwesenarbeit als Handlungsfeld und konzeptioneller Ansatz der Sozialen
Arbeit kann auf eine langjährige Erfahrung in der Verbesserung und
partizipativen Weiterentwicklung von Nachbarschaften im Sinne der dort
lebenden Menschen zurückblicken. Der konzeptionelle Ansatz von
Gemeinwesenarbeit als Brückenbauerin fokussiert auf den Bau sozialer und
kommunikativer Brücken zwischen Menschen, Gruppen und Milieus. Gleichzeitig
wird auch an Brücken zwischen Gegenwart und Zukunft gebaut, um durch
demokratische Prozesse zu einer nachhaltigen Zukunftsentwicklung im
Stadtteil beizutragen.