Trinationale Tagung der DGSA/OGSA/SGSA – Trinational2021

Digitale Tagung

23. – 24. April 2021

 

Veranstaltungsprogramm

Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Veranstaltung.
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Sitzungsübersicht
Sitzung
Panel 29: Menschenfeindlichkeit, Rechtspopulismus und Soziale Arbeit
Zeit:
Samstag, 24.04.2021:
10:00 - 12:00

Chair der Sitzung: Jens Wurtzbacher, Katholische Hochschule für Sozialwesen Berlin, Deutschland
Chair der Sitzung: Andrea Dischler, KSH München, Deutschland

Präsentationen

Abschied vom Sozialen? Menschenfeindlichkeit, Rechtspopulismus und Soziale Arbeit

Zusammenfassung:

Die Soziale Arbeit möchte soziale Wandlungsprozesse aktiv mitgestalten. Was aber, wenn sich die sozialen Wandlungsprozesse gegen die Grundlagen des sozialen Wohlfahrtsstaates selbst richten? Populistische
Strömungen sind keineswegs neu, aktuell ist aber ein befremdlicher
Bedeutungsgewinn rechtspopulistischer Strömungen festzustellen, der sich nicht
zuletzt auf die Sozialpolitik und die sozialen Dienste auswirkt, Das Panel dient einer Verständigung darüber, inwiefern sich die Soziale Arbeit durch gesellschaftliche Tendenzen herausgefordert
sieht, die ihre normativen Grundlagen untergraben.

 

Beiträge des Symposiums

 

Impuls Österreich: Spaltung der Sozialen Arbeit? Spaltung durch Sozialpolitik?

Alban Knecht1, Eva Grigori2
1Universität Klagenfurt, Institut für Erziehungswissenschaft und Bildungsforschung, 2FH St. Pölten, Department Soziales

Der Beitrag skizziert zum einen handlungspraktische Dilemmata und Herausforderungen Sozialer Arbeit im Umgang mit rechtsextremen Agenden und AkteurInnen. Dabei soll der Blick nicht allein auf Jugendarbeit gerichtet werden, sondern auf den Auftrag der Einbindung in das Soziale für alle BewohnerInnen eines Sozialraums. Zum zweiten werden die Befunde in ein größeres Bild österreichischer Sozialpolitik eingebunden, deren Konsequenzen soziale Spaltung, zugespitzte Deprivation und Exklusion sind.

 

Impuls Schweiz: Mit politischer Sozialer Arbeit gegen exkludierende Solidarität

Andreas Laib, Tobias Kindler
FHS St.Gallen, Fachbereich Soziale Arbeit

In der Schweiz treibt die Schweizerische Volkspartei den Angriff auf die sozialen Sicherungssysteme voran. Dafür konstruiert sie nicht nur den vertikalen Antagonismus zwischen Volk und Elite, sondern unterscheidet auf der horizontalen Achse z.B. zwischen würdigen und unwürdigen Sozialhilfebeziehenden. Die skizzierte Tendenz widerspricht einer Sozialen Arbeit, die sich in ihrer Berufsethik explizit für Solidarität positioniert. Wir plädieren deshalb dafür, dass sich Sozialarbeitende angesichts erstarkender rechtspopulistischer Kräfte aktiv in gesellschaftliche Aushandlungsprozesse einbringen.

 

Umgang mit einer bedrohlichen Normalität - Exemplarische Analysen zu Erscheinungen und Strategien der extremen Rechten in der Sozialen Arbeit.

Kristine Krüger
HS Neubrandenburg

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