Trinationale Tagung der DGSA/OGSA/SGSA – Trinational2021

Digitale Tagung

23. – 24. April 2021

 

Veranstaltungsprogramm

Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Veranstaltung.
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Sitzungsübersicht
Sitzung
Panel 21: Rechtsverschiebungen im diskursiven und politischen Raum und ihre Bedeutung für die Soziale Arbeit
Zeit:
Freitag, 23.04.2021:
17:45 - 19:45

Chair der Sitzung: Barbara Schäuble, ASH Berlin, Deutschland
Sitzungsthemen:
1.Nationale Perspektiven auf die Frage nach Kohäsion und Spaltung

Präsentationen

Rechtsverschiebungen im diskursiven und politischen Raum und ihre Bedeutung für die Soziale Arbeit

Zusammenfassung:

In vielen europäischen Ländern lassen sich Verschiebungen beobachten, die rassistische völkisch-autoritäre, antidemokratische, extrem rechte und antifeministische Positionen diskursiv und politisch stärken. Diese Verschiebungen betreffen die Soziale Arbeit in vielfältiger Weise. In diesem Panel der Fachgruppe Flucht, Migration, Rassismus- und Antisemitismuskritik (Migraas) soll die Bedeutung dieser Verschiebungen die praxis Sozialer Arbeit in verschiedenen Konstellationen konkretisiert werden.

 

Beiträge des Symposiums

 

Quo vadis Wohlfahrtsstaat und Demokratie? Der Blick nach Ungarn, 30 Jahre nach der Transformation 1989/90

Júlia Wéber
Hochschule Neubrandenburg

Sechs Jahre nach dem EU-Beitritt hat Ungarn mit der Verabschiedung der Verfassung 2010 das politische Verständnis als (völkisch definierte) Nation markiert. Der Beitrag fokussiert einerseits auf ausgewählte Änderungen in der ungarischen Gesetzgebung im letzten Jahrzehnt, die die Legitimationsgrundlage von wohlfahrtsstaatlichen Interventionen liefern, andererseits setzt er sich mit aktuellen Diskriminierungs- und Segregationsprozessen beim öffentlichen Umgang mit Bedürftigkeit und sozialen Problemen wie Armut, Obdach- oder Arbeitslosigkeit und Antiziganismus in Ungarn auseinander.

 

Folgen rechtspopulistischer und antifeministischer Diskurse für die Praxis Sozialer Arbeit

Gesa Köbberling, Nina Wehner
Ev. Hochschule Freiburg

Rassistische, völkisch-autoritäre, extrem rechte, antidemokratische und antifeministische Artikulationen haben Aufwind. Im Beitrag werden zunächst allgemeine Überlegungen zur Bedeutung von diskursiv-politischen Verschiebungen für die Praxis Sozialer Arbeit angestellt. Diese werden exemplarisch an ausgewählten Praxisfeldern konkretisiert. Dafür werden erste empirische Ergebnisse eines laufenden Lehrforschungsprojektes vorgestellt.

 

Herausforderungen für die Praxis durch rechtsextremes Engagement

Heike Radvan
BTU Cottbus

Völkisch autoritäre und extrem rechte Strategien stellen die Soziale Arbeit vor Herausforderungen. Dies betrifft Hochschulen, wenn Studierende sich in extrem rechten Organisationen engagieren und dort ein Weltbild vertreten, das eine Ideologie der Ungleichwertigkeit von Menschen impliziert. Und es betrifft die Praxis, wenn Sozialarbeitende neben dem (privaten) Engagement in entsprechenden Gruppierungen in Einrichtungen Sozialer Arbeit tätig sind, z.B. in Praxisstellen, in denen autoritär geprägte Erziehungsstile im Umgang mit benachteiligten Adressat_innengruppen angewendet werden.