Trinationale Tagung der DGSA/OGSA/SGSA – Trinational2021

Digitale Tagung

23. – 24. April 2021

 

Veranstaltungsprogramm

Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Veranstaltung.
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Sitzungsübersicht
Sitzung
Panel 07: Soziale Arbeit in Kontexten des Alter(n)s: Ausgrenzungs- und Kohäsionsperspektiven
Zeit:
Freitag, 23.04.2021:
15:15 - 17:15

Chair der Sitzung: Christian Bleck, Hochschule Düsseldorf, Deutschland
Chair der Sitzung: Erna Dosch, Universität Kassel, Deutschland
Sitzungsthemen:
1.Nationale Perspektiven auf die Frage nach Kohäsion und Spaltung

Präsentationen

Soziale Arbeit in Kontexten des Alter(n)s: Ausgrenzungs- und Kohäsionsperspektiven

Zusammenfassung:

In Bezug auf verschiedene Berufsfelder und -gruppen in der Altenhilfe wird in dem Panel kritisch reflektiert, mit welchen Ausgrenzungs- und Kohäsionserfahrungen die im Feld tätigen Akteur_innen konfrontiert sind sowie zu welchen Ausgrenzungs- und Kohäsionsprozessen ihr Handeln beitragen kann. Aus aktuellen Promotionsprojekten werden Erfahrungen und Deutungen von 1. Fachkräften Sozialer Arbeit, 2. Pflegekräften mit Migrationshintergrund und 3. Alltagsbegleiter_innen mit Behinderung vorgestellt und in ihrer Bedeutung für die Soziale Arbeit – in der multiprofessionellen Zusammenarbeit – diskutiert.

 

Beiträge des Symposiums

 

Kohäsions- und Ausgrenzungsprozesse durch Zuschreibungen im Feld der Sozialen Altenarbeit

Marina Vukoman
Universität Duisburg-Essen, Deutschland

Sozialpolitische Altersdiskurse zielen u. a. darauf, gesellschaftliche Kohäsion herzustellen, können aber gleichzeitig Ausgrenzungsprozesse befördern. Das hier vorgestellte Promotionsprojekt stellt aus einer wissenssoziologischen Perspektive die Frage, wie sich diese Altersdiskurse in Deutungsmustern von Fachkräften der Sozialen Altenarbeit zeigen und welche Relevanz sie für die Praxis erhalten. Dazu wurden diskursive Interviews mit Fachkräften der Sozialen Altenarbeit geführt und kontrastiv analysiert.

 

Menschen mit Migrationshintergrund in der ambulanten Pflege in Ostsachsen – Soziale Arbeit als Mittel zur Kohäsion in einer gespaltenen Gesellschaft?

Monique Ritter
Hochschule Zittau/Görlitz, Deutschland

Der Beitrag präsentiert Forschungsergebnisse zu Praktiken der Exklusion und Inklusion in der beruflichen Zusammenarbeit mit Migrant_innen in der ambulanten Pflege in Ostsachsen. Diese wurden in dem Promotionsprojekt nach der Grounded-Theory-Methodologie und mittels problemzentrierter Interviews sowie teilnehmender Beobachtung erhoben. Es wird der Frage nachgegangen, wie Ein- und Ausschlüsse erlebt und gesellschaftlich hergestellt werden. Soziale Arbeit kann in diesem Prozess als Mittel der Kohäsion wirken und für die Zusammenarbeit Unterstützungsangebote konzipieren.

 

Kohäsion in Sorgebeziehungen – Erwachsene mit Behinderung in der Funktion als Alltagsbegleiter_innen in Altenpflegeheimen

Birgit Golda-Mayntz
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, Deutschland

Aufgrund des steigenden Bedarfes an sozialen Betreuungsmöglichkeiten für alte Menschen mit Hilfe- und Pflegebedarf in stationären Altenpflegeeinrichtungen sind Alltagsbegleiter_innen dort zunehmend von Relevanz. Ergebnisse des Promotionsprojekts zeigen, wie Alltagsbegleiter_innen mit Behinderung diese Tätigkeit ausführen, welche inklusiven und exklusiven Prozesse zwischen den Akteur_innen stattfinden und welchen Beitrag Soziale Arbeit zur Begleitung leisten kann.