Trinationale Tagung der DGSA/OGSA/SGSA – Trinational2021

Digitale Tagung

23. – 24. April 2021

 

Veranstaltungsprogramm

Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Veranstaltung.
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Sitzungsübersicht
Sitzung
Panel 32: Zum Gelingen und Scheitern von zivilgesellschaftlichen und professionellen Arbeitsformen und Diskursen in der Migrationsgesellschaft
Zeit:
Samstag, 24.04.2021:
10:00 - 12:00

Chair der Sitzung: Manuela Westphal, Manuela, Universiät Kassel, Deutschland

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Präsentationen

Zwischenräume des Miteinanders – Zum Gelingen und Scheitern von zivilgesellschaftlichen und professionellen Arbeitsformen und Diskursen in der Migrationsgesellschaft

Zusammenfassung:

Mit der Fluchtmigration seit 2015 zeigt sich, dass professionelle Soziale Arbeit mit und für Migrant*innen in Koproduktion mit anderen zivilgesellschaftlichen Organisationen und freiwilligem Engagement umgesetzt wird. Das Panel hat zum Ziel, das Spannungsverhältnis von Interessen der Akteure sowie die Möglichkeiten und Grenzen „gelingender Diversität“ aus drei verschiedenen Perspektiven zu diskutieren. Erstens wird die Ausgestaltung von diskursiven Orten, zweitens die Entstehung von Arbeitsbündnissen und drittens der Umgang der Zivilgesellschaft mit ausgrenzenden lokalen Kontexten betrachtet.

 

Beiträge des Symposiums

 

Versammlungsorte der Migrationsgesellschaft – Spannungsfelder, Differenzerfahrungen und das Potenzial des Gemeinsamen

Monika Alisch, Martina Ritter, Catharina Hille, Jonas Hufeisen, Tatevik Mamajanyan
Hochschule Fulda

In hoch differenzierten und individualisierten spätmodernen Gesellschaften generieren sich Kohäsion und Zusammenhalt in Krisensituationen nicht von selbst, sondern es müssen Moderationsprozesse als Unterstützung zur Bewältigung von Herausforderungen der Vielfalt, Differenz und Fremdheit angeboten werden. Durch Migrations- und Fluchtbewegungen treffen vielfältige Konzepte von Alltagsregeln und -interpretationen aufeinander. Dieser zeigt sich in den ersten Auswertungen von Zukunftswerkstätten mit „Einheimischen“ und Neuzugewanderten mit der Fragestellung „Wie kann das Zusammenleben gelingen?“

 

Arbeitsbeziehungen in migrationsbezogenen Tätigkeitsfeldern Sozialer Arbeit

Jens Vogler
Hochschule Fulda

Die Zusammenarbeit von sozial arbeitenden mit kürzlich migrierten Personen ist überwiegend durch ungleiche Verhältnisse gekennzeichnet. Die kaum untersuchten Ursachen dieser Asymmetrie und wie sie sich in den Begegnungen der Akteur*innen zeigen, bilden den Ausgangspunkt des Beitrags. Dieser zeigt erste Auswertungsergebnisse von Interviews sowie Audioaufzeichnungen von Interaktionen zivilgesellschaftlicher und professioneller Sozialer Arbeit mit ihren Adressat*innen. Geleitet von der Fragestellung, wie sich Auftragsklärung gestaltet sowie ob und welche Formen von Arbeitsbeziehungen sich zeigen.

 

Möglichkeiten und Grenzen der Zivilgesellschaft in lokalen ausgrenzenden Sozialräumen

Ina Schäfer
Universität Kassel, BTU Cottbus

Im Zusammenhang mit der Fluchtmigration zeigte sich einerseits das hohe Potenzial einer engagierten und schnell reagierenden Zivilgesellschaft (Karakayali & Kleist 2016), andererseits zeichnet sich durch den neu etablierten Rechtspopulismus und kontroverse Migrationsdebatten gesamtgesellschaftlich eine zunehmende Präsenz-, Mobilisierungs- und Diskursbereitschaft menschenfeindlicher Einstellungen und Handlungen ab (Zick et al. 2019). Der Beitrag zeigt auf Basis einer fünfwöchigen Feldforschung in Bautzen die Potenziale und Grenzen des lokalen zivilgesellschaftlichen Umgangs hiermit auf.



 
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