Trinationale Tagung der DGSA/OGSA/SGSA – Trinational2021

Digitale Tagung

23. – 24. April 2021

 

Veranstaltungsprogramm

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Sitzungsübersicht
Sitzung
Panel 27: Machtprozesse in der Sozialen Arbeit
Zeit:
Samstag, 24.04.2021:
10:00 - 12:00

Chair der Sitzung: Mechthild Wolff, Hochschule Landshut, Deutschland

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Präsentationen

Machtprozesse in der Sozialen Arbeit

Zusammenfassung:

Im letzten Jahrzehnt sind Machtprozesse in der Sozialen Arbeit erstmalig in die Diskussion gekommen, weil Betroffene Missstände aufgezeigt und Machtmissbrauch skandalisiert haben. In vielen Ländern werden Fälle historisch, rechtlich und sozialwissenschaftlich aufgearbeitet und in Einrichtungen werden Schutzkonzepte implementiert. Im Panel geht es um die Fragen: Welche Lehren kann man aus der 10jähgirgen Befassung mit Machtstrukturen und Machtprozessen ziehen? Welche Unterschiede gibt es zwischen der Schweiz, Österreich und Deutschland? Was heißt dies für die Entwicklung von Schutzkonzepten?

 

Beiträge des Symposiums

 

Gewalt und Machtprozesse in Heimerziehung und anderen Formen stationärer Unterbringung. Historische Analysen und aktuelle Debatten.

Flavia Guerrini
Universität Innsbruck

Seit 2010 findet auch in Österreich eine mediale, politische wie wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Gewalt in der Geschichte der Heimerziehung und der Ju-gendfürsorge statt. Der Beitrag stellt Erkenntnisse zu Ausmaß, Arten und Gelegen-heitsstrukturen von Gewalt und Machtprozessen in der Heimerziehung vor und stellt Überlegungen zur „historischen Aufarbeitung“ im mittlerweile vergangenen Jahrzehnt an. Im Fazit werden Parallelen zu den Debatten über Gewalt in Internaten, im Sport wie in Einrichtungen der Behindertenhilfe gezogen sowie Fragen an die gegenwärtige Praxis formuliert.

 

Schutzdimensionen abgeleitet aus Biografien von Menschen mit Heimerfahrung in der Schweiz

Samuel Keller
Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften, Schweiz

Dieser Beitrag wird eine Auswahl zentraler, aber wenig sichtbarer Dimensionen, die Kinder und Jugendlichen in stationären Einrichtungen vor Machtgefällen und -missbrauch schützen können, herleiten. Als Erkenntnisgrundlage dienen Ergebnisse und Fallbeispiele aus biografischen Studien in der Schweiz – gepaart mit exemplarischen Einblicken in aktuelle Praxis. Ziel ist es dadurch bestehende Konzepte zu hinterfragen oder zu bestätigen, vor allem aber auch Risiken in stationären Einrichtungen, die sich trotz Fortschritte seit Jahrzehnten hartnäckig zu halten scheinen, zu entlarven.

 

Schutzkonzepte in Organisationen zur Sicherstellung von Adressat* innenrechten

Meike Kampert, Mechthild Wolff
Hochschule für angewandte Wissenschaften Landshut, Deutschland

Vor dem Hintergrund von Forschungsergebnissen der Forschungsgruppe Kinder-schutz in Institutionen an der HAW Landshut wird aufgezeigt, welche Perspektiven die Kinder und Jugendlichen selbst auf Schutzkonzepte in Einrichtungen der Erzie-hung und Bildung haben und was sie damit verbinden. Eingegangen wird auf den Stand der Implementation von Schutzkonzepten in Deutschland und auf Umset-zungshürden. Gefragt wird letztlich danach, was Schutzkonzepte eigentlich sind und wie man sie besser verorten kann, um ihre weitere Verbreitung zu fördern.



 
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