Trinationale Tagung der DGSA/OGSA/SGSA – Trinational2021

Digitale Tagung

23. – 24. April 2021

 

Veranstaltungsprogramm

Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Veranstaltung.
Bitte wählen Sie einen Ort oder ein Datum aus, um nur die betreffenden Sitzungen anzuzeigen. Wählen Sie eine Sitzung aus, um zur Detailanzeige zu gelangen.

 
 
Sitzungsübersicht
Sitzung
Panel 52: Klimagerechtigkeit und Soziale Arbeit
Zeit:
Samstag, 24.04.2021:
12:30 - 14:00

Chair der Sitzung: Barbara Schramkowski, Duale Hochschule Baden-Württemberg, Deutschland
Sitzungsthemen:
2.Internationaler Austausch in der Sozialen Arbeit

Zeige Hilfe zu 'Vergrößern oder verkleinern Sie den Text der Zusammenfassung' an
Präsentationen

Klimagerechtigkeit, sozialökologische Transformationen und Soziale Arbeit

Zusammenfassung:

Die Klimakrise ist ein ‚Brennglas‘ sozialer Ungleichheit: So sind Menschen, die über wenig Ressourcen verfügen, um sich und ihr sozial-ökologisches Umfeld zu schützen, stärker durch Folgen von Umwelt-/Klimazerstörung betroffen, auch in Europa. Soziale Arbeit muss die Verschlechterung ökologischer Lebensbedingungen und ihre Auswirkungen auf psychosoziales Befinden von Menschen mehr fokussieren und sich in die Gestaltung sozialökologischer Transformation einbringen. Hierzu gibt es 4 kurze Impulsvorträge. Ein Antrag auf Gründung einer Fachgruppe zum Thema ist beim DGSA-Vorstand eingereicht.

 

Beiträge des Symposiums

 

Klimagerechtigkeit und Soziale Arbeit

Yannick Liedholz
ASH Berlin

Klimaschutz und Klimaneutralität dominieren als Konzepte die gegenwärtigen Klimadiskurse und Klimapolitiken. Ausgehend von einer kritischen Reflexion beider Konzepte wird Klimagerechtigkeit als alternativer Ansatz vorgestellt und für die Soziale Arbeit kontextualisiert. Dabei wird deutlich, dass die Auseinandersetzung mit Klimagerechtigkeit Potentiale für die Soziale Arbeit und den SAGE-Bereich bietet.

 

Soziale Arbeit und sozial-ökologische Sozialraumentwicklung

Marcel Schmidt
Hochschule RheinMain

Der Kurzvortrag beleuchtet thesenhaft, warum Fragen gesellschaftlicher Transformation vor allem auch Fragen transformativer Sozialraum- und Stadtentwicklung sind. Es wird dabei der Bogen geschlagen von der »imperialen Lebensweise« (Brand/Wissen 2017), als Resultat einer »Urbanisierung des Kapitals« (Harvey 2014) und einer der maßgeblichen Ursachen des Klimawandels, bis hin zur »transformativen Bildung« (Mührel 2020) eines kommunalen Handlungssubjekts sozial-ökologischer Stadt- und Regionalentwicklung.

 

Ökologische Gewalt als Kindeswohlgefährdung?

Barbara Schramkowski
Duale Hochschule Baden-Württemberg

Junge Menschen sind vulnerabler hinsichtlich der sozial-ökologischen Folgen von Klimakrise und Umweltzerstörung. Es stellt sich die Frage, inwiefern durch ökologischer Gewalt als Folge der massiven Zerstörung von Ökosystemen durch menschliches Handeln davon ausgegangen werden kann, dass gesamtgesellschaftlich mittelfristig das ‚Kindeswohl‘ nicht mehr gesichert werden kann. Die Frage ist, wer die Verantwortung für den Schutz vor dieser Gewaltform trägt und was dies für die den Staat vertretende Politiker*innen und für Sozialarbeitende insb. in der Kinder- und Jugendhilfe bedeuten könnte.

 

Regenerative Soziale Arbeit

Yari Or
Frankfurt UAS

Regenerative Praxis in der Sozialen Arbeit ist eine praktische Theorie des sozialen Wandels, die die Verflechtung des natürlichen Ökosystems der Erde, der sozialen Beziehungen und des individuellen Wohlbefindens theoretisiert. Der Ansatz verbindet innere und äußere Transformation in einem Modell, und Design-Prinzipien konkretisieren die praktische Umsetzung regenerativer Praxis in sozialpädagogischen Interventionen.



 
Impressum · Kontaktadresse:
Datenschutzerklärung · Veranstaltung: Trinational2021
Conference Software - ConfTool Pro 2.6.141
© 2001 - 2021 by Dr. H. Weinreich, Hamburg, Germany