Statistical Week 2025
2-5 September 2025
Wiesbaden, Germany
Conference Agenda
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Session Overview |
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WSMS5: Economic, Social and Market Statistics 5: Labour Markets and Social Security I
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11:00am - 11:25am
Arbeitsmarktintegration geflüchteter Menschen - Bewertung des Job-Turbos aus Sicht der Arbeitsmarktstatistik Statistik der Bundesagentur für Arbeit, Deutschland Im Oktober 2023 hat die Bundesregierung den Auftakt zum "Jobturbo" bekannt gegeben. Ziel war es, die Prozesse zur Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten aus der Ukraine und anderen Herkunftsstaaten beschleunigen. Der Vortrag beleuchtet den Stand der Arbeitsmarktintegration, zeigt auf, wo die amtliche Statistik bei der Bewertung (noch) an ihre Grenzen stößt und welches Potenzial in Längsschnittanalysen steckt. 11:25am - 11:50am
Integrationsverläufe von Geflüchteten: Eine Kohortenanalyse Statistik der Bundesagentur für Arbeit, Deutschland Um den Integrationserfolg von Zugewanderten detaillierter untersuchen zu können, entwickelt die Statistik der BA weitere Messungen und Darstellungen, die über die Standardindikatoren zur Arbeitsmarktintegrationen hinausgehen. Ein häufiges Problem der bisherigen Indikatoren, wie die Beschäftigungsquote, ist, dass diese verschiedene Personengruppen umfassen, die zu unterschiedlichen Zeiträumen nach Deutschland eingereist sind. Dadurch werden Entwicklung und Dynamik der Arbeitsmarktintegration aufgrund der unterschiedlichen Aufenthaltsdauer deutlich verzerrt. Um diese Lücke zu schließen, nutzt die Statistik der BA verstärkter Kohortenanalyse, bei denen homogene Ausgangskohorten von Geflüchteten durch den ersten Eintrag in den Statistiken der BA definieren werden und in Längsschnittbetrachtungen ihr weiterer Verbleib analysiert wird. Im Rahmen des Vortrags soll dieses neue Auswertungskonzept diskutiert und die Analysepotenziale vorgestellt werden. 11:50am - 12:15pm
Fachkräfteeinwanderung in der Beschäftigungsstatistik Statistik der Bundesagentur für Arbeit, Deutschland Das Beschäftigungswachstum wurde 2023 und 2024 ausschließlich von Ausländern getragen. Neben einer reinen Analyse nach Staatsangehörigkeiten stehen der Beschäftigungsstatistik der BA über eine Schnittstelle mit dem Ausländerzentralregister auch Daten zum Aufenthaltsstaus der Beschäftigten zur Verfügung. Der Vortrag soll erläutern, welche Rolle die Erwerbsmigration im Kontext Beschäftigungswachstum der Ausländer spielt. Neben der grundsätzlichen Entwicklung seit Inkrafttreten des Fachkräfteeinwanderungsgesetzes im März 2020 sollen auch tiefere Analysemöglichkeiten beleuchtet werden. 12:15pm - 12:40pm
Demografischer Wandel - Ausländische Beschäftigte ersetzen in vielen Bereichen fehlendes einheimisches Personal 1IAB Berlin-Brandenburg, Berlin; 2Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), Nürnberg Deutschland steht vor einer enormen demografischen Herausforderung, da die geburtenstarken Jahrgänge in den kommenden Jahren den Arbeitsmarkt verlassen. Sie können durch die viel kleineren Berufseinstiegskohorten nur zum Teil ersetzt werden – insbesondere in ländlichen Regionen und in Ostdeutschland. Ausländische Beschäftigte können jedoch helfen, den Arbeitskräftemangel zu kompensieren und die demografische Situation abzufedern. Wir untersuchen die Beschäftigungsentwicklung von 2015 bis 2024 nach Altersstruktur, Anforderungsniveau der ausgeübten Tätigkeiten (Helfer, Fachkraft, Spezialist, Experte), Staatsangehörigkeit in Ost- und Westdeutschland und auf der Ebene der siedlungsstrukturellen Kreistypen des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR). Wir zeigen, dass es einen deutlichen Anstieg der ausländischen Beschäftigten auf allen Anforderungsniveaus gab. Insbesondere auf dem Helfer- und Fachkraftniveau ging der Beschäftigungszuwachs allein auf ausländische Beschäftigte zurück. Auf der regionalen Ebene lässt sich feststellen, dass in fast allen Regionen die Anteile von Fachkräften in dem Untersuchungszeitraum gesunken sind, während die Beschäftigung auf Spezialisten- und Expertenniveau vor allem in den kreisfreien Großstädten deutlich gestiegen ist. Gleichzeitig haben die Helferanteile der Beschäftigten insbesondere in den städtischen und ländlichen Kreisen zugenommen, und dies deutlich stärker in den östlichen Regionen. Die demografischen Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt zeigen sich beim Vergleich der Altersgruppe der 58 bis 62-Jährigen, die noch im Erwerbsleben steht, mit der Altersklasse der 28 bis 32-Jährigen. Den stärksten Deckungsbedarf gibt es in Ostdeutschland, wo die älteren Kohorten deutlich stärker sind und nicht von den nachrückenden Kohorten kompensiert werden können. In den städtischen und ländlichen Regionen Westdeutschlands erhöhen die ausländischen Beschäftigten hingegen die Gesamtbeschäftigung vor allem in den jungen und mittleren Altersklassen. Es können jedoch nur in den kreisfreien Großstädten die Altersabgänge in Rente durch junge Beschäftigte kompensiert werden. Eine ungünstige Relation der gewählten jüngeren zu der älteren Altersgruppe weisen Tätigkeiten auf Fachkraft- und Helferniveau auf, während diese für Beschäftigte auf Spezialisten- und Expertenniveau günstiger ausfällt. | ||
