Statistical Week 2025
2-5 September 2025
Wiesbaden, Germany
Conference Agenda
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Session Overview |
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VDSt3: Regionale Energie- und Gebäudedaten
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9:00am - 9:25am
Regionale Energiewende: Dashboard zur Steuerung der sozial-ökologischen Transformation Gesellschaft für Wirtschaftliche Strukturforschung (GWS), Osnabrück Die sozial-ökologische Transformation hin zu Klimaneutralität wird auf regionaler Ebene umgesetzt. Kommunen, Kreise und Städte stehen vor der Herausforderung, den Anforderungen an die Energie- und Wärmewende gerecht zu werden und eine für ihre Bevölkerung und Unternehmen nachvollziehbare und sozial tragbare Ausgestaltung zu entwickeln. Ein Überblick über mögliche sozioökonomische Folgen unterschiedlicher Maßnahmen-Optionen mit regionalem Fokus ist für die Gestaltung dieses Transformationsprozesses zentral. Das interdisziplinäre Projekt Info-EW (www.info-ew.de) unterstützt die regionalen Akteur:innen bei der sozial-ökologischen Transformation durch die Entwicklung eines datengestützten Informationssystems zur Bewertung der sozialen und wirtschaftlichen Auswirkungen der Energiewende und des Strukturwandels vor Ort. Das im Rahmen des Förderprogramms „Energiewende und Gesellschaft“ geförderte Projekt kombiniert das neue makroökonomische multiregionale Input-Output-Modell RIMES mit Haushaltsmikrosimulationen auf Kreisebene und ermöglicht so regionalspezifische Szenarioanalysen der Energiewende. Am Beispiel des Ausbaus von Wärmepumpen und Fernwärme, zwei zentralen Elementen der Wärmewende, demonstrieren wir, wie im Dashboard integrierte Szenarien genutzt werden können, um Effekte unterschiedlicher Strategien auf Kreisebene zu analysieren. Das Wärmewende-Szenario quantifiziert die Auswirkungen des Austauschs fossiler Heizsysteme sowie des Ausbaus grüner Fernwärme unter Berücksichtigung investitionsbezogener Kenngrößen wie der Anzahl neu zu installierender Wärmepumpen, dem Fernwärme-Ausbaupfad und den damit verbundenen Kosten. Die Analyse erfolgt unter Einbeziehung regionalstatistischer Merkmale wie Wohngebäudestruktur, Heizsystemverteilung und Eigentumsverhältnissen, um Umsetzungshemmnisse und -potenziale systematisch zu erfassen. Dadurch wird eine fundierte Einschätzung regional differenzierter Transformationspfade ermöglicht. Im Ergebnis unterstützt das Dashboard bei der Bewertung unterschiedlicher Maßnahmen auf Kreisebene. Es erfasst die Herausforderungen vor Ort und zeigt regionale Hemmnisse und Chancen der Transformation auf. Dies ermöglicht die Einordnung von Handlungsoptionen, und bietet darüberhinaus eine Argumentationsbasis, um regionale Herausforderungen gezielt anzugehen, von Best Practices anderer Regionen zu lernen und maßgeschneiderte Lösungsansätze vor Ort zu entwickeln. 9:25am - 9:50am
Erarbeitung eines Gebäudekatasters für Wolfsburg im Kontext der Kommunalen Wärmeplanung Stadt Wolfsburg, Deutschland Ein Baustein des Projekts Kommunale Wärmeplanung ist die Bestandsanalyse innerhalb einer Kommune. Dabei sollen die aktuellen Energieverbräuche und -bedarfe gebäudescharf erfasst und analysiert werden. Die Statistikstelle der Stadt Wolfsburg hat diesen Projektbaustein umgesetzt und berichtet von ihrem Erfahrungen bei der Erstellung eines Gebäudekatasters und der Bestandsanalyse. 9:50am - 10:15am
Validierung von Small Area-Methoden für den systematischen Einsatz in der amtlichen Statistik am Beispiel der Schätzung von Bestandsmieten auf Gemeindeebene in Nordrhein-Westfalen IT.NRW - Statistisches Landesamt, Deutschland Das Thema „Wohnen und Mieten“ wurde in den vergangenen Jahren häufig kontrovers diskutiert. Zuverlässige Daten stehen für die oft stark von lokalen Faktoren geprägten Mietmärkte allerdings selten flächendeckend bzw. in ausreichender Qualität zur Verfügung. Insbesondere fehlt es an einheitlichen und flächendeckenden Daten zu Bestandsmieten. Hier setzen Small Area-Methoden an: Diese bieten das Potenzial, verlässliche Ergebnisse – trotz geringerer Stichprobenumfänge – auch auf kleinräumiger Ebene veröffentlichen zu können, indem die Datenbasis durch externe Hilfsmerkmale angereichert und die Schätzungen auf diese Weise stabilisiert werden. Erste Projekte zur Schätzung von durchschnittlichen Bestandsmieten auf Gemeindeebene mittels dieser Methodenklasse wurden anhand der Daten des Mikrozensus 2018 in Kooperation mit dem Statistischen Bundesamt und der Universität Trier sowie Statistik Nord und dem Landesamt für Statistik Niedersachsen durchgeführt. Hierbei hat sich gezeigt, dass Small Area-Verfahren valide Ergebnisse auf kleinräumiger Ebene ermöglichen und somit das Veröffentlichungsportfolio der amtlichen Statistik bereichern können. Mit den nun vorliegenden Daten des Mikrozensus 2022 wird eine erneute Schätzung der Brutto- und Nettobestandsmieten auf Ebene der Gemeinden in Nordrhein-Westfalen durchgeführt. Die Ergebnisse werden genutzt, um einerseits die Entwicklung der durchschnittlichen Mietpreise zur letzten Schätzung zu beurteilen. Zum anderen erfolgt ein Vergleich der Small Area-Schätzungen mit den Ergebnissen aus der Gebäude- und Wohnungszählung des Zensus 2022. Somit ist erstmals eine Validierung der Ergebnisse anhand von vergleichbaren Daten möglich. Darüber hinaus werden aus den bisherigen Erfahrungen mit Small Area-Methoden erste Empfehlungen und Best Practices für einen künftig möglichen systematischen Einsatz in bestimmten Themenfeldern der amtlichen Statistik abgeleitet. | ||
