Conference Agenda

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Session Overview
Session
Session: Open Access Monitoring and Bibliometrics
Time:
Wednesday, 16/Sept/2020:
11:00am - 12:30pm

Session Chair: Astrid Orth

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Presentations

Der Open Access Monitor Deutschland – Rückblick und Ausblick

Philip Pollack, Barbara Lindstrot, Christoph Holzke, Irene Barbers, Bernhard Mittermaier, Heidi Schmiedicke, Dirk Ecker

Forschungszentrum Jülich, Deutschland

Im Projekt „Synergien für Open Access – Open Access Monitoring – SynOA” fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung die Errichtung eines Open Access Monitor Deutschland (OAM) durch die Zentralbibliothek des Forschungszentrums Jülich. In der ersten Projektphase (bis 31.08.2020) wurde ein umfangreiches Monitoring-Tool entwickelt, das verschiedene Datenquellen integriert. Der OAM stellt Auswertungen zum Publikationsaufkommen und zur Finanzierung von Publikationen auf Bundes,- Landes- und Einrichtungsebene bereit. Der Vortrag stellt die Verwendung des Analysetool vor, der zentralen Komponente des OAM. Es ist untergliedert in die Themen Publikations-, Kosten- und Zitationsanalyse und erlaubt in der Darstellung und Auswertung eine Filterung der Daten nach den Parametern Land (Deutschland, Österreich und Schweiz), Bundesland bzw. Kanton, Einrichtung, Verlag, Zeitschrift und Jahr. Demonstriert werden auch die speziellen Datenanalysen zum Projekt DEAL, mit deren Hilfe jede wissenschaftliche Einrichtung in Deutschland die Möglichkeit der konkreten Auswertung des jeweiligen Publikationsaufkommens hat. Des Weiteren werden die Planungen für die zweite Projektphase ab September 2020 vorgestellt: Neben der weiteren technischen Entwicklung der Datenbank und der Anwenderoberfläche werden u.a. zusätzliche Datenquellen für Publikationsdaten integriert. Neben der bereits realisierten Anbindung an Dimensions sollen die Daten von Web of Science und evtl. Scopus zugänglich gemacht werden. Zukünftig soll Unpaywall als zentrale Datengrundlage fungieren, auf die alle anderen Quellen abgebildet werden. Auch sollen weitere Datenquellen zu Subskriptionen wissenschaftlicher Zeitschriften und zu Subskriptionszahlungen integriert werden. Die Integration von LAS:eR ist bereits eingeleitet und soll in einer weiteren Projektphase abgeschlossen werden; zusätzlich soll die Anbindung der Systeme Alma und Folio ermöglicht werden. Ziel insbesondere des zweiten Teils des Vortrags ist es, die Planungen zu diskutieren und Anregungen für die Weiterentwicklung zu erhalten.


Open-Access-Profile der Hochschulen und außeruniversitären Wissenschaftseinrichtungen in Deutschland

Anne Hobert1, Najko Jahn1, Niels Taubert2, Philipp Mayr-Schlegel3

1Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen; 2Universität Bielefeld; 3GESIS, Deutschland

Der Beitrag stellt eine umfassende bibliometrische Untersuchung der Entwicklung der Open-Access-Verfügbarkeit wissenschaftlicher Zeitschriftenartikel in Deutschland für den Zeitraum 2010-18 vor. Die Studie gibt damit Einblick, wie sich das Open-Access-Publizieren aus institutioneller Sicht entwickelte, bevor deutschlandweite Open-Access-Rahmenverträge mit großen Wissenschaftsverlagen geschlossen wurden. Ein besonderes Augenmerk der Analyse lag auf der Frage, ob und inwiefern sich die Open-Access-Profile der Hochschulen und außeruniversitären Wissenschaftseinrichtungen in Deutschland voneinander unterscheiden.

Auf Grundlage der qualitätsgesicherten Web of Science Datenbank des Kompetenzzentrum Bibliometrie wurden 900,000 Zeitschriftenartikel mit Autorinnen und Autoren deutscher Wissenschaftseinrichtungen identifiziert, die zwischen 2010-18 veröffentlicht wurden. Rund 44% waren zum Zeitpunkt unserer Erhebung im Open Access verfügbar. Jedoch unterscheiden sich die Publikationsprofile sowohl der einzelnen Einrichtungen als auch der Sektoren voneinander. Die Studie zeigt zudem, dass Open-Access-Publikationswege unterschiedlich ausgeprägt sind. Im Vortrag möchten wir besonders auf diese Varianzen eingehen und mögliche Erklärungen mit der Fachcommunity diskutieren.



Vom geschlossenen zum offenen Zugang: Eine Fallstudie zu Fachzeitschriften die nach Open Access konvertiert wurden

Fakhri Momeni1, Philipp Mayr1, Nicholas Fraser2, Isabella Peters2

1GESIS, Deutschland; 2ZBW, Deutschland

In den letzten Jahren hat der zunehmende Druck der Stakeholder, die Publikation von Forschungsergebnissen auf Open Access umzustellen, dazu geführt, dass viele Zeitschriften von einem gebührenpflichtigen Zugang zu einem Open-Access-Veröffentlichungsmodell konvertiert sind. Das Ändern des Veröffentlichungsmodells kann die Entscheidung der Autoren beeinflussen, ihre Artikel in einer Zeitschrift einzureichen, und eine breitere Zugänglichkeit von Artikeln kann das Zitierverhalten beeinflussen. Das Ziel dieses Vortrags ist es, Änderungen in der Anzahl der veröffentlichten Artikel und Zitate nach dem Konvertieren einer Zeitschrift aufzuzeigen. Wir haben über 300 peer-reviewed Zeitschriften in Scopus analysiert, die im Zeitraum 2001-2013 auf Open Access umgestellt wurden. Zusätzlich zum Vergleich der Anzahl der Artikel werden die durchschnittlichen relativen Zitierungen (ARC) und der normalisierte Impact Factor (IF) als bibliometrische Indikatoren auf Artikel- und Journalebene verwendet, um die Transformation der konvertierten Zeitschriften zu beschreiben. Unsere Ergebnisse zeigen, dass das Konvertieren hauptsächlich positive Auswirkungen auf den IF und die Anzahl der publizierten Artikel der Journals hatte. Wir können daraus auch schließen, dass das Konvertieren nach Open Access den Impact von Zeitschriften verbessern kann. Der Vortrag basiert auf einer erweiterten und überarbeiteten Studie, die 2019 publiziert wurde [1].

[1] Momeni, F., Mayr, P., Fraser, N., & Peters, I. (2019). From closed to open access: A case study of flipped journals. Proceedings of the 17th International Conference on Scientometrics & Informetrics (ISSI 2019), 1270–1275. https://arxiv.org/abs/1903.11682



 
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