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14. Jahrestagung der Gesellschaft für Hochschulforschung 2019 (GfHf)

21. - 22. März 2019

Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg

 

Veranstaltungsprogramm

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Sitzungsübersicht
Session
Transform E06: Open Track
Zeit:
Freitag, 22.03.2019:
11:45 - 12:45

Chair der Sitzung: Maria Kondratjuk
Ort: G40B-332

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Präsentationen

Nachhaltigkeit: Nachhaltiger Transfer von Projektergebnissen in Hochschulen

Karsten Speck, Annika Maschwitz, Katrin Brinkmann, Andrea von Fleischbein

Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, Deutschland

Track 5: Open Track

Im deutschen Hochschulraum werden mit steigender Tendenz jährlich mehrere Milliarden an Drittmitteln investiert (Statistisches Bundesamt, 2018). Öffentliche Fördermittelgeber, aber auch geförderte Projekte stehen zunehmend unter Druck, die Nachhaltigkeit und damit die sinnvolle Verwendung der Drittmittel nachzuweisen. Dies wird auch bei der Betrachtung verschiedener Initiativen deutlich: dem Bund-Länder-Wettbewerb „Aufstieg durch Bildung: offene Hochschulen“, dem „Qualitätspakt Lehre“ oder der Exzellenzinitiative (Hanft et al., 2016; BMBF, 2013; IEKE, 2016).

Der Begriff Nachhaltigkeit lässt sich dabei aufgrund seiner Komplexität und interdisziplinären Verwendung kaum auf ein bestimmtes Themenfeld begrenzen (Grunwald & Kopfmüller, 2012). Aus der Perspektive von Forschungs- und Organisationsentwicklungsprojekten lässt sich Nachhaltigkeit als Institutionalisierung, Verstetigung, Wissenstransfer oder auch Implementation verstehen. Nachhaltigkeit ist bei wissenschaftlichen Modellprojekten oft mit der Frage verknüpft, wie Ergebnisse implementiert werden können. Praxiserfahrungen zeigen, dass Projektergebnisse nach Beendigung der Projektförderung häufig überhaupt nicht oder nur bruchstückhaft verstetigt werden (Rütten et al., 2016).

Für die im Kontext des Bund-Länder-Wettbewerbs „Aufstieg durch Bildung: offene Hochschulen“ geförderten Projekte wurde daher mit Blick auf die Projektergebnisse (Wissen, Erfahrungen, Studienangebote, Strukturen, etc.) gefordert, dass nach Ende der Projektlaufzeit ein nachhaltiger Transfer in die Strukturen der Hochschulen gesichert werden soll. Angenommen wird dabei, dass aufgebaute Strukturen vorzugsweise aus hochschuleigenen Mitteln, Gebühren- und Entgelteinnahmen bzw. anderen Drittmitteln weiterfinanzieren werden, was in der Praxis jedoch häufig schwer umzusetzen ist (Hanft et al., 2016; Maschwitz et al., im Erscheinen).

Vor diesem Hintergrund geht der Beitrag der Frage nach, welche Faktoren die Nachhaltigkeit von Projekten beeinflussen und welche Konsequenzen und Empfehlungen sich daraus für den nachhaltigen Transfer von Projektergebnissen in Hochschulen ableiten lassen. Die Datengrundlage bilden eine quantitative Erhebung (N=376) sowie qualitative Interviews (Fallstudien), die im Rahmen des Bund-Länder-Wettbewerbs durchgeführt worden sind. Erste Ergebnisse zeigen, dass vor allem die Einstellung der Hochschulen und der Lehrenden sowie die institutionelle Verankerung der Projekte Einfluss auf die Nachhaltigkeit der Projektergebnisse an den Hochschulen haben, aber auch individuelle Faktoren und Beziehungen eine Rolle spielen. Zudem sind die Projektform (Einzel- oder Verbundprojekt) und Hochschulform (Fachhochschule oder Universität) von Bedeutung.

Literatur

Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF). 2013. Bekanntmachung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung von Richtlinien zur Förderung von Vorhaben der Begleitforschung zum Qualitätspakt Lehre. URL: https://www.bmbf.de/foerderungen/bekanntmachung.php?B=893 [19.10.2018].

Grunwald, Armin & Kopfmüller, Jürgen (2012). Nachhaltigkeit. Eine Einführung. Frankfurt: Campus.

Hanft, Anke; Brinkmann, Katrin; Kretschmer, Stefanie; Maschwitz, Annika & Stöter, Joachim (2016). Organisation und Management von Weiterbildung und Lebenslangem Lernen an Hochschulen. Münster: Waxmann.

Internationale Expertenkommission Exzellenzinitiative (IEKE) (2016). Internationale Expertenkommission zur Evaluation der Exzellenzinitiative Endbericht. Bonn. Institut für Innovation und Technik in der VDI/VDE Innovation + Technik GmbH.

Maschwitz, Annika; Speck, Karsten; Brinkmann, Katrin; Johannsen, Maximilian & von Fleischbein, Andrea (im Erscheinen). Nachhaltigkeit von (Verbund-)Projekten. Eine Analyse auf Basis drei methodischer Ansätze.

Rütten, Alfred; Wolff, Andrea & Streber, Anna (2016). Nachhaltige Implementierung evidenzbasierter Programme in der Gesundheitsförderung: theoretischer Bezugsrahmen und ein Konzept zum interaktiven Wissenstransfer. Das Gesundheitswesen, 78, 139-145.

Statistisches Bundesamt (2018). Hochschulausgaben 2016 auf 52 Milliarden Euro gestiegen. Pressemitteilung Nr. 149 vom 25.04.2018. URL: https://www.destatis.de/DE/PresseService/Presse/Pressemitteilungen/2018/04/PD18_149_213.html [19.10.2018].


Symposium: Wandel an Hochschulen? Ein empirischer Blick auf Entwicklungen der Hochschulen und der Hochschullehre im Bund-Länder-Wettbewerb „Aufstieg durch Bildung: offene Hochschulen“

Eva Cendon1, Uwe Elsholz1, Uwe Wilkesmann2, Sigrun Nickel3, Karsten Speck4, Annika Maschwitz4

1FernUniversität in Hagen, Deutschland; 2Technische Universität Dortmund; 3CHE Gemeinnütziges Centrum für Hochschulentwicklung; 4Carl von Ossietzky Universität Oldenburg

Das geplante Symposium soll den Wandel an Hochschulen mit speziellem Fokus auf die Aktivitäten der Hochschulen im Rahmen des Bund-Länder-Wettbewerbs „Aufstieg durch Bildung: offene Hochschulen“ in den Blick nehmen. Die Öffnung der Hochschulen für eine heterogene Studierendenschaft und deren unterschiedliche berufsbiografische Bildungswege im Kontext des Wettbewerbs deutet über ein enges Verständnis postgradualer wissenschaftlicher Weiterbildung hinaus und lenkt den Blick auf Veränderungen in der Lehre, die Auswirkungen auf Kultur und Struktur von Hochschulen haben können. Aktuelle Forschungsarbeiten zum Wettbewerb ermöglichen erste empirische Antworten auf die Frage, welche Bedarfe die heterogenen Zielgruppen haben, wie sich Lehr-Lern-Formate verändern, warum und unter welchen organisationalen Strukturbedingungen sich Hochschullehrende engagieren und wie ein nachhaltiger Transfer von Projektergebnissen in Hochschulen gestaltet werden kann. Konkret werden folgende Perspektiven in den Blick genommen:

Heterogenität der Zielgruppen: Kurzformate in der wissenschaftlichen Weiterbildung – Ein Lösungsansatz um den Bedürfnissen heterogener Zielgruppen gerecht zu werden?

Sigrun Nickel und Anna-Lena Thiele (CHE)

Lehr-Lern-Formate: Zur Analyse und Gestaltung des Verhältnisses von Theorie und Praxis in der wissenschaftlichen Weiterbildung – erste Ergebnisse und Schlussfolgerungen aus zwei empirischen Studien

Anita Mörth, Eva Cendon und Uwe Elsholz (FernUniversität in Hagen)

Hochschullehrende: Manageriale Hochschul-Governance und die Lehr-Motivation von DozentInnen in der wissenschaftlichen Weiterbildung

Christian J. Schmid und Uwe Wilkesmann (TU Dortmund)

Nachhaltigkeit: Nachhaltiger Transfer von Projektergebnissen in Hochschulen
Karsten Speck, Annika Maschwitz, Katrin Brinkmann und Andrea von Fleischbein (Universität Oldenburg)



 
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