Veranstaltungsprogramm

Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Veranstaltung.
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Sitzungsübersicht
Sitzung
Strang 1: Einzelvorträge
Zeit:
Mittwoch, 31.08.2022:
10:30 - 12:00

Ort: Großer Festsaal

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Präsentationen

LeOn – eine Anwendung zur Leseförderung im Transfer zwischen Fachdidaktik, Schulen und Bildungspolitik

Hüser, Laura; Rehberg, Edita; Krelle, Michael; Dämmer, Jutta

Technische Universität Chemnitz, Deutschland

Zur Förderung von Lese- und literarischen Kompetenzen von Schulkindern hat sich eine Reihe an Verfahren als besonders wirksam erwiesen: Dazu zählen Laut- und Vielleseverfahren, Lesestrategietrainings sowie Übungen zum literarischen Verstehen, die in der Regel gemeinsam (kooperativ und kollaborativ) durchgeführt werden. Im Kontext der Pandemie ist der Bedarf an solchen (auch synchronen) Angeboten der Leseförderung mit digitalen Medien gestiegen.

Hier setzt das Projekt „Leseraum Online (LeOn) – Lesetraining in digitalen Umgebungen“ an. LeOn ist eine videogestützte, digitale Umgebung, in der wirksame Lesefördermethoden an Grundschulen und weiterführenden Schulen in Nordrhein-Westfalen durchgeführt werden. Das Projekt wird vom Ministerium für Schule und Bildung des Landes NRW gefördert und durch die Fachdidaktik Deutsch des Zentrums für Lehrerbildung (Technische Universität Chemnitz) (in Zusammenarbeit mit einem Softwareunternehmen) umgesetzt. Zukünftig wird die Anwendung zunächst an rund 2.800 Grundschulen in NRW implementiert.

Leon umfasst ein breites Feld an etablierten Fördermethoden. Dabei wird in erster Linie auf das Leselernen mit digitalen Medien im Klassenraum gesetzt. Die Umgebung eignet sich zudem für das Lernen auf Distanz.

Bei der Vorstellung des Projekts fokussieren wir die wesentlichen Etappen der Projekt-konzeption und -umsetzung. Dies umfasst sowohl die thematisch-inhaltliche wie auch die technische Entwicklung der Anwendung in Kooperation mit ausgewählten Schulen (N=11, voraussichtlich ~200 Schüler:innen).



Epistemisch wachsames Lesen – ein Kristallisationspunkt des interdisziplinären Transfers am Beispiel des dynamischen Konstrukts Lesekompetenz

Philipp, Maik

Pädagogische Hochschule Zürich, Schweiz

Lesekompetenz wird zunehmend davon geprägt, Informationen kritisch zu evaluieren. Der Beitrag widmet sich aus theoretischer Warte der Frage, wie sich diese Fähigkeit als epistemisch wachsames Lesen beschreiben und über lesestrategische Vorgehensweisen als Prozessverbund modellieren lässt. Damit eröffnet er Perspektiven auf einen Transfer zwischen den Disziplinen und Fachdidaktiken.



Vermittlung von Erzählstrategien in der Primarstufe – Ein Implementationsprojekt der Pädagogischen Hochschule Niederösterreich

Sieberer, Elisabeth

Pädagogische Hochschule Niederösterreich, Österreich

In einer von Schriftlichkeit geprägten Kultur ist der Erwerb einer adäquaten Lese- und Schreibkompetenz für soziale Partizipation unabdingbar. Obwohl die Digitalisierung der Schriftkultur neue Zugänge zum Schreiben erfordert, schwankt die Unterrichtspraxis zwischen Tradition und Innovation. Die Implementation von neuen Ansätzen erweist sich als herausfordernd, da Fachdisziplin und Schulfach unterschiedliche Diskurswelten darstellen. Die Vermittlerrolle wird Fachdidaktiker*innen zugeschreiben, wobei sich professionelle Lerngemeinschaften als zielführend für die Implementation gezeigt haben.

Für den Erwerb und die Erweiterung von Schreibkompetenz erweisen sich die explizite Vermittlung von Schreibstrategien und der Erwerb selbstregulativer Kompetenzen als effektiv, eine Etablierung in der Unterrichtspraxis ist allerdings bisher nicht erfolgt. Das Projekt ‚Erwerb von Schreib- und Lesekompetenz lernförderlich begleiten‘ der Pädagogischen Hochschule Niederösterreich widmet sich, basierend auf einer Kooperation von Fachdidaktiker*innen, Lehrer*innen und Studierenden als professionelle Lerngemeinschaft, der Implementation der expliziten Vermittlung von Erzählstrategien in der Primarstufe.

Auf Grundlage der Daten aus einer mehrwöchigen Intervention in Form eines Schreibtrainings im Regelunterricht werden Best-Practice-Beispiele von Unterrichtssettings entwickelt und erprobt. Zur Dokumentation von Effekten erfolgt die Erhebung der Schreibkompetenz der Schüler*innen durch ein Pre-Posttest-Setting mit einem Rating der Schülerperformanzen, die Erhebung der selbstregulativen Kompetenzen mittels Fragebogen. Nach Erprobung und Weiterentwicklung der Settings ist eine Schulung von Multiplikator*innen in entwickelten, mehrteiligen Fortbildungslehrveranstaltungen vorgesehen.