Veranstaltungsprogramm

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Sitzungsübersicht
Sitzung
Strang 3: Einzelvorträge
Zeit:
Dienstag, 30.08.2022:
10:30 - 12:00

Ort: Seminarraum 02

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Präsentationen

Reflexion von Physikunterricht - Verzahnung physikdidaktischer Lehre und Forschung in den drei Phasen der Lehrkräftebildung

Korneck, Friederike; Große, André; Lamprecht, Jan; Szogs, Michael

Goethe-Universität Frankfurt, Deutschland

Welche Kompetenzen benötigen Physiklehrkräfte für die Gestaltung qualitäts¬vollen Unterrichts und wie können diese in allen Phasen der Lehrkräftebildung gefördert werden? Um diesen für die Lehrerbildung grundlegenden Fragen nachzugehen, wurde im Rahmen des Projekts Φactio gemeinsam mit und für Kolleg*innen aller drei Phasen der Lehrkräftebildung verzahnte Lehr-Forschungssettings konzipiert, in deren Zentrum die Reflexion von eigenem und fremdem Unterricht steht. Basis ist ein Manual zur Beobachtung, Erfassung und Analyse von Physikunterricht, das sich am Modell der Basisdimensionen von Unterrichtsqualität orientiert. Die phasenübergreifenden Settings wurden bereits mehrfach erprobt und beispielsweise für die Untersuchung des Zusammenhangs professioneller Kompetenzen von Lehrkräften und der Qualität ihres Unterrichts genutzt.



Erfassung diagnostischer Kompetenzen von Lehramtsanwärter*innen mit Fach Chemie

Bolte, Claus1; Wittchen, Sascha1; Machts, Nils2; Möller, Jens2

1Freie Universität Berlin, Deutschland; 2Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

Das Konstrukt der diagnostischen Kompetenz weist eine stark ausgeprägte, praxisbezogene Relevanz auf, da adaptive Unterrichtsgestaltungen ohne Kenntnisse der Leistungen und Lernvoraussetzungen einer Lerngruppe nicht möglich sind (Retelsdorf & Möller, 2016). Eine besonders objektive und authentische Erfassung diagnostischer Kompetenzen kann grundsätzlich mit Hilfe des Simulierten Klassenraums, einem digitalen Tool zur Simulation der Schüler-Lehrer-Kommunikation im Unterricht, erfolgen (Südkamp 2010; Bolte et al. 2011; 2021).

Im Rahmen unseres aktuellen Forschungsprojekts haben wir einen simulierten Klassenraum konstruiert, mit dessen Hilfe erstmalig zwei Beurteilungsdimensionen (eine personenbezogene und eine aufgabenbezogene Beurteilungsdimension; siehe Schrader, 1989) erfasst und differenziert analysiert werden können. In unserer Studie gehen wir der Frage nach, inwiefern Interdependenzen zwischen diesen Beurteilungsdimensionen bestehen. Außerdem wollen wir herausfinden, inwiefern das Instrument geeignet ist, diagnostische Kompetenzen (angehender) Lehrer*innen zu fördern.

In unserem Beitrag stellen wir den neu konzipierten Simulierten Klassenraum Chemie sowie erste Ergebnisse vor.



BMBF-MINT-Cluster AHOI_MINT: Von Familien geäußerte Bedarfe an non-formalen MINT-Angeboten

Komorek, Michael; Ahrenholtz, Imke; Naber, Jonathan; Sajons, Christin; Bliesmer, Kai

Universität Oldenburg, Deutschland

Gemäß MINT-Aktionsplan des BMBF wird im Nordwesten Niedersachsens AHOI_MINT als MINT-Cluster gefördert. Non-formale, außerschulische MINT-Bildungsangebote und schulische Angebote im AG-Bereich für 10-16jährige werden im Cluster aufgeschlossen, vernetzt und über ein Portal (www.ahoi-mint.de) beworben. Begleitforschung im Cluster bezieht sich auf die Nutzung und Wirkung non-formaler MINT-Angebote und auf den Bedarf, den Kinder/Jugendliche bzw. Familien hinsichtlich solcher Angebote äußern. In der präsentierten Studie wird untersucht, welche Interessen und Bedarfe bestehen, die von außerschulischen MINT-Lernorten oder von Schulen im AG-Bereich gedeckt werden können. Als Methode wird das problemzentrierte, teilstrukturierte qualitative Interview mit biografi¬schen und episodischen Anteilen eingesetzt. 10-16jährige bzw. ihre Eltern berichten über ihre Erfah¬rungen mit non-formalen Bildungsangeboten, über ihre Erwartungen an Inhalte, Methoden und Formate und darüber, unter welchen Bedingungen sie vorhandene oder neue Angebote im Sinne von 'free-choice-learning' nutzen oder nutzen würden. Im Vortrag werden Ergebnisse aus rund 25 mehrstündigen Interviews zur Diskussion gestellt.