Veranstaltungsprogramm

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Sitzungsübersicht
Sitzung
Strang 3: Einzelvorträge
Zeit:
Montag, 29.08.2022:
16:00 - 17:30

Ort: Seminarraum 02

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Präsentationen

Kursierende Konzepte: Zum Transfer der Conceptual Change Forschung unter den Fachdidaktiken

Bohlmann, Markus

Westfälische Wilhelms-Universität Münster, Deutschland

Als ein bedeutendes Forschungsdesign aller Fachdidaktiken zeichnet sich „Research on attitudes and pre-concepts“ ab (Riegel & Rothgangel, 2021, S. 12). Dabei können Differenzen darin bestehen, wie eher hermeneutisch und eher empirisch orientierte Fachdidaktiken Präkonzepte begreifen (Ebd. S. 14). Diese Differenzen sind Teil eines aneignenden und gleichzeitig abgrenzenden Transferprozesses der Conceptual Change Forschung in den Fachdidaktiken. Im Vortrag wird der Transferprozess zwischen der Didaktik der Naturwissenschaften und der Didaktik der Philosophie rekonstruiert. Mit den Mitteln der analytischen Philosophie lassen sich zwei unterschiedliche, inkommensurable Formen von Präkonzeptkonzepten identifizieren: Präkonzepte als mentale Modelle und Präkonzepte als disparates Vorwissen. Das Präkonzeptkonzept mentaler Modelle ist dabei eine Übertragung aus der Didaktik der Naturwissenschaften, die in der Theoretischen Philosophie eingesetzt wird (Bohlmann, 2014, 2016, 2017; Bohlmann & Verfers, 2019; Zimmermann, 2016); während das Konzept disparaten Vorwissens eher praktische Probleme der Ethik erschließt, indem es eine große Menge von Schüleraussagen als Präkonzepte gelten lässt (Martena & Burkard, 2018; Thein, 2020b, 2020a). Ich zeige, dass mentale Modelle eine Semantik besitzen, man kann mit ihnen operieren. Dagegen hat disparates Vorwissen propositionalen Gehalt, hier werden Aussagen getroffen, die wahr oder falsch sein können. Ich diskutiere eine Lösung der Inkommensurabilität, die darin besteht, Präkonzepte durchgängig als Konzeptualisierungen zu begreifen.



Ganzheitliche Schulentwicklung in Zeiten der digitalen Transformation – Case-Study-Analyse eines partizipativen Selbstevaluationstools

Wohlfart, Olivia; Wagner, Ingo

Karlsruher Institut für Technologie, Deutschland

Die pädagogische und (fach-)didaktische Integration digitaler Medien nimmt eine besondere Rolle im Rahmen der Schulentwicklung in Reaktion auf die digitale Transformation ein. Um digitale Medien übergreifend und nachhaltig an Schulen und im Unterricht zu implementieren ist als Transferstrategie ein Empowerment-Ansatz besonders erfolgversprechend, um Wissen aus der Forschung wechselseitig mit Selbstevaluationen des digitalen Transformationsprozesses an den Einzelschulen zu verknüpfen. Um die Qualität einer weitestgehend autonom agierenden Schule nachhaltig zu sichern, existieren verschiedene Konzepte, welche besonders durch externe und interne Evaluationsprozesse gekennzeichnet sind. Ziel dieser Studie ist es, mittels einer umfangreichen Case-Study die Wirkung des kontinuierlichen Evaluationsprozesses auf die digitale Transformation einer Schule zu analysieren. Im Rahmen der Case-Study wurden parallel zur Durchführung einer exemplarischen Selbstevaluation mehrepisodische Interviews mit verschiedenen Stakeholdern geführt und Erkenntnisse aus den verschiedenen Erhebungen trianguliert. Lücken und Schwächen hinsichtlich der Implementierung digitaler Medien in der Schule wurden auf verschiedenen Ebenen aufgedeckt und konkrete Prozesse angestoßen. Hinsichtlich der Schulentwicklungsdimensionen wurden verschiedene Wirkungsebenen deduziert, wobei sich diese insbesondere auf die fachdidaktische Unterrichtsentwicklung und die Wahrnehmung des Einsatzes (fachspezifischer) digitaler Medien bezogen.



Interdisziplinärer Transfer zwischen Fachdidaktiken durch eine Nachhaltige Integration von fachdidaktischen digitalen Lehr-Lern-Konzepten

Standl, Bernhard; Schlomske-Bodenstein, Nadine; Weber, Stefan; Hahn, Sonja

Pädagogische Hochschule Karlsruhe, Deutschland

Ausgehend von den Fachtraditionen entwickelten auch Fachdidaktiken individuelle Herangehensweisen und epistemologische Überzeugungen bei der Kontextualisierung von digitalen Lehr-Lern-Medien in Professionalisierungsprozessen von angehenden Lehrpersonen. Das Projekt InDiKo (Nachhaltige Integration von fachdidaktischen digitalen Lehr-Lern-Konzepten) an der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe ist ein Hochschulentwicklungsprojekt, wo nicht nur sieben unterschiedliche Fachdidaktiken an Ansätzen zur Digitalisierung von Hochschullehre im Lehramt arbeiten, sondern diese insbesondere durch ein integratives Promotionskolleg und der Identifizierung von Transfermöglichkeiten über die Verallgemeinerung von Best-Practices und Grundkompetenzen in der Medienbildung flankiert werden. Dieser Beitrag stellt das Projekt vor und berichtet von wichtigen Zwischenergebnissen.