Veranstaltungsprogramm

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Sitzungsübersicht
Sitzung
Strang 4: Einzelvorträge
Zeit:
Dienstag, 30.08.2022:
15:00 - 16:30

Ort: Seminarraum 03

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Präsentationen

Transformation Nachhaltiger Ernährung: Schulgarten goes Sustainable

Grundmann, Stephanie; Groth, Karin; Langen, Nina

Technische Universität Berlin, Deutschland

Transformationsprozesse für eine Nachhaltige Ernährung bzw. Nachhaltige Entwicklung sowie deren Etablierung in Bildungsprozessen ist eine „Grand Challenge“ unseres Jahrzehnts und zukünftige Lehrkräfte müssen dafür professionalisiert werden.

Als exemplarisches Prinzip für eine Nachhaltige Ernährung ist der Anbau von Lebensmitteln, z. B. in einem Schulgarten geeignet, da der Kreislaufgedanke dort vollständig nachvollzogen werden kann. Der Beitrag nimmt das Kooperationsprojekt „CampusAckerdemie - Schulgarten goes Sustainable“, das im Sommersemester 2021 an der TU Berlin im Fachgebiet Bildung für Nachhaltige Ernährung und Lebensmittelwissenschaft (B!NErLe) mit Acker e.V. im Rahmen eines Mastermoduls studiengangsübergreifend für Lehramtsstudierende der Arbeitslehre und der Beruflichen Fachrichtung Ernährung und Hauswirtschaft durchgeführt wurde als Ausgangspunkt für die Diskussion von Gelingensbedingungen und Herausforderungen, um Transformationsprozesse für eine Nachhaltige Ernährung bzw. Nachhaltige Entwicklung in der Schule zu initiieren und zu etablieren. Außerdem werden relevante Aspekte in Bezug auf die Verzahnung von Fachwissenschaft, Fachpraxis und Fachdidaktik sowie methodisch-didaktische Konsequenzen, die sich für entsprechende universitäre Lehr-Lernformate ergeben, abgeleitet.



Die Eignung materialbasierten Planens als Unterrichtsplanungssetting in der universitären Lehrer:innenbildung

Koberstein-Schwarz, Maren; Meisert, Anke

Universität Hildesheim, Deutschland

Das Planen von Unterricht ist zentraler Bestandteil des Lehrer:innenalltags und gleichzeitig für wenig routinierte angehende Lehrkräfte eine große Herausforderung. Um dieser Herausforderung zu begegnen, ist die Förderung von Planungskompetenz bereits im Studium unabhängig von der schulpraktischen Umsetzung (z.B. Planung für Microteaching-Sequenzen) verankert. Ob ein Planungssetting für die Förderung von Planungskompetenz geeignet ist zeigt sich darin, wenn Studierende im Planungsprozess zentrale Planungsüberlegungen tätigen und dabei gefordert, aber nicht überfordert sind. Es hat sich z.B. gezeigt, dass die freie Materialsuche im Internet oder das Planen für unbekannte Lerngruppen auf Grund von großen Unsicherheiten zu zusätzlichen Planungsproblemen und damit Überforderung führen. In dieser Studie wird daher ein Planungssetting entworfen und analysiert, in dem der Planungsprozess durch angemessene Kontextualisierung und ein gezieltes Materialangebot (materialbasiertes Planen) entlastet und somit eine Fokussierung auf zentrale Planungsüberlegungen ermöglicht wird. Die Analyse entsprechender Planungsprozesse von neun angehenden Biologielehrkräften zeigt, dass dieses materialbasierte Planen elementaren Planungsüberlegungen bzgl. des Unterrichtsablaufs und der intendierten kognitiven Prozessen der Schüler:innen unterstützt, während kaum Ablenkung durch fehlende Kontextualisierung oder überfordernde Materialsuche besteht. Das materialbasierte Planen bietet somit ein aussichtsreiches Planungssetting zur Förderung von Planungskompetenz in der Lehrer:innenbildung, dessen Potenzial es zukünftig für weitere Fächer zu überprüfen gilt.



Schule im Museum

Brait, Andrea1; Fauland, Sabine2

1Universität Innsbruck; 2Museumsbund Österreich

Geschichtsdidaktik und Kulturvermittlung sind sich seit den 1970er-Jahren zunehmend darin einig, dass Museumsbesuche im Geschichtsunterricht einen enormen Mehrwert darstellen. Zentral für alle geschichtsdidaktischen Überlegungen im Zusammenhang mit dem Museum sind die ausgestellten Originalobjekte – die Lernpotentiale in Museen ergeben sich insbesondere über diese bzw. die „unmittelbare sinnliche Erfahrung“ (Hartung 2020). Ausgehend von empirischen Forschungserkenntnissen im Zusammenhang mit Museumsbesuchen im Geschichtsunterricht (Brait 2020) wird im Rahmen des durch das BMKÖS geförderten Projekts „Schule im Museum“ der Kontakt zwischen der universitären Geschichtsdidaktik und der Kulturvermittlung gefördert – zum einen durch Workshops für Museen, in denen Kulturvermittler:innen Lehrpläne und die Chancen für Vermittlungsprogramme nähergebracht werden, und zum anderen durch eine Webseite (www.schule-im-museum.at), auf der lehrplanrelevante Vermittlungsprogramme für Lehrkräfte gesammelt vorgestellt werden. Im Rahmen des Vortrages wird dieser Transfer von geschichtsdidaktischen Forschungserkenntnissen in die museale Geschichtsvermittlung in den Blick genommen.