Veranstaltungsprogramm

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Sitzungsübersicht
Sitzung
Strang 4: Einzelvorträge
Zeit:
Montag, 29.08.2022:
16:00 - 17:30

Ort: Seminarraum 03

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Präsentationen

„Geographielehrkraft m/w/d sucht Fortbildung zu ...“ – Eine Empirische Studie zu den Interessen von Geographielehrkräften in Nordrhein-Westfalen

Meurel, Melissa

WWU Münster, Institut für Didaktik der Geographie

Eine zentrale Bedeutung zur berufsbegleitenden Professionalisierung werden Fortbildungen zugesprochen, um die sich stetig wandelnden Herausforderungen des Unterrichtsalltags bewältigen zu können. Wenngleich für eine möglichst hohe Fortbildungsaktivität sowie Wirksamkeit bei der Angebotsplanung die Interessen der Lehrkräfte berücksichtigt werden sollten, besteht häufig, konkret auch in Nordrhein-Westfalen, eine fehlende Passung zwischen Angebot und Nachfrage. An dieser Stelle setzt die vorliegende explorative Studie an, bei der im Rahmen einer empirischen Untersuchung die Interessen an fachspezifischen Inhalten und Tätigkeiten im Kontext von Fortbildungen aus der Perspektive von Geographielehrkräften sowie potenzielle Einflussfaktoren auf das Interesse ermittelt werden. Auf der Grundlage der Forschungsergebnisse sollen Handlungsempfehlungen hinsichtlich der Gestaltung zukünftiger Lehrkräftefortbildungen im Fach Geographie abgeleitet werden. Das Forschungsvorhaben wird methodisch mittels qualitativer Vorstudie in Form von Experti*nneninterviews (N=8) sowie anknüpfend mittels quantitativer Hauptstudie in Form einer standardisierten Online-Umfrage (N=172) umgesetzt (Vorstudienmodell).

Im Vortrag wird das Forschungsdesign erläutert und reflektiert, die Ergebnisse der quantitativen Hauptstudie präsentiert sowie abschließend über den Transfer der Studienbefunde auf andere Fachdisziplinen diskutiert.



Didaktische Grundlegung einer nachhaltigkeitsorientierten Weiterbildung

Pranger, Jan1; Reißland, Jens2; Müller, Claudia2

1Leuphana Universität Lüneburg, Deutschland; 2Universität Erfurt, Deutschland

Der Transfer wissenschaftlicher Erkenntnisse in die Gesellschaft ist mit einer Vielzahl von Her-ausforderungen verbunden. Gesamtgesellschaftliche Probleme, die aus einer komplexen Ge-mengelage unterschiedlicher Sachzusammenhänge bestehen und nicht auf ausschließlich einen Lösungsansatz „reduziert“ werden können, sondern eine ganzheitliche Betrachtungsweise bedürfen, gehen über den Rahmen einzelner Disziplinen hinaus. Ein aktuelles Beispiel hierfür stellt die regulative Idee einer nachhaltigen Entwicklung dar. Forschungstransfer ist hier in vielschichtigen Bereichen notwendig, da der Diskurs zur nachhaltigen Entwicklung nahezu alle Felder der gesellschaftlichen Strukturen betrifft. Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) spielt hierbei eine zentrale Rolle und greift innerhalb ihrer Didaktik vermehrt auf transdisziplinäre Ansätze zurück, die Wissen unterschiedlicher Fachdisziplinen und Praxisbereichen zusammenführen.

Innerhalb der beruflichen Bildung wurden in den letzten Jahren verschiedene didaktische Kon-zepte im Rahmen der transdisziplinären Modellversuchsforschung entwickelt und erprobt, die sich mit unterschiedlichen Fragestellungen zur Berufsbildung für nachhaltige Entwicklung (BBNE) auseinandergesetzten. Eine wesentliche Herausforderung besteht nun im Transfer der Ergebnisse in die Bildungspraxis. Hier knüpft der Beitrag an, indem zunächst Herausforderun-gen des BBNE-Transfers aus didaktischer Perspektive skizziert werden. Als mögliche Lösung wird darauf aufbauend eine didaktische Grundlegung einer nachhaltigkeitsorientierten Weiter-bildung vorgestellt, die derzeit in einem Projekt zum BBNE-Transfer entwickelt wird. Folgend sollen erste Erkenntnisse zu Gelingensbedingungen des Transfers zwischen Wissenschaft und Gesellschaft präsentiert werden.



Was heißt hier »Verbraucherbildung«? Auffassungen und Ausrichtungen eines multidisziplinären Felds

Müller, Heike

Technische Universität Berlin, Deutschland

Verbraucherinnen- und Verbraucherbildung hat (wieder) Konjunktur. Daran sind Akteurinnen und Akteure aus vielfältigen Kontexten beteiligt, u. a. Schulen, aus Fachdidaktiken, weiteren wissenschaftlichen Disziplinen sowie Bildungs- und Verbraucherpolitik. Aus dem Blickwinkel fachdidaktischer Transferforschung wird deutlich, dass mit dem Begriff »Verbraucherbildung« Unterschiedliches bezeichnet wird. Zur Weiterentwicklung des Felds erscheint eine empirisch-gestützte Differenzierung erstrebenswert. Im Vortrag wird eine Studie vorgestellt, in der inhaltliche und organisatorische Merkmale von Publikationen zur »Verbraucherbildung« untersucht werden. Im Beitrag wird der Frage nachgegangen, wie der Begriff in Publikationen des Felds verwendet wird und welche Auffassungen und Ausrichtungen dabei identifizierbar sind. Aus der Perspektive der haushaltsbezogenen Bildung werden im Vortrag erste Befunde vorgestellt und hinsichtlich des Transfers Wissenschaft, Schule und Bildungspolitik diskutiert.