Veranstaltungsprogramm

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Sitzungsübersicht
Sitzung
Strang 2: Einzelvorträge
Zeit:
Dienstag, 30.08.2022:
10:30 - 12:00

Ort: Seminarraum 01


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Präsentationen

Theorie-Praxis-Tandems als gewinnbringende Transferstrategie – Erkenntnisse einer DBR-Studie im Rahmen des bilingualen Geographieunterrichts

Serwene, Pola

Institut für Umweltwissenschaften und Geographie, Universität Potsdam, Deutschland

Die Kooperation zwischen Forschenden und Praxis-Akteur*innen ist ein integraler Bestandteil von Design-Based-Research (DBR). Im Rahmen des Dissertationsprojekts „Geographie verstehen durch Zweisprachigkeit – eine DBR-Studie im bilingualen Geographieunterricht am Beispiel des Fachkonzepts Wandel“ erfolgte in allen Phasen (Design-, Umsetzungs-, und Analysephase) eine Kooperation zwischen Forschenden und Praxis-Akteur*innen in Form eines Theorie-Praxis-Tandems. Die pädagogische Intervention wurde gemeinschaftlich entwickelt, im Unterricht erprobt sowie die Design-Evaluation in einem reflexiven Dialog ausgewertet. Basierend auf Erkenntnissen aus den ausgewerteten Unterrichtsvideos und dem geführten Forschungstagebuch soll die Kommunikation und Ausgestaltung des praktizierten Theorie-Praxis-Tandems Gegenstand des Beitrags sein. Darüber hinaus werden Gelingensbedingungen für eine erfolgreiche Wissenschaft-Praxis-Kommunikation diskutiert.



GEOGRAPHISCHES LEHREN UND LERNEN – MEHR ALS STADT, LAND, FLUSS? Überzeugungen und fachdidaktisches Wissen von Grundschullehramtsstudierenden zur geographischen Perspektive des Sachunterrichts: eine quasi-experimentelle Interventionsstudie

Haltenberger, Melanie

Universität Augsburg, Deutschland

Grundlage der Studie bildet das Modell der professionellen Handlungskompetenz von Lehrpersonen, wonach fachdidaktisches Wissen und Überzeugungen als bedeutsame Prädiktoren für das Lehrerhandeln und den Lernerfolg der Schüler*innen erachtet werden (Kunter et al. 2011). Fachdidaktisches Wissen als Teilbereich des Professionswissens wird vor allem in der ersten und zweiten Ausbildungsphase erworben (Kleickmann et al. 2017), Überzeugungen überwiegend vor oder während der Studienzeit (Kuhl et al. 2013). Eine Entwicklung und Veränderung der beiden Konstrukte ist daher durch universitäre Ausbildung im Rahmen von längerfristigen Interventionsprogramme möglich (Kleickmann et al. 2017, Reichhart 2018). Offen bleibt die Frage, welches fachdidaktische Wissen und welche Überzeugungen Grundschullehramtsstudierende zur geographischen Perspektive des Sachunterrichts (gefasst über die zentralen Basiskonzepte des Fachs Geographie, Fögele 2016) aufweisen und inwieweit sich diese durch universitäre Ausbildung verändern lassen. Anhand einer empirischen, quasi-experimentellen Interventionsstudie im Prä-, Post- und Follow-Up Design werden das fachdidaktische Wissen und die Überzeugungen von Grundschullehramtsstudierenden (N=574) mittels Fragebogen an fünf Universitätsstandorten erfasst. Die Experimentalgruppe (N=420) nimmt an einer Seminarintervention (Vernetzung der Geographie- und Sachunterrichtsdidaktik) zur geographischen Perspektive des Sachunterrichts teil, während die Kontrollgruppe (N=154) ein reguläres Sachunterrichtsseminar besucht. In Bezug auf das fachdidaktische Wissen zeigen sich Wissenszuwächse im Bereich der Präkonzept- und der Aufgabenanalyse, hinsichtlich der Überzeugungen differente Ergebnisse.



Erkenntnistransfer aktueller Forschungserkenntnisse zur wirtschaftlichen Entwicklung Chinas in den Geographieunterricht (Chi-Trans)

Jakobs, Lasse1; Fögele, Janis2; Mehren, Rainer3; Liefner, Ingo4; Losacker, Sebastian4

1Justus-Liebig Universität, Gießen; 2Stiftung Universität, Hildesheim; 3Westfälische Wilhelms-Universität, Münster; 4Leibniz Universität, Hannover

Das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderte Projekt Chi-Trans ist ein Verbundprojekt der geographiedidaktischen Institute Gießen, Münster und Hildesheim, des wirtschaftsgeographischen Instituts Hannover und der hessischen Lehrkräfteakademie. Innerhalb des Projekts wurden über einen einjährigen Zeitraum symbiotische Lehrkräftefortbildungen mit den hessischen Fachleitungen des Fachs Geographie (Sek. 1 & 2) veranstaltet, in denen in gemeinsamer Zusammenarbeit fachlich hochwertige und didaktisch-methodisch innovative Lehr- und Lernarrangements zu neuen Erkenntnissen der wirtschaftlichen Entwicklung Chinas (Schwerpunkt: Neues Selbstverständnis & eigenständige Innovationen) besprochen, entwickelt und durch Multiplikation in den Ausbildungsseminaren und Schulen Hessens verbreitet wurden. Im Rahmen der fachdidaktischen Begleitforschung wurden über den gesamten Zeitraum mehrfach Gruppendiskussionen in festen Gruppen durchgeführt, die prozessanalytisch mit der dokumentarischen Methode ausgewertet werden. Im Fokus des Erkenntnisinteresses stehen die habituellen und implizit-handlungsleitenden Orientierungen der Fachleitungen im Kontext des Transfers unterrichtlicher Innovationen. Ausgewählte Erkenntnisse der Datenauswertung ermöglichen die Rekonstruktion unterschiedlicher Orientierungen hinsichtlich der Gestaltung von Transferprozessen (transmissiv-ergänzend – kooperativ-entwickelnd). Zudem zeigen sich ambivalente Orientierungen im Kontext des eigenen Berufshabitus (konventionell/tradierend – suchend – multiplizierend). Weitergehend sollen mögliche Veränderungen der Orientierungen prozessanalytisch im Verlauf der Fortbildungen ausgewertet sowie gemeinsam mit den Ausbildenden responsiv evaluiert werden. Der Vortrag möchte zentrale Ergebnisse sowie sich daraus ergebende Ableitungen für die Transferforschung und -praxis vorstellen.



 
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