Veranstaltungsprogramm

Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Veranstaltung.
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Sitzungsübersicht
Sitzung
Vielfalt von Modellen und Abschlüssen
Zeit:
Freitag, 16.09.2022:
11:00 - 12:30

Chair der Sitzung: Thomas Bertram, Leibniz Universität Hannover
Ort: Audimax

HWR Campus Lichtenberg Haus 1 Audimax (1. Etage)

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Präsentationen

‚In the making‘ — Länderübergreifende Diffusion eines Abschlusssystems der hochschulischen Weiterbildung

Walburga Katharina Freitag

Deutsches Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung DZHW, Deutschland

Aktuelle Publikationen (Reum et al. 2020; Raecke 2020; Freitag et al. 2020) weisen auf einen institutionellen Wandel der wissenschaftlichen Weiterbildung in Deutschland durch die Einführung eines neuen Abschlusssystems hin. Dieses besteht aus - auf bestimmte Weise - normierte Hochschulzertifikate und damit einhergehende diese bezeichnende neue Bildungstitel, die unterhalb akademischer Bachelor- und Mastergrade angesiedelt sind (DGWF 2018). Je nach Ausgestaltung des Systems besteht die Option, mehrere Zertifikatsabschlüsse zu einem akademischen Grad zu akkumulieren. Bei dem System handelt es sich auf den ersten Blick um die ‚Nachahmung‘ (Krücken/Röbken 2009) eines von Schweizer Universitäten entwickelten und rechtlich sowie kulturell bereits legitimierten Modells (Zimmermann 2019).

Im Mittelpunkt des aus Eigenmitteln finanzierten Anforschungsprojekts stehen Fragen nach der institutionellen Ausgestaltung des Weiterbildungssystems der Schweizer Hochschulen und den Gemeinsamkeiten sowie Differenzen des Systems für Hochschulen in Deutschland. Empirisch beobachtbare Entwicklungen werden auf Grundlage des soziologischen Neo-Institutionalismus (Walgenbach/Meyer 2008) analysiert. Dieser Ansatz stellt einen konzeptionellen Rahmen sowie Begriffe bereit, die für das Verständnis und die Einordnung der beobachtbaren Prozesse und Regelungen weiterführend sind. Die Präsentation fokussiert auf die rechtliche Institutionalisierung (Scott 1995) des Schweizer Weiterbildungssystems und Fragen von struktureller Isomorphie.

 


Vielfalt durch Flexibilisierung? - Die Entwicklung kleinteiliger Angebote als Herausforderung für Weiterbildungsakteure

Joachim Stöter1, Valerie Hug2

1Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, Center für Lebenslanges Lernen (C3L); 2Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, Arbeitsbereich Bildungsmanagement

Im Laufe der beiden Förderphasen des Bund-Länder-Wettbewerbs „Aufstieg durch Bildung“ (2011-2020) wurde der Akzent bei der Entwicklung wissenschaftlicher Weiterbildungsangebote zunehmend auf Zertifikatsprogramme gesetzt (Nickel & Thiele, 2020). Auch die HRK beschreibt „Micro-Degrees als Formate digitaler Zusatzqualifikation“ (HRK 2020), Abschlüsse wie CAS/DAS gelten als logische, aber anspruchsvolle Weiterentwicklungen bestehender Angebotsformate (Zimmermann, 2019).
Was bedeutet diese Veränderung in der Programmgestaltung konkret für das Portfolio und notwendige Anpassungsprozesse etablierter Weiterbildungsakteure, die bereits vor dieser Projektphase auf diesem Markt aktiv waren?
Im Vortrag wird anhand der Entwicklungen am Center für Lebenslanges Lernen (C3L) der Universität Oldenburg beschrieben, wie bestehende Formate als inhaltlicher Ausgangspunkt für eine durch digitale Elemente flexibilisierte Angebotsentwicklung nutzbar gemacht werden. Gleichzeitig dienen inhaltlich neue, kleinteilige Formate dazu, aktuelle Themen zu erschließen und sich damit auf spezifischen Märkten zu positionieren, insbesondere unter Beteiligung ausgewiesener Kooperationspartner. Besondere Herausforderungen zeigen sich bei der Überführung dieser flexiblen Formate in bestehende institutionelle Strukturen. Fokussiert werden insbesondere Erfahrungen hinsichtlich der Skalierbarkeit von Angeboten durch Digitalisierung, des veränderten Buchungsverhaltens der Teilnehmenden sowie des veränderten Rollenverständnisses der Lehrenden und der damit einhergehenden notwendigen Anpassung bestehender Inhalte im Rahmen dieses Transformationsprozesses.


Stöter-Vielfalt durch Flexibilisierung-122.pdf


 
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