Veranstaltungsprogramm

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Sitzungsübersicht
Sitzung
Governance, rechtlicher Rahmen und organisationale Einbettung
Zeit:
Donnerstag, 15.09.2022:
11:30 - 13:00

Chair der Sitzung: Thomas Bertram, Leibniz Universität Hannover
Ort: Audimax

HWR Campus Lichtenberg Haus 1 Audimax (1. Etage)

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Präsentationen

Zertifikate und Micro-Credentials – Landesrechtliche Rahmenbedingungen besser verstehen und Perspektiven entwickeln

Kerstin Altherr1, Ulrich Wacker2, Christine Bauhofer3, Heike Gronau4, Philipp Schickl5

1Universität Potsdam; 2Universität Konstanz, Deutschland; 3Tutech Innovation GmbH; 4Akademie der Ruhr-Universität Bochum; 5Hochschule Osnabrück

Um wissenschaftliche Weiterbildungsangebote mit Zertifikatsabschluss als Basis für kohärente kumulative Weiterbildungsmodelle sowohl auf Bachelor- als auch auf Masterniveau zu systematisieren, hat die DGWF ein Transparenzraster entwickelt. Gerade kompakte Zertifikatskonzepte zeigen bei Anrechenbarkeit und Kumulation die Vorteile eines schlüssigen Standardisierungsansatzes. Auch für das jüngst intensiv diskutierte Abschlusskonzept Micro-Credential empfiehlt die EU-Kommission Standardisierungsstrategien.

Für wissenschaftliche Weiterbildungsinhalte, die mit Zertifikat oder Micro-Credential abschliessen, bilden die 16 Landeshochschulgesetze die zentralen rechtlichen Rahmenbedingungen. Zwar existieren bereits synoptische Ansätze. Allerdings fehlt bis dato ein umfassender Vergleichsansatz, der beispielsweise Lücken beschreibt, die eine schlüssige Angebotsumsetzung immer wieder vor rechtliche Herausforderungen stellt. Auch fehlt eine detaillierte, vergleichende Systematisierung der rechtlichen Rahmenbedingungen, um diese mit Blick auf ihre Leistungsfähigkeit zu diskutieren. Zudem bestehen bei der Vergabe von Leistungspunkten bei Zertifikatsangeboten nach wie vor rechtliche Klarstellungs- und Regelungsbedarfe – vom Landesrecht bis hin zu prüfungsrechtlichen Rahmenregelungen auf Hochschulebene.

Ein von der DGWF finanziertes Projekt zielt auf diese vergleichende Analyse. Hierzu sollen erste Projektergebnisse präsentiert werden, die in den von der Arbeitsgemeinschaft der Einrichtungen für Weiterbildung an Hochschulen (AG-E) geführten Governance Diskurs eingeordnet werden. Auf dieser Grundlage soll schließlich ein weiteres Arbeitsprogramm skizziert und kritisch diskutiert werden.


Altherr-Zertifikate und Micro-Credentials – Landesrechtliche Rahmenbedingungen besser verstehen und P.pdf


Flexible und individuelle Bildungswege gestalten - Anpassungsmöglichkeiten der Qualitätssicherung an die wissenschaftliche Weiterbildung

Katrin Jäser, Heike Bartholomäus, Linda Häßlich, Silke Michalk

Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg, Deutschland

Hochschulen verstehen Bildung zunehmend als biografiebegleitenden, lebenslangen Prozess. Neben dem Hochschulstudium bestehen mit individualisierten Qualifizierungsangeboten der wissenschaftlichen Weiterbildung weitere Zugangswege an die Hochschule.

Den Empfehlungen des Wissenschaftsrates (2019) folgend soll an der BTU die Durchlässigkeit durch bedarfsgerechte, auch weiterbildende Studienangebote und einem Übergangsmanagement zwischen beruflicher und hochschulischer Bildung verbessert werden. Neben der initialen akademischen Qualifizierung bietet die Weiterbildung mit individualisierten Studiermöglichkeiten Zugangswege für heterogene Zielgruppen z.B. ältere Studierende, Studierende mit einer beruflichen Vorbildung und berufstätige Studierende, die zu den traditionellen Zielgruppen hinzukommen. (vgl. Nickel & Thiele, 2017)

Neben den klassischen, akkreditierten Weiterbildungsstudiengängen boomen Kurzformate, wie Zertifikatsangebote an deutschen Hochschulen (vgl. Reum, Nickel & Schrand, 2020). Diese Programme bieten eine besondere Herausforderung in der Qualitätssicherung. Neben der Qualität auf der Kurs- und Programmebene bedarf es einer Qualitätssicherung auf organisatorischer Ebene, um Zu- und Übergänge bzw. Durchlässigkeit in der wissenschaftlichen Weiterbildung systematisch gestalten zu können. (vgl. Maschwitz & Broens, 2020)

Der Beitrag zeigt auf, mit welchen konkreten Schritten und Instrumenten die Weiterbildung der BTU das Erfordernis der Durchlässigkeit für individuelles Lebenslanges Lernen umsetzt, auf die Ausdifferenzierung und die Überlappung der Bildungsteilsysteme reagiert und damit die Bildungsteilhabe fördert.


Jäser-Flexible und individuelle Bildungswege gestalten-113.pdf


 
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