Veranstaltungsprogramm

Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Tagung.
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Sitzungsübersicht
Sitzung
Fernstudium: Fernstudium
Zeit:
Donnerstag, 19.09.2019:
11:15 - 14:45

Chair der Sitzung: Sylvia Stamm
Chair der Sitzung: Ulrich Iberer

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Präsentationen
11:15 - 12:00

Neue Wege in der Lehre mit Lab@Home

Raphael Kurz1, Margot Klinkner2, Marc Bludau2

1Hochschule Darmstadt, Deutschland; 2zfh – Zentrum für Fernstudien im Hochschulverbund

Gegenüber Präsenzstudiengängen steht die Fernlehre vor der Herausforderung, Praxisanwendung, soziale Interaktion und die Aktivierung der Studierenden in den Lernprozess einzubinden. Daher widmet sich das zfh – Zentrum für Fernstudien im Hochschulverbund gemeinsam mit den Hochschulen intensiv der Weiterentwicklung der Fernlehrdidaktik. Im Folgenden wird dazu der Lab@Home-Ansatz der Hochschule Darmstadt vorgestellt.

Die Miniaturisierung und die erhebliche Verbilligung im Bereich der Einplatinen-Computer (Arduino & Raspberry Pi) eröffnen neue Wege in der Lehre. Im Fernstudiengang Zuverlässigkeitsingenieurwesen erhalten die Studierenden Platinen, Controller und elektrotechnische Bauteile, um sich ein Heimlabor einzurichten. Ausgestattet mit aktueller Hardware und Software, die die reale technische Umgebung nachbildet, können sie ein breites Spektrum von industrienahen Aufgaben selbstständig lösen.

Die Didaktik orientiert sich am konstruktivistischen Lernverständnis. Nach Mandl et al. (2004, S. 9ff) sind fünf Aspekte für das Gelingen eines Lernprozesses relevant: Lernen ist ein aktiver, konstruktiver, emotionaler, selbstgesteuerter und sozialer Prozess.

Diese Bedingungen bilden den didaktischen Rahmen für den Lab@Home-Lernansatz:

1. Bearbeiten der Studienbriefe und Einrichtung des Heimlabors

2. Übungen im Heimlaobor und Einsendeaufgaben

3. Präsenzveranstaltung an der Hochschule

4. Prüfungsvorbereitung mit Heimlaborvor

Der Ansatz steht in der Lerntradition der Fachhochschulen. Wissensaneignung ist dabei nicht auf reine Theorievermittlung beschränkt, sondern es werden in industrienahen Laborübungen aktiv Kompetenzen angeeignet (Learning by Doing).

Kurz-Neue Wege in der Lehre mit Lab@Home-115.pdf


12:00 - 12:15

Möglichkeit zum schnellen Raumwechsel

Jan Ihwe

Universität Freiburg, Deutschland

wird für Sessionplanung benötigt!



12:15 - 13:00

Onlife Learning Spaces. Gestaltungsszenarien von Lernorten bei der Digitalisierung des Lernraums Hochschule

Katja Ninnemann

SRH Higher Education GmbH, Deutschland

Technologische und kulturelle Transformationsprozesse der Informations- und Wissensgesellschaft erodieren zunehmend die Grenzen zwischen digital und analog bzw. online und offline. Floridi (2014) hat für den damit einhergehenden Perspektivwechsel von Handlungsräumen den Begriff „Onlife“ geprägt. Mit der experimentellen Bezeichnung „Learning Onlife“ (Norberg 2017) wird der Diskurs im Bereich der Hochschulbildung weitergeführt, um die Dichotomie zwischen orts- und zeitsynchronen Präsenzstudienangeboten sowie medienbasierten und damit orts- und zeitunabhängigen Bildungsangeboten auszuhandeln.

Aufgrund des aktuellen Forschungsstands über die Zusammenhänge von Lernen und Raum gilt es in diesem Kontext auch Perspektiven für ‚Onlife Learning Spaces‘ zu identifizieren: Empirische Erkenntnisse zu Gestaltungspraktiken bei der Zusammenführung virtueller und physischer Lernumgebungen an Hochschulen zeigen, dass damit grundlegende Veränderungen bei der Verortung von Lehr- und Lernprozessen einhergehen (Ninnemann 2018; Ninnemann/Jahnke 2018).

Mit dem Forschungsprojekt ‚Neukodierung von Lernen und Raum‘ werden aus der Nutzerperspektive von Fernstudierenden bereits aktivierte ‚Onlife Learning Spaces‘ untersucht. Mittels qualitativer und quantitativer Methoden werden relevante Entscheidungskriterien zur Auswahl und damit einhergehender Präferenzen und Anforderungen zur Aneignung von Lernorten durch ‚Onlife Students‘ identifiziert und darüber Erkenntnisse für zukünftige Gestaltungsszenarien gewonnen. Mit dem Beitrag können erste Erkenntnisse des Forschungsprojektes präsentiert und diskutiert sowie Impulse für räumliche Strategien bei der Entwicklung digitaler Bildungsangebote gegeben werden.

Ninnemann-Onlife Learning Spaces Gestaltungsszenarien von Lernorten bei der Digitalisierung des Lernraums.pdf


13:00 - 14:00

Mittagspause

Jan Ihwe

Universität Freiburg, Deutschland

wird für Sessionplanung benötigt!



14:00 - 14:45

Workshops auf Basis von LMS digital ergänzen: Ein zukunftsfähiges Konzept für CAS-Formate, wenn da nur die Lernenden nicht wären

Friederike Baum, Petra Fetzer

PH Heidelberg, Deutschland

Im Beitrag geht es um die Erfahrungen der Akademie der PH Heidelberg, die bisherige Präsenzstruktur ihrer Angebote um E-Learning-Elemente zu ergänzen. Dies geschieht am Beispiel des neu entwickelten CAS „Hybrides Projektmanagement“. Fokussiert wird die Perspektive der Lernenden auf die E-Learning-Anteile des Piloten 2018 und des Kurses 2019 auf Basis von quantitativen und qualitativen Daten aus schriftlichen Evaluationen und vertiefenden Leitfadeninterviews sowie von Daten zum Nutzerverhalten.

Die Neuentwicklung des CAS „Hybrides Projektmanagement“ fußt auf Ergebnissen explorativer Primärdatenerhebungen, die mit einem agilen Vorgehen zu vier Workshops mit je zwei Präsenztagen und ergänzendem E-Learning ausgearbeitet wurden. Das E-Learning vertieft aufgabenbasiert den begrifflich-theoretischen und empirischen Hintergrund zu ausgewählten Themen der Workshops. Im Piloten wurden als e-Medien Studienbriefe verwendet. Für den Kurs 2019 wurden die Studienbriefe gekürzt und um selbstproduzierte Videos sowie Links zu TED-Talks und youtube-Videos ergänzt. Zudem wurde die Darstellungsstruktur auf der eingesetzten Lernplattform ILIAS optimiert. Das E-Learning erzielt 2018 und 2019 nur befriedigende Bewertungen, während die Workshops überwiegend sehr gut bewertet werden. Die Daten zeigen vor allem, dass ILIAS nicht den Ansprüchen der Zielgruppe an intuitive Bedienbarkeit und Einfachheit genügt. Die Hypothese ist, dass LMS – weil sie sich nicht unkompliziert in den Web-Alltag der Zielgruppe integrieren lassen und nicht an deren Online-Gewohnheiten anschlussfähig sind – eine notwendige Voraussetzung für erfolgreiche E-Learning-Ergänzungen für CAS-Formate nicht erfüllen.

Baum-Workshops auf Basis von LMS digital ergänzen-137.docx