Veranstaltungsprogramm

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Sitzungsübersicht
Sitzung
NOH: NOH-Themenmarkt
Zeit:
Mittwoch, 18.09.2019:
15:00 - 17:15


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Präsentationen

ePortfolio und Kompetenz-Check - eine digitale Lernumgebung zur Sichtbarmachung und individuellen Begleitung von Lern- und Kompetenzentwicklungsprozessen im Projekt ContinuING@TUHH

Barbara Knauf, Heiko Sieben, Christine Bauhofer

Technische Universität Hamburg, Deutschland

Das Lernen in Studienformaten wissenschaftlicher Weiterbildung erfordert im Rahmen individueller Qualifizierungspfade und an unterschiedlichen Lernorten mit variierenden Bezugspersonen die Verantwortungsübernahme für den eigenen Lern- und Kompetenzentwicklungsprozess.

Hier setzt die digitale Lernumgebung ePortfolio und Kompetenz-Check an. Mit dem ePortfolio und dem Kompetenz-Check werden zwei erprobte, browserbasierte und freie Instrumente vorgestellt, die zur Bewältigung dieser Herausforderungen beitragen. Das ePortfolio fokussiert die Dokumentation, Zusammenschau sowie Reflexion von Lernerfahrungen an variierenden Lernorten. Es trägt dazu bei, dass Lernende einen Überblick über ihren Lern- und Entwicklungsprozess erhalten und befähigt sie, ihren Lernerfolg in das beteiligte Unternehmen zu transferieren. Der Kompetenz-Check visualisiert Kompetenzentwicklungsprozesse durch die grafische Gegenüberstellung von Selbst- und Fremdeinschätzungen. Lernerfolge und Herausforderungen werden so für Beratungsgespräche sichtbar gemacht. Mit ihrer Ausrichtung stellt die Lernumgebung ein bedeutsames Element des Lernprozesses und somit wissenschaftlicher Weiterbildungsformate dar.

Die Lernumgebung steht unter der MIT-Lizenz. Sie kann in jedes Studienformat implementiert und individuell nach den Bedarfen der Institution angepasst werden.

Im Rahmen des Themenmarktes werden die beiden Instrumente, korrespondierende didaktische Einsatzszenarien und Praxiserfahrungen vorgestellt. Interessierte können die Instrumente ausprobieren und werden dazu eingeladen, Ideen zu entwickeln, wie die Lernumgebung ePortfolio und Kompetenz-Check in ihre Studienangebote implementiert werden kann.

Knauf-ePortfolio und Kompetenz-Check-107_a.pdf


Flipped Classroom und Internationalisierung: Herausforderungen und Lösungsansätze

Steffen Moser, Stefanie Schäfer, Fabian Krapp, Gabriele Gröger, Hermann Schumacher

Universität Ulm, Deutschland

Blended Learning und im Speziellen Flipped Classroom sind didaktische Methoden, die in Weiterbildungsformaten wohletabliert sind. Häufig werden Online- und Präsenzphasen in einem ungefähren Lernaufwandsverhältnis von 80 % zu 20 % verteilt. Die Präsenztage sind in der Regel über das Semester verteilt und dienen den bereits vorbereiteten Studierenden vorrangig dem Bearbeiten von Übungsaufgaben und praxisnahen Fallbeispielen, meist in Teams.

Sollen nun Weiterbildungsangebote einem internationalen Kreis von Teilnehmerinnen und Teilnehmern geöffnet werden, stellt diese Aufteilung eine Hürde da: Zu viele Präsenztermine machen die Kurse für Studierende mit weiten Wegstrecken unattraktiv. Technische Lösungen können ein Präsenztreffen nicht ersetzen, aber sie können durchaus dazu dienen, wenigstens einen Teil der Präsenztreffen optional zu machen. Es zeigt sich, dass wir es dann zunehmend mit gemischten Lernformaten zu tu haben. Ein Teil der Teilnehmerinnen und Teilnehmer reist zu den Präsenztagen an, ein anderer Teil partizipiert vom häuslichen Schreibtisch aus und ist nur virtuell präsent.

Dies stellt an die Technik und Administration verschiedene Herausforderungen: Eine robuste und ohne großen Supportaufwand zu betreuende bidirektionale Ton- und Bildübertragung müssen vorgehalten und betreut werden, an die Ausstattung der Seminarräume hinsichtlich Akustik, Licht und der Verfügbarkeit von Datennetzen sind hohe Anforderungen zu stellen, Dozentinnen und Dozenten sind zu schulen. Daneben sind aber auch adminstrative Fragen zu klären.

Wir zeigen, welche Komponenten wir in unseren internationalen Kursen eingesetzt haben, welche sich bewährt haben und welche Fallstricke es gibt.

Moser-Flipped Classroom und Internationalisierung-155_a.pdf


Best-Practice-Beispiele für digital gestützte Lernumgebungen im Projekt OTH mind

Stephan Bach1, Elena Büechl2

1OTH Amberg-Weiden, Deutschland; 2OTH Regensburg, Deutschland

Das Angebot BeVorStudium – Blended Learning in der Studienvorbereitung von beruflich Qualifizierten

Das Angebot BeVorStudium an der OTH Amberg-Weiden richtet sich an Studieninteressierte ohne Abitur und dient zur Vorbereitung auf ein WiMINT-Studium, insbesondere an einer Hochschule für angewandte Wissenschaften. In Modulen aus den Bereichen Mathematik, Physik und Studienkompetenz können Teilnehmende die notwendigen Vorkenntnisse erwerben und sich auf das Lernen in einem akademischen Umfeld vorbereiten.

Zentrale Bausteine des Blended-Learning-Konzepts für die Mathematik sind neben den Präsenzkursen digitale Übungsaufgaben mit individuellem Feedback und eine Online-Sprechstunde.

Auf dem Poster werden die verschiedenen Bausteine vorgestellt und es wird auf Erfahrungen aus einer Pilotphase eingegangen.


Projektmanagement im Unternehmensplanspiel

Eine weitere, durch die Digitalisierung in der akademischen Weiterbildung ermöglichte Lernumgebung bietet ein im Projekt OTH mind entwickeltes Unternehmensplanspiel. Dabei können Teilnehmerinnen und -teilnehmer betriebswirtschaftliche Kenntnisse auf einer virtuellen Oberfläche anwenden. Das Modul „Management in der IT“, das sich an technische Akademiker/innen richtet, wurde an der OTH Regensburg in Form dieses Planspiels umgesetzt.

Die Lernform der Planspiele stellt praxisnahe und realistische Einblicke in Problemstellungen und wirtschaftliche Zusammenhänge von Unternehmen anhand eines Fallbeispiels in digitaler Form dar und ermöglicht ein risikoloses Sammeln von Erfahrungen im Bereich Unternehmensgründung und -führung.

Bach-Best-Practice-Beispiele für digital gestützte Lernumgebungen-134_a.docx


Onlinedidaktik in der wissenschaftlichen Weiterbildung - Passives und aktivierendes Lernen mit Moodle

Mandy Schiebe1,2, Yvonne Paarmann1

1Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Deutschland; 2Hochschule Magdeburg-Stendal, Deutschland

Das Zentrum für wissenschaftliche Weiterbildung Magdeburg unterstützt und berät die Entwicklung und Umsetzung digitaler Lehr- und Lernangebote von kurzzyklischen Weiterbildungsformaten bis hin zur Konzeption von Blended Learning Weiterbildungsstudiengängen. Das genutzte Lernmanagementsystem zur Umsetzung der digitalen Inhalte ist Moodle. Die Vermittlung von Lerninhalten erfolgt durch passives Lernen mit Hilfe von Vorlesungsfolien, Vorlesungsaufzeichnungen, kurzen Erklärvideos und ergänzenden Videos anderer Hochschulen. Zusätzliche Materialen werden mittels Einbindung eines digitalen Semesterapparates durch die Hochschulbibliothek zur Nutzung urheberrechtlich geschützten Materials zur Verfügung gestellt. Das passive Aneignen der Lerninhalte wird ergänzt durch Aktivitäten, wie thematische Fragen zu Beginn der Erarbeitung der Lerninhalte, deren Beantwortung während und nach Bearbeitung, sowie Multiple Choice Tests und interaktiver Lerninhalte - erstellt mit dem Moodle-Plugin H5P- zum aktivierenden Lernen. Kollaboratives Lernen findet durch die Einbindung eines Chatbereiches und die gemeinsame Erstellung von Glossaren und Wikis statt. Lernkontrollen, die Ermittlung des Lernstandes und Feedbacks sind durch automatisierte Hinweise zu den Antwortmöglichkeiten in den Tests gegeben.

Vorteile des Lernmanagementsystems bestehen vor allem durch die zeit- und ortsunabhängige Bearbeitung der Lerninhalte. Lernende bestimmen selbständig, wann sie welche Inhalte bearbeiten und abschließen. Prüfungen erfolgen durch die Bearbeitung von Fallbeispielen und die Erstellung von Hausarbeiten, die auf Moodle durch die Lehrenden gelesen, korrigiert, kommentiert und benotet werden können.

Schiebe-Onlinedidaktik in der wissenschaftlichen Weiterbildung-142_a.pdf