Veranstaltungsprogramm

Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Tagung.
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Sitzungsübersicht
Sitzung
Formate: Zukunftsfähige Bildungsformate
Zeit:
Donnerstag, 19.09.2019:
11:15 - 16:45

Chair der Sitzung: Anno Stockem
Chair der Sitzung: Monica Bravo Granström

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Präsentationen
11:15 - 12:00

Mediales Lernen in der wissenschaftlichen Weiterbildung der Technischen Fakultät an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg

Simone Welz

Weiterbildungsprogramm Intelligente eingebetette Mikrosysteme (IEMS), Albert-Ludwigs-Universität Freiburg

Mit Blick auf die Leitfrage „Welche innovativen Studien(gangs)konzepte und flexiblen Lernformen existieren bereits?“ kann das Weiterbildungsprogramm Intelligente eingebettete Mikrosysteme (IEMS) der Universität Freiburg sein Blended-Learning-Format und exemplarisch einen Weiterbildungskurs im Bereich Embedded Systems mit all seinen Lernmaterialien und didaktischen Unterstützungen vorstellen. Die Zielgruppe setzt sich aus berufstätigen Ingenieur*innen zusammen. In den Kursen stehen neben klassischen Folien und Skripte E-Lectures – sog. virtuelle Vorlesungen – im Mittelpunkt, die in Zusammenarbeit mit Fachexpert*innen im eigenen Medienstudio produziert werden. Besonderes Augenmerk liegt auf der didaktischen Unterstützung und individuellen Lernberatung der Teilnehmenden. Wissensspeicher, Studyguide sowie evidenzbasierte Tipps zur Lernorganisation und Zeitmanagement sind bereits zentrale Bestandteile der Weiterbildungskurse. V. a. der Studyguide ist den Evaluationen zufolge ein von den Teilnehmenden sehr geschätztes Instrument. Zukünftig werden instruktionale Videos zum Thema Lernen lernen produziert, um die Teilnehmenden in ihrer Lernorganisation noch gezielter zu unterstützen. Zugeschnitten auf die Bedarfe der Zielgruppe und in Anlehnung an Befunde der Lehr-Lernforschung wurde für die instruktionalen Videos bereits das didaktische wie gestalterische Konzept inklusive einem Drehbuch entwickelt. Ab April folgt die Umsetzung. Ggf. können im September erste Videos gezeigt werden. In jedem Fall werden Einblicke in die konzeptionelle Arbeit präsentiert. Insgesamt soll der Beitrag als Praxisbeispiel dienen, mit dem auf Herausforderungen, Potentiale und Grenzen fokussiert wird.

Welz-Mediales Lernen in der wissenschaftlichen Weiterbildung der Technischen Fakultät an der Albert-Ludwigs-Un.pdf


12:00 - 12:15

Möglichkeit 1 zum schnellen Raumwechsel

Jan Ihwe

Universität Freiburg, Deutschland

wird für Sessionplanung benötigt!



12:15 - 13:00

Wie effektiv sind Webkonferenzen in der Lehre? Eine Meta-Analyse

Christian Ebner, Andreas Gegenfurtner

Technische Hochschule Deggendorf, Deutschland

Eine fortschreitende Digitalisierung der Gesellschaft hat dazu geführt, dass der Einsatz von Technologie bereits in vielen Lebensbereichen zum „New Normal“ (Hinssen, 2010) geworden ist. Auch im Kontext von Hochschullehre und wissenschaftlichen Weiterbildungen gewinnt der Einsatz technologieunterstützter Lehre mehr und mehr an Einfluss. Ein digitales Lehrformat, das häufig verwendet wird, sind Webkonferenzen (bzw. Webinare).

Im Hinblick auf die Effektivität von Webkonferenzen im Vergleich zu anderen Lehrmodalitäten (z.B. klassische Präsenzlehre, Online Lern-Management-Systeme) berichten vergangene Einzelstudien unterschiedliche Ergebnisse (z.B. Alnabelsi et al., 2015; Carrick et al., 2017). Die hier berichtete Meta-Analyse (k= 15, N= 1291) kumuliert aus diesem Grund quantitativ die Effektstärken aus publizierten Randomized Controlled Trials, um folgende Forschungsfragen zu beantworten: Wie effektiv sind Webkonferenzen für studentisches Lernen? Und welche Charakteristika moderieren die Effektivität?

Die Ergebnisse zeigen, dass Webkonferenzen minimal effektiver sind als face-to-face Veranstaltungen und Lern-Management Systeme (dc= 0.05, SE= 0.09 bzw. dc= 0.16, SE= 0.09). Die Ergebnisse wurden insbesondere von Merkmalen der Publikation moderiert, so waren die Wissenszuwächse der Webinarteilnehmenden beispielsweise umso höher, je aktueller die Studie war. Weitere moderierende Faktoren waren Charakteristika der Webkonferenz, der Studierenden und der Lernerfolgsmessung.

Die Implikationen der Studienergebnisse können Dozierende und Entwickler gleichermaßen über das Design, die Implementierung und die Evaluation von webbasierter Lehre informieren.

Ebner-Wie effektiv sind Webkonferenzen in der Lehre Eine Meta-Analyse-102.docx


13:00 - 14:00

Mittagspause

Jan Ihwe

Universität Freiburg, Deutschland

wird für Sessionplanung benötigt!



14:00 - 14:45

Data Literacy in der wissenschaftlichen Weiterbildung: Learning Nuggets zum Erwerb statistischer Grundkompetenzen

Alexandra Jürgens, Marie Regel

Graduate Campus Hochschule Aalen, Deutschland

Die Fähigkeit, planvoll mit Daten umzugehen und sie im jeweiligen Kontext bewusst einsetzen und hinterfragen zu können, wird über alle Studienrichtungen hinweg immer wichtiger (Goedicke, M. & Liggesmeyer, P. 2019). Diese Fähigkeit, die als Data Literacy Kompetenz bezeichnet wird gilt als eine der zentralen Kompetenzen in der digitalen Transformation. Die zunehmende Menge an verfügbaren Daten und das Interesse der Unternehmen diese systematisch zu nutzen stellt insbesondere die wissenschaftliche Weiterbildung vor die Herausforderung, wie Fach- und Führungskräfte aller Disziplinen dazu befähigt werden können in Ihrem jeweiligen Fachgebiet zielgerichtet und wertschöpfend mit Daten zu arbeiten. Eine Basiskompetenz im Themenkomplex Data Literacy ist dabei das Wissen über statistischer Methoden und ihre Anwendung.

Der Vortrag stellt ein speziell für die wissenschaftliche Weiterbildung entwickeltes blended-learning Lehr- und Lernkonzept für statistische Grundlagen vor. Das didaktische Konzept des Kurses greift die Idee des „micro-learnings“ auf und teilt das Thema in kleine „Learning Nuggets“ ein, die als kompakte Lerneinheiten zeit- und ortsunabhängig vom Lernenden individuell durchgearbeitet werden können. Das Konzept kann auf unterschiedliche Niveaustufen von Bachelor über Master bis zur modularen Weiterbildung und für Teilnehmer aller Domänen genutzt werden durch adaptierbare Lernpfade die aus verschiedenen aufeinander aufbauenden Lerneinheiten bestehen. Das vorgestellte Best Practice Beispiel zeigt auf, welche Möglichkeiten neue Trends wie Learning Nuggets für Lehr- Lernprozesse bieten und wie eine passende Balance zwischen medialem Lernen und Präsenzlehre entstehend kann.

Jürgens-Data Literacy in der wissenschaftlichen Weiterbildung-121.docx


14:45 - 15:00

Möglichkeit 2 zum schnellen Raumwechsel

Jan Ihwe

Universität Freiburg, Deutschland

wird für Sessionplanung benötigt!



15:00 - 15:45

OKI – ein digitaler Assistent in der wissenschaftlichen (Weiter)bildung

Olaf Resch, Aglika Yankova

Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin, Deutschland

Die wissenschaftliche Weiterbildung umfasst Bildungsangebote und Aktivitäten, die auf dem fachlichen und didaktischen Niveau der Hochschule stattfinden. Das für die akademische Lehre typische wissenschaftliche Arbeiten stellt oft eine enorme Herausforderung für die Studierenden dar, insbesondere wenn es sich um „Wiedereinsteiger“ nach Aufnahme einer Erwerbs- oder Familientätigkeit handelt. Konzepte und Instrumente, die die Studierenden bei der Suche relevanter Literaturquellen, deren Organisation und dem Zeitmanagement des oft als sehr schwierig empfundenen wissenschaftlichen Arbeitens unterstützen, sind deswegen wichtige Faktoren für ein erfolgreiches Überwinden dieser Hürde. Die Entwicklung und Umsetzung solcher Konzepte im Sinne von digitalen Instrumenten stellt somit einen Schritt in Richtung Modernisierung und Digitalisierung der wissenschaftlichen Weiterbildung dar und hat gleichzeitig einen hohen Nutzen aus Sicht der Studierenden.

Der Beitrag stellt das Konzept und die Funktionsweise des Open Knowledge Interface (OKI) dar – einem mobilen digitalen Assistenten, der den Benutzer bei Aktivitäten rund um das wissenschaftliche Arbeiten unterstützt. Insbesondere sind das die Literaturrecherche, das Projektmanagement sowie die korrekte wissenschaftliche Arbeitsweise.

OKI besteht aus einem Chat als Client und einem Server mit verschiedenen Komponenten, der insbesondere Schnittstellen zu relevanten Online-Datenbanken enthält. Der Client kann von einer Vielzahl von Endgeräten wie Smartphones, Tablets oder Desktop-PCs genutzt werden.

OKI wird aktuell an der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin am Fachbereich Duales Studium entwickelt und durch das BMBF gefördert.

Resch-OKI – ein digitaler Assistent in der wissenschaftlichen-109.pdf


15:45 - 16:00

Möglichkeit 3 zum schnellen Raumwechsel

Jan Ihwe

Universität Freiburg, Deutschland

wird für Sessionplanung benötigt!



16:00 - 16:45

Software-Werkzeuge und E-Learning: Ein integrativer Ansatz zur Methodik- und Werkzeugschulung

Steffen Moser1, Ilona Frey1, Fabian Krapp1, Kathrin Wunderlich1, Johannes Eder2, Sebastian Voss2, Gabriele Gröger1, Hermann Schumacher1

1Universität Ulm, Deutschland; 2fortiss GmbH, München, Deutschland

In vielen ingenieur- und naturwissenschaftlichen Disziplinen ist die Nutzung von Software-Werkzeugen längst eine etablierte Komponente im Berufsalltag. So verwendet ein Data Analyst speziell optimierte Werkzeuge zum schnellen Lösen gigantischer Gleichungssysteme, während die Entwicklerin komplexer eingebetteter Systeme Modellierungswerkzeuge dazu verwendet, um das System derart zu entwerfen, dass es in jeder möglichen Situation allen Anforderungen genügt. Solche Systeme spielen eine immer wichtigere Rolle in unserem hochtechnisierten Alltag. Systeme, die etwa autonom oder teilautonom in die Steuerung von Kraftfahrzeugen eingreifen, sind dazuhin noch hochgradig sicherheitskritisch.

Während die akademische Weiterbildung meist die fachspezifische Methodik in den Fokus der Lehrangebote rückt, zeigt sich inzwischen, dass dies nicht ausreicht, um insbesondere Personen, die das Erlernte unmittelbar im beruflichen Alltag einsetzen müssen oder wollen, das dazu nötige praxisnahe Rüstzeug zu vermitteln. Es fehlt oftmals eine integrative Schulung von Methodik und dazugehörenden disziplinenspezifischen Software-Werkzeugen. Während in der grundständigen Lehre die Werkzeugschulung meist noch in Form von Besuchen der Computerlabore stattfindet, fällt sie in berufsbegleitenden Kursen mit hohem E-Learning-Anteil meist der geringen Anzahl an Präsenztagen zum Opfer. Eine Integration komplexer disziplinenspezifischer Tools in elektronischen Lernplattformen fehlt. E-Learning beschränkt sich dadurch häufig auf traditionelle Lern- und Testformen.

In diesem Vortrag zeigen wir auf, wie am Beispiel des Model-Based Systems Engineering eine Integration von Methodik- und Werkzeugschulung gelingen kann.

Moser-Software-Werkzeuge und E-Learning-153.docx


 
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