Veranstaltungsprogramm

Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Tagung.
Bitte wählen Sie einen Ort oder ein Datum aus, um nur die betreffenden Sitzungen anzuzeigen. Wählen Sie eine Sitzung aus, um zur Detailanzeige zu gelangen.

 
Sitzungsübersicht
Sitzung
Didaktik: Didaktische Konzepte
Zeit:
Donnerstag, 19.09.2019:
11:15 - 15:45

Chair der Sitzung: Andreas Kröner

Zeige Hilfe zu 'Vergrößern oder verkleinern Sie den Text der Zusammenfassung' an
Präsentationen
11:15 - 12:00

Jederzeit und überall lernen? Über Grenzen und Entgrenzung von (sozialpädagogischer) Weiterbildung durch digitale Lehr-Lern-Formen

Andreas Eylert-Schwarz, Simon Rahdes

Leuphana Universität Lüneburg, Deutschland

Digitale Lehr-Lern-Arrangements sowie die Verzahnung der Präsenzlehre und digitaler Selbstlernelemente im Blended-Learning haben längst auch in Weiterbildungen der Sozialen Arbeit Einzug gehalten, handelt es sich dabei doch um eine „weitreichende Innovation […], die die Bildungsarbeit als Ganzes betrifft“ (Kerres 2012, S. 476). Diese Ansätze sind allerdings keine didaktischen „Wundermittel“ für die Herausforderungen des Lebenslangen Lernens. Vielmehr müssen digitale Lehr-Lern-Formate in ein umfassendes Bildungskonzept integriert sein und die Inhalte zum jeweiligen didaktischen Setting passen (vgl. Schulmeister/ Loviscach 2017 und Würffel 2017). Zudem gibt es technische und persönliche Hürden, die das selbstgesteuerte digitale Lernen beeinflussen. Der Mythos, dass dieses „überall und jederzeit“ stattfinden kann, ist längst widerlegt (vgl. z.B. Muuß-Merholz 2018). Zudem zeigen Erfahrungen aus weiterbildenden Studienangeboten der Sozialen Arbeit, dass die dortigen Zielgruppen auch in Bezug auf ihre Motivation und Möglichkeiten zur Nutzung digitaler Lernangebote sehr heterogen sind.

Im Vortrag werden anhand von Beispielen aus der berufsbegleitenden akademischen Weiterbildung für Fachkräfte der Sozialen Arbeit Chancen und Grenzen des digitalisierten Lernens für Lernende und Lehrende beleuchtet.

Dabei wird den folgenden Fragen aus dem Leitthema 2 „Motivierende didaktische Konzepte“ nachgegangen:

  • Welche Konzepte des Blended-Learning können zu einer passenden Balance zwischen medialem Lernen und Präsenzlehre beitragen?
  • Wie können Lehrende für den Einsatz neuer didaktischer Methoden für zeitgemäße Kompetenz­entwicklung der Lernenden mobilisiert, motiviert und qualifiziert werden?
Eylert-Schwarz-Jederzeit und überall lernen Über Grenzen und Entgrenzung von-116.docx


12:00 - 12:15

Möglichkeit 1 zum schnellen Raumwechsel

Jan Ihwe

Universität Freiburg, Deutschland

wird für Sessionplanung benötigt!



12:15 - 13:00

Wissen teilen und vermehren – Kollaboratives Social Microlearning im Baukastenprinzip

Sonja Thiel, Dorthe Hutz-Nierhoff

Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, Deutschland

Der Museums- und Kulturbereich zeichnet sich durch Innovationspotenzial bei gleichzeitiger Ressourcen- und Personalknappheit aus. Der Weiterbildungsbedarf der Beschäftigten ist hoch, sowohl auf strategisch-inhaltlicher Ebene als auch in Bezug auf innovative technische Lösungen. Im BMBF-geförderten Forschungs- und Entwicklungsprojekt FRAMAS an der Universität Freiburg wurde auf Basis von Forschungsergebnissen zu Bedingungen und Anforderungen an Lehr-/Lernsettings ein Blended-Learning-Weiterbildungskonzept erarbeitet, das mit einem modularen Baukastenprinzip sowohl auf heterogene Bedarfe der Zielgruppe eingeht als auch durch die Varianz medialer Lernformen gleichzeitig auf inhaltliche Erneuerungsfähigkeit ausgelegt ist. Ein besonderer Fokus des mediendidaktischen und inhaltlichen Programms wird auf Praxistransfer gelegt: Wie können Fachwissen und erforderliche Kompetenzen durch Formen medialen Lernen erworben, zu eigenständigem strategischem Denken angeregt und erfolgreich in die berufliche Praxis transferiert werden? Auf Grundlage der Erkenntnisse aus dem Probanden- und Test-Regelbetrieb wird das modulare Baukastenprinzip der formalen Weiterbildungsangebote in Form eines Online-Werkzeugkastens mit OER-fähigen Lernelementen weitergedacht. In Form von Learning Nuggets kann so Expertenwissen innerhalb der Museums-Community generiert, ausgehandelt, geteilt und aktuell gehalten werden. Möglichkeiten der kollaborativen Erarbeitung und des kleinteiligen, vernetzten Lernens werden anhand einer Varianz an Lernformen mithilfe eines Social-Microlearning-Ansatzes aufgezeigt. Damit wird insbesondere auch auf den Abbau von Barrieren für die Online-Lernumgebung Rücksicht genommen.

Thiel-Wissen teilen und vermehren – Kollaboratives Social Microlearning-141.docx


13:00 - 14:00

Mittagspause

Jan Ihwe

Universität Freiburg, Deutschland

wird für Sessionplanung benötigt!



14:00 - 14:45

Wissenschaftliche Weiterbildung als Living Lab für die Einführung innovativer digitaler Lernformate an Hochschulen

Monica Bravo Granström, Wolfgang Müller, Jule Pallasch, Karin Schweizer

Pädagogische Hochschule Weingarten, Deutschland

Basierend auf der Entwicklung eines Masterstudiengangs im Bereich der Weiterbildung dient das Projekt International Teaching der Akademie für Wissenschaftliche Weiterbildung (Pädagogische Hochschule Weingarten, PHW) der Förderung der Digitalisierung und der innovativen Hochschullehre. Das Projekt wird als Living Lab und Hub verstanden, in dem neuartige Strukturen und Ansätze kollaborativ, im Rahmen eines Design-Based Research-Ansatzes gestaltet und evaluiert werden. Es wird erforscht, wie der digitale Qualifizierungsbedarf der Dozierenden gedeckt werden kann und wie diese in der digitalen Lehre neue Kompetenzen erwerben können. Hierbei geht es vor allem um die Beantwortung der Frage, wie Dozierende für den Einsatz neuer didaktischer Methoden für zeitgemäße Kompetenzentwicklung der Lernenden mobilisiert, motiviert und qualifiziert werden können. Durch Befragungen während der initialen Projektphase stellte sich heraus, dass sich die Mehrzahl der Dozierenden die eigenständige Entwicklung von E- und Blended Learning-Angeboten nicht zutrauen. Demnach war das Ziel, die Akzeptanz für E-Learning zu erhöhen und sicherzustellen, indem verschiedene, zugeschnittene Maßnahmen für die Dozierenden angeboten werden. Ein Drei-Säulen-Konzept mit individuellem Coaching, einem Online-Kurs auf dem PH-internen LMS zur Entwicklung und Gestaltung von E-Learning und Präsenz-Workshops wurden konzipiert, umgesetzt und durchgeführt.

In diesem Beitrag werden Erkenntnisse der ersten Durchführungsphase der Lehrveranstaltungen im Blended Learning-Format durch die Dozierenden vorgestellt und verschiedene Ansätze zur Konzeption, Implementierung und Evaluation diskutiert.

Bravo Granström-Wissenschaftliche Weiterbildung als Living Lab für die Einführung innovativer digitaler Le.pdf


14:45 - 15:00

Möglichkeit 2 zum schnellen Raumwechsel

Jan Ihwe

Universität Freiburg, Deutschland

wird für Sessionplanung benötigt!



15:00 - 15:45

Förderung einer offenen digitalen Wissenschaft durch kollaboratives Lernen. Der MOVING MOOC Science 2.0 and open research methods

Sabine Barthold, Franziska Günther, Sabrina Herbst

TU Dresden, Deutschland

Dieser Beitrag beleuchtet den MOOC "Science 2.0 and open research methods", der am Medienzentrum der TU Dresden entwickelt und durchgeführt wurde. Der MOOC gibt Nachwuchswissenschaftlern eine Einführung in offene Forschungsmethoden. Sie erfahren, wie der Einsatz von Sozialtechnologien im Kontext von Bewegungen wie Creative Commons neue Möglichkeiten bietet, Netzwerke aufzubauen, wissenschaftliche Erkenntnisse zu teilen, zu diskutieren und zu reproduzieren. Trotz vieler Vorteile, die digitale Technologien und offene Forschungsabläufe für Wissenschaftler bieten, zögern viele von ihnen, ihre Forschungen und Daten frühzeitig zu teilen und ihre Arbeitsabläufe zu öffnen. Grund dafür ist meist nicht die Ablehnung des Konzepts von Open Science per se, sondern Unsicherheit über die Ausgestaltung offener Wissenschaft im Forschungsalltag und der Mangel an Fertigkeiten im effektiven Einsatz digitaler Werkzeuge und kollaborativer Methoden. Schlüssel für die Verbreitung offener Wissenschaft ist daher die Weiterbildung von Nachwuchswissenschaftlern in offenen Forschungsmethoden und Arbeitsabläufen. Der MOOC ist als vierwöchiger Intensivkurs konzipiert, um den Lernenden einen breiten Überblick über die offene kollaborative Wissenschaft zu geben. Je eine Woche wird eines von vier Hauptthemen behandelt: (1) Was ist Open Science, was sind die Hauptaspekte und welche Vorteile für Wissenschaftler hat offene Forschung; (2) wie haben digitale Werkzeuge und Plattformen die Forschungs- und Informationslandschaft verändert; (3) wie wandeln sich wissenschaftliche Kommunikation und Zusammenarbeit durch Open Science; und (4) wie können Wissenschaftler ihre eigene Forschung offener gestalten?

Barthold-Förderung einer offenen digitalen Wissenschaft durch kollaboratives Lernen Der MOVING MOOC Science .docx


 
Impressum · Kontaktadresse:
Datenschutzerklärung · Veranstaltung: DGWF-Jahrestagung 2019
Conference Software - ConfTool Pro 2.6.128+TC
© 2001 - 2019 by Dr. H. Weinreich, Hamburg, Germany