Veranstaltungsprogramm

Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Tagung.
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Sitzungsübersicht
Sitzung
Poster: Poster Pitch
Zeit:
Freitag, 20.09.2019:
9:45 - 10:00

Chair der Sitzung: Jan Ihwe
Ein-minütige Kurzpräsentation des Posters im Plenum

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Präsentationen
9:45 - 9:46

OPEN vhb: Das offene Online-Kursprogramm der Virtuellen Hochschule Bayern (vhb)

Alexander von Stetten, Steffi Widera

Virtuelle Hochschule Bayern (vhb), Deutschland

„Was ist richtig, was ist falsch? Stimmt das wirklich? Wo finde ich verlässliche Antworten, gesichertes Wissen?“ Kurzum: Wie und wo kann man sich unkompliziert (weiter-)bilden? Und das am besten noch zeitlich und örtlich flexibel, also online, und möglichst kostenfrei.
Antworten auf diese Fragen zu finden, ist nicht einfach, aber ab Mitte 2019 möglich. Denn: Im zweiten Quartal 2019 fällt der Startschuss für OPEN vhb, das offene Online-Kursprogramm der Virtuellen Hochschule Bayern (vhb).
Die vhb ist eine Verbundeinrichtung von 31 Universitäten und HAWs in Bayern. Bislang beschränkte sich das Angebot der vhb auf curricular verankerte (Online-)Hochschulkurse (CLASSIC vhb). CLASSIC vhb-Kurse richten sich explizit an die Studierenden der bayerischen Trägerhochschulen. Nur diese können die Kurse kostenfrei nutzen.
Mit dem neuen Online-Kursprogramm OPEN vhb geht die vhb nun auch neue Wege: Die bayerischen Universitäten und HAWs öffnen sich mit OPEN vhb der interessierten Allgemeinheit. OPEN vhb bietet ein digitales Schaufenster in die bayerische Hochschullehre und eröffnet Wege zu neuem Wissen. OPEN vhb-Kurse bieten ein breites Themenspektrum und sind für alle Interessierten kostenfrei belegbar. Es handelt sich um nicht-curriculare Online-Kurse auf Hochschulniveau, die von Professor*innen der vhb-Trägerhochschulen entwickelt und angeboten werden. Gehostet werden die Kurse in einer zentralen Lernplattform der vhb. Die Basis dieser Plattform bildet ein Moodle-System, das stark modifiziert wurde, um den Ansprüchen offener Kursangebote gerecht zu werden.
In unserem Vortrag stellen wir OPEN vhb vor, erläutern die Idee dahinter und gehen auf die Besonderheiten unserer Lernplattform ein.

von Stetten-OPEN vhb-130_b.pdf


9:46 - 9:47

Digitale Lernformate in der hochschulischen Weiterbildung

Linda Häßlich1, Heike Bartholomäus2

1BTU Cottbus-Senftenberg, Deutschland; 2BTU Cottbus-Senftenberg, Deutschland

Für die hochschulische Weiterbildung birgt digitales Lehren und Lernen vielfältige Potentiale. Diese werden von den Weiterbildungszentren an Hochschulen in unterschiedlicher Form genutzt. Aktuell werden die Weiterbildungsangebote noch stark in Präsenzform und damit kombinierbaren didaktischen Methoden durchgeführt und weniger mit digitalen Elementen angereichert. Für die bedarfsgereichte Angebotsgestaltung wird der Einbindung digitaler Tools in den kommenden Jahren eine steigende Bedeutung zugesprochen.

Zur Konkretisierung bisheriger Studienergebnisse und zur Gewinnung neuer Erkenntnisse bzgl. der Diskrepanz zwischen Nachfrage und Angebot digital angereicherter Lernformate in der hochschulischen Weiterbildung wurden Verantwortliche an Weiterbildungszentren deutscher Hochschulen per E-Mail zur Teilnahme an einer Onlinebefragung eingeladen. Der Befragungszeitraum erstreckte sich von Februar bis März 2019 über einen Zeitraum von vier Wochen. Als Erhebungsinstrument diente ein teilstandardisierter Fragebogen. Erfasst wurden Einstellungen und Strategien zur Qualifizierung und zum digitalen Lehren und Lernen an Weiterbildungszentren. Die Grundlage für die Fragebogenkonstruktion bildeten bereits entwickelte Befragungsinstrumente. In einem Pretest mit 18 Personen aus Wissenschaft und Wirtschaft wurde der Fragebogen getestet und anhand der Ergebnisse optimiert.

Von den 238 eingeladenen Personen haben 101 Verantwortliche an der Onlinebefragung teilgenommen, was einer Rücklaufquote von 42% entspricht.

Häßlich-Digitale Lernformate in der hochschulischen Weiterbildung-131_b.pdf


9:47 - 9:48

Der Einsatz digitaler Medien in der wissenschaftlichen Weiterbildung - Eine Onlinebefragung

Konstantin Herrmann, Stephan Rehder, Henriette Jankow, Roya Madani

Universität Potsdam, Deutschland

Der Einsatz digitaler Medien in der Gestaltung von Lehr- und Lernprozessen hat sich in den letzten Jahren zu einem festen Bestandteil der wissenschaftlichen Weiterbildung etabliert. Die Perspektive der Teilnehmenden auf den Umgang mit digitalen Medien ist für die Weiterentwicklung der Konzepte von hohem Wert. Eine Onlinebefragung von Studierenden in der wissenschaftlichen Weiterbildung gibt neue Erkenntnisse über die persönliche Gestaltung und Bewertung von Lehr- und Lernphasen und die Akzeptanz und Nutzung von digitalen Medien. Innerhalb der Stichprobe (N = 48), bestehend aus aktuellen (59 %) und ehemaligen (41 %) Studierenden zeigt sich, dass sich der Wechsel von Präsenz- und Selbstlernphasen bewährt, wobei eine kontinuierliche Bearbeitung von Studieninhalten in der Selbstlernphase nur selten gegeben ist. Hier wird den digitalen Medien viel Potenzial zugesprochen, da sie als Lernhilfen wahrgenommen werden, das zeit- und ortsunabhängige Lernen erleichtern, die Motivation steigern und nicht als Erhöhung des Arbeitsaufwandes aufgefasst werden. Es bestehen hier signifikante Unterschiede hinsichtlich des Geschlechts und Studienstatus der Befragten. Erfahrungen im Umgang mit digitalen Medien und deren Einsatz sind vorhanden und die Nutzungsbereitschaft von neuen Methoden ist hoch. Es wird als wichtig angesehen, dass der Einsatz von digitalen Medien durch die Lehrenden betreut wird und eine ausreichende Medienkompetenz der Lehrenden vorhanden ist. Alles in allem weist der Einsatz von digitalen Medien in der wissenschaftlichen Weiterbildung hohe Zustimmung auf und bietet weiterhin viele Potenziale in der Individualisierung von Lehr- und Lernphasen.

Herrmann-Der Einsatz digitaler Medien in der wissenschaftlichen Weiterbildung-106_b.pdf


9:48 - 9:49

Wissenschaftliche Weiterbildung: Digitaler Wandel trotz ländlichen Gebieten?!

Bernhard Gschrey, Anja Wurdack, Katharina Koller

Ostbayerische Technsiche Hochschule Amberg-Weiden, Deutschland

Die Verzahnung des „digital turns“ und der wissenschaftlichen Weiterbildung nimmt vorwiegend in ländlichen Gebieten, geprägt vom demografischen Wandel, eine zukunftsweisende Rolle für Bildungsanbieter, Lehrende und Lernende gleichermaßen ein.

Die ländliche Region Ostbayern, in der die OTH Amberg-Weiden angesiedelt ist, weist trotz insgesamt guter wirtschaftlicher Kennzahlen Risikofaktoren für die strukturelle Gesamtentwicklung auf. Dies sind u.a. ein demografisch bedingter Mangel an qualifizierten Fachkräften oder ein ungleicher Stand der Bevölkerungs- und Strukturentwicklung innerhalb der Region. Offen bleibt wie sich Digitalisierung auf regionale Weiterbildungsangebote und die Vielfalt der Teilnehmenden auswirkt und welche neuen Potenziale sich dadurch ergeben?

Die Erfahrung im Projekt OTH mind #aufstieggestalten zeigt, dass z.B. zeitlich und örtlich flexible sowie modularisierte Bildungsangebote, ermöglicht durch Digitalisierung, auf sehr große Zustimmung der Teilnehmenden hinsichtlich der work-life-education-balance stoßen. Eine besondere Herausforderung stellt sowohl auf struktureller als auch individueller Ebene die digitale Spaltung dar. Dazu zählen die im ländlichen Raum zum Teil noch fehlende Breitbandnetzabdeckung als auch die alters-, einkommens-, oder wissensbedingten unterschiedlichen Kompetenzen und Kenntnisse im Umgang mit neuen digitalen Technologien.

In einem ganzheitlich betrachteten Ansatz wird gezeigt, dass Digitalisierung Risiken birgt und v.a. in ländlichen Räumen neue Chancen zur Teilhabe an digitaler Transformation und Vermittlung von digitalen Fertigkeiten in medialen Lehr-und Lern-Settings eröffnet, um Wissen gesellschaftlich wirksam zu machen.

Gschrey-Wissenschaftliche Weiterbildung-132_b.pdf


9:49 - 9:50

Flexibilisierung wissenschaftlicher Weiterbildung im Kontext der Digitalisierung

Bernhard Gschrey

Ostbayerische Technische Hochschule Amberg-Weiden, Deutschland

Die digitale Transformation eröffnet Hochschulen den Weg zur Diversifizierung ihrer Studienangebote und Zugänge zu neuen Zielgruppen - insbesondere in der wissenschaftlichen Weiterbildung. Um der zunehmenden Heterogenität dieser gerecht zu werden und lebenslanges Lernen gesellschaftlich wirksam zu machen, müssen innovative Bildungsformate entwickelt, erprobt und nachhaltig verankert werden. Dies stellt Hochschulen vor neue Herausforderungen und wirft vor allem die Frage auf: Wie kann wissenschaftliche Weiterbildung Theorie und Praxis verknüpfen?

Im Rahmen des Teilprojekts OTH mind #aufstieggestalten an der OTH Amberg-Weiden werden auf Basis von Zielgruppen- und Unternehmensbefragungen innovative Bildungsangebote - im Blended-Learning-Format - für beruflich Qualifizierte, Studienaussteiger/innen und technische Fachkräfte entwickelt und erprobt. Die Befragungs- und Evaluationsergebnisse der Pilotierung zeigen, dass der Fokus von Weiterbildungsinteressierten auf qualitativ hochwertigen, modularen, zeitlich und örtlich flexiblen sowie medialen Lernarrangements liegt. Zudem wird dem Theorie-Praxis-Transfer eine hohe Bedeutung zugeschrieben, um praxisrelevante Kompetenzen (weiter) zu entwickeln und das Gelernte in der Praxis anzuwenden (Anwendungstransfer). Dies impliziert eine systematische Verzahnung von Theorie und Praxis sowie eine verstärkte didaktische Ausrichtung an Work-Based-Learning-Ansätzen.

Neben den wissenschaftlichen Erkenntnissen werden die Entwicklung innovativer Bildungsformate zur Vermittlung digitaler Fertigkeiten entlang der neuen Dimensionen didaktisch und medial dargestellt und anhand der ganzheitlichen Strategie zur „Theorie-Praxis-Verzahnung“ aufgezeigt.

Gschrey-Flexibilisierung wissenschaftlicher Weiterbildung-127_b.pdf


9:50 - 9:51

Vorstellung des Blended-Learning Konzeptes der Hochschule Schmalkalden mit digitalen Lehr-Lernformaten für das Selbststudium (good practice Beispiel)

Carolin Jaskolka

Hochschule Schmalkalden, Deutschland

Im Rahmen des Projekts BeGruWeSt – „Einrichtung von berufsbegleitenden grundständigen Weiterbildungsstudiengängen für beruflich Qualifizierte und Berufstätige an der Hochschule Schmalkalden“ der BMBF Initiative Offene Hochschulen wurde ein innovatives Lehr-Lernformat für den berufsbegleitenden Pilotstudiengang im Bachelorformat entwickelt. Dieses Format basiert auf einem sinnvoll aufeinander abgestimmten Wechsel an Präsenzveranstaltungen und E-Learning Elementen. Über eine Online-Plattform erhalten die Studierenden Lehrmaterialien für die selbstgesteuerte Vorbereitungsphase. Damit bereiten sie sich auf die Präsenzphasen vor, welche der Vertiefung des Lehrstoffs sowie dem persönlichen Austausch, Übungen und der Diskussion dienen. Der Lernfortschritt innerhalb der selbstgesteuerte Nachbereitungsphase und Prüfungsvorbereitung werden durch die Bereitstellung von Webinaren und Quizzes im Portal optimiert. Die Entwicklung von Quizzes erfolgte durch die Zusammenarbeit der Dozenten mit einem technischen Dienstleister unter Verwendung der Software „iSpring“. Die Quizzes dienen zur Selbstkontrolle des jeweiligen Lernmoduls und liefern neben Lösungshinweisen eine detaillierte Auswertung der Fragen mit entsprechender Notenskala.

Jaskolka-Vorstellung des Blended-Learning Konzeptes der Hochschule Schmalkalden-110_b.pdf


9:51 - 9:52

Das „virtuelle Handbuch“ – Ziele, Zielgruppen und Herausforderungen

Monika Braun

Philipps-Universität Marburg, Deutschland

Im Zentrum für wissenschaftliche Weiterbildung (ZWW) der Philipps-Universität Marburg (UMR) wird derzeit ein „virtuelles Handbuch“ für die wissenschaftlichen Weiterbildungsangebote an der UMR erstellt. Das virtuelle Handbuch richtet sich insbesondere an die (potenziellen) akademischen Leitungen, an die Studiengangentwickelnden, an die Studiengang- und Zertifikatskoordinierenden sowie an die involvierten Mitarbeitenden der Zentralverwaltung und der Fachbereiche. Ziel des virtuellen Handbuchs ist es, alle beteiligten Akteurinnen und Akteure bei der Planung, Entwicklung, Durchführung und Implementierung wissenschaftlicher Weiterbildungsangebote optimal zu unterstützen.

In den vergangenen Jahren sind zwar zahlreiche unterstützende Materialien erstellt worden, vor allem innerhalb des „WM³-Verbundprojekts“. Jedoch fehlt bisher deren systematische Zusammenführung, mediale und didaktische Aufbereitung sowie deren Überführung in ein Gesamtwerk. Mit Hilfe des virtuellen Handbuchs soll ein Beitrag zur Standardisierung und Professionalisierung der wissenschaftlichen Weiterbildungsangebote an der UMR geleistet werden. Außerdem sollen finanzielle, zeitliche und personelle Ressourcen eingespart werden, da sich die jeweilige Zielgruppe individuell je nach Vorkenntnissen und Bedarfen in ihren eigenen zeitlichen Rhythmen und Kapazitäten neue Themen und Inhalte erarbeiten kann.

Im Vortrag werden die Ziele und Zielgruppen sowie der Erarbeitungsstand des virtuellen Handbuchs dargestellt. Überdies werden Herausforderungen bei der Erstellung des virtuellen Handbuchs reflektiert und diskutiert. Schließlich werden Generalisierungs- und Adaptierungspotentiale für andere Hochschulen aufgezeigt.

Braun-Das „virtuelle Handbuch“ – Ziele, Zielgruppen-103_b.pdf


9:52 - 9:53

Verbesserung der Bestehensquote von Prüfungen durch den Einsatz von Gamification-Elementen in der Hochschullehre

Varol Keskin

Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt, Deutschland

Insbesondere im ersten Studienabschnitt lässt sich beobachten, dass Studierende Probleme mit dem Bestehen von Prüfungen haben. Gründe hierfür können Fehleinschätzungen bzgl. des eigenen Lernfortschritts sowie mangelnde Erfahrungen mit Hochschulprüfungen sein. Unzureichende Aktivierung und Motivation der Studierenden erschweren diese Problemlage.

Die Anwendung von Spieldesignprinzipien und -mechanismen in spielfremden Kontexten (Gamification) – wie bspw. die Einführung von Erfahrungspunkten, Highscores oder Auszeichnungen – kann in diesem Zusammenhang ein interessantes und probates Mittel sein, um Studierende zu aktivieren und dadurch zusätzlich zu motivieren.

Hierfür wurde im Rahmen des Projekts BEST-FIT der E-Learning-Kurs einer Lehrveranstaltung schrittweise gamifiziert. Es wurden drei digitale Messpunkte in einen Moodle-Kurs integriert, die jeweils aus einer Selbst- und Fremdeinschätzungskomponente bestehen. Hierdurch wird Studierenden zu Semesterbeginn, in der Mitte und zum Semesterende mit einem Quiz aufgezeigt, wie groß ihr tatsächlicher Lernfortschritt im Vergleich zu dem geforderten Lernfortschritt ist.

Durch weitere gamifizierende Online-Elemente im E-Learning-Kurs erhalten Studierende verschiedene Unterstützungsangebote, wie z.B. ein kollaboratives Quiz oder informative Videos zu Lehrinhalten, welche helfen, die Aktivierung und intrinsische Motivation zu steigern. Erste Analysen lassen eine positive Wirkung auf die Bestehensquote erkennen.



9:53 - 9:54

Zukunftsfähige Bildungsformate – ein Perspektivwechsel

Andreas Kröner1, Aline Gebauer2

1Hochschule Merseburg, Deutschland; 2Hochschule Anhalt, Deutschland

Wenn über zukunftsfähige Bildungsformate gesprochen wird, dann ist die Verknüpfung wissenschaftlicher und beruflicher Weiterbildung förderlich. Noch perspektivreicher ist es, Wissenschaft und Wirtschaft direkt mit der „Brücke Weiterbildung“ zusammenzubringen – und das mit Unterstützung digitaler Prozesse. Das sichert wissenschaftliche Weiterbildung, die sich gezielt an den Bedürfnissen der Branchen und des Arbeitsmarktes orientiert. Denn: Die Ausbildung für den Arbeitsmarkt gibt es heute nicht mehr. Die Anforderungen an die Firmen ändern sich schneller als der Weiterbildungsmarkt reagieren kann. Ein Perspektivwechsel lohnt sich: Der Ansatz besteht darin, nicht nur die Angebote zu digitalisieren, sondern die Digitalisierung nutzen, um die Angebote individueller zu kombinieren.

Neben dem Ausbau weiterbildender Studienangebote mahnt der Wissenschaftsrat vor allem ihre stärkere bedarfsgerechte Gestaltung an. Zu dem Angebot bereits bestehender Weiterbildungsformate müssen jetzt mehr zeitlich flexible, berufsbegleitende oder in Teilzeit studierbare Studienmodelle hinzukommen.

Sind diese Angebote da, kann WIBKO unterstützen. Mit WIBKO, dem digitalen WIssenschaftlichen BildungsKOnfigurator, kann sich jeder sein individuelles Angebot zusammenstellen. Der Weiterbildungsinteressent erhält nicht nur eine Übersicht der berufsbegleitenden wissenschaftlichen Weiterbildung an Hochschulen, sondern auch modular buchbare Angebote. Das heißt: Genau das studieren, was im Beruf wirklich gebraucht wird.

Kröner-Zukunftsfähige Bildungsformate – ein Perspektivwechsel-123_b.pdf


9:54 - 9:55

Modulqualität aus der Perspektive eines Weiterbildungsstudierenden – Untersuchung der Motivation, Studienzufriedenheit und Abbruchtendenz im Modulverlauf

Rebecca Schöninger, Nadja Müller, Melina Klepsch, Tina Seufert

Universiät Ulm, Institut für Psychologie und Pägagoik, Abteilung Lehr-Lernforschung

Motivation, Studienzufriedenheit und Abbruchtendenz der Modulteilnehmer sind wichtige Indikatoren für die Modulqualität berufsbegleitender Weiterbildungsmodule mit blended-learning Ansatz. Die vorliegende längsschnittliche Feldstudie untersucht daher die Veränderungen der aktuellen Motivation und Abbruchtendenz von Studierenden in berufsbegleitenden Weiterbildungsmodulen im Verlauf. Darüber hinaus wird der Einfluss von Motivation auf die Studienzufriedenheit und Leistung der Studierenden betrachtet. Dazu wurden Daten von 38 Studierenden analysiert, die über den Verlauf eines Weiterbildungsmoduls mehrfach hinsichtlich ihrer Motivation und Abbruchtendenz befragt wurden. Die Motivation wurde anhand der vier Skalen Interesse, Herausforderung, Erfolgswahrscheinlichkeit und Misserfolgsbefürchtung operationalisiert. Die Abbruchtendenz wurde anhand der Intention das Studium zu wechseln, zu unterbrechen oder abzubrechen erhoben. Die Studienzufriedenheit umfasst Zufriedenheit mit den Studieninhalten und Studienbedingungen. Zusätzlich wurde die Leistung erfasst. Analysen zeigten Verringerungen im Interesse und der Herausforderung über den Modulverlauf während die Faktoren Erfolgswahrscheinlichkeit und Misserfolgsbefürchtung im Modulverlauf unverändert blieben. Weiterhin stellte sich das Interesse zum Modulbeginn als Prädiktor für Zufriedenheit mit den Modulinhalten heraus. Abschließend lässt sich sagen: Je besser es gelingt, die Begeisterung für die Modulinhalte und die eigenen Lernbemühungen über die Zeit aufrechtzuerhalten, desto eher wird ein berufsbegleitendes Weiterbildungsmodul erfolgreich abgeschlossen.

Schöninger-Modulqualität aus der Perspektive eines Weiterbildungsstudierenden – Untersuchung der Motivation, S_b.pdf


9:55 - 9:56

Interdisziplinärer Master-Studiengang „Digitalisierung und Sozialstrukturwandel“

Franziska Starke, Daniela Zorn, Andreas Wehrenpfennig

Hochschule Neubrandenburg, Deutschland

Das innovative Studiengangsmodell des Masterstudiengangs Digitalisierung und Sozialstrukturwandel folgt der interdisziplinären Förderung von berufsgebietsorientiertem Fachwissen mit digitalem Fokus unter der Berücksichtigung ethischer, sozialer und ökonomischer Aspekte. Die Integration von berufstätigkeitsbezogenen sowie interdisziplinär ausgerichteten Projekten ermöglicht die praktische Erprobung, Festigung und Vertiefung der theoriebezogenen Inhalte. Der Persönlichkeitsentwicklung wird in besonderem Maße durch überfachliche Modulveranstaltungen Rechnung getragen. Der Studiengang ist auf den Erwerb von Kompetenzen und Grundlagenwissen in den Bereichen Digitalisierung, Sozialstrukturwandel sowie IT-Technologien ausgerichtet. Der interdisziplinäre Studiengang zielt darauf, berufserfahrene BachelorabsolventInnen aus technikfern(er)en Professionen des Sozial-, Gesundheits- und Planungswesens im Hinblick auf die aktuellen Digitalisierungsentwicklungen als digitale (Schnittstellen-)ManagerInnen weiterzuqualifizieren um erforderliche Lösungsansätze hinsichtlich der Sicherung der Lebensqualität und Daseinsvorsorge zu entwickeln. Ziel ist es, Berufstätige mit ihrer Grundqualifikation auf die spezifischen Bedarfe einer zunehmend wandelnden Gesellschaft mit den damit einhergehenden veränderten Rahmenbedingungen für den sozialen und pflegerischen Sektor sowie die Planungswissenschaften vorzubereiten und ihnen Wissen und Methoden zu vermitteln, die ihnen die Planung und Umsetzung von Konzepten zur Bewältigung der Herausforderungen ermöglichen.

Starke-Interdisziplinärer Master-Studiengang „Digitalisierung-149_b.pdf


9:56 - 9:57

Digital unterstütztes Lernen durch Blended Learning in wissenschaftlichen Weiterbildungsangeboten im Gesundheits- und Pflegebereich

Anika Eiben1, Sarah Hampel1, Martina Hasseler2

1Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften Braunschweig/Wolfenbüttel, Deutschland; 2Universität Heidelberg

Im Rahmen des BMBF geförderten Projektes „PUG II – Aufbau berufsbegleitender Studiengänge in den Gesundheits- und Pflegewissenschaften“, ist die Ostfalia Hochschule mit einem Teilvorhaben beteiligt. Darin werden wissenschaftliche Weiterbildungsprogramme in den Bereichen „ältere Menschen“ und „Menschen mit Beeinträchtigungen“ entwickelt. Die Zielgruppe dieses Angebots sind Berufstätige aus den Bereichen Gesundheit und Pflege.Um die Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Weiterbildung zu unterstützen, werden die Module mithilfe des Blended Learning Konzeptes umgesetzt.Während des Projekts wird u.a. aus Teilnehmendenperspektive eruiert, wie Blended Learning das selbstverantwortliche Lernen unterstützen kann.

Im Verlauf des Projektes wurden bzw. werden Module aus Teilnehmendensicht erprobt und mithilfe von standardisierten Fragebögen und qualitativen Interviews evaluiert.

Aus Teilnehmendenperspektive können folgende Aspekte als wichtig für die Umsetzung von Blended Learning identifiziert werden:

-Vorhandensein von Online-Mentorinnen und Online-Mentorinnen mit Praxiserfahrung

-Didaktisch aufbereitetes Studienmaterial als Grundlage für die Selbstlernphasen

-Eingestreut angebotene Präsenzveranstaltungen

-Technische Unterstützung bei den Online-Veranstaltungen

Die Lernenden benötigen technische Unterstützung sowie Unterstützungsmaterialien. In der Fachliteratur wird bereits auf den hochgradigen Service- und Beratungsaufwand hingewiesen. So ist eine durchgängige Betreuung vorzuhalten. Präsenzveranstaltungen haben in Blended Learning Angeboten wichtige, vor allem sozial-kognitiv geprägte, Funktionen. Daher ist ein reines E-Learning Angebot abzulehnen.

Eiben-Digital unterstütztes Lernen durch Blended Learning-119_b.pdf


9:57 - 9:58

Innovation Plus: Fakultätsübergreifende Lernvideos an der Ostfalia Hochschule

Maria Pfützner, Axel Busch, Anne Dademasch, Janosch Mandera

Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften, Deutschland

Fakultätsübergreifende Zusammenarbeit: An der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften erfolgt unter den Fakultäten Gesundheitswesen, Wirtschaft und Recht eine interdisziplinäre Zusammenarbeit. Dies gilt für die Dozierenden und Studierenden gleichermaßen. Mit der Öffnung der drei Fakultäten erhalten Studierende ein breiteres Angebot zur Wissensaneignung, -vertiefung und -unterstützung.

Mediales Lernen: Die Studierenden erhalten einen Zugang zu bereitgestellten und selbst erstellten Lernmaterialien in Form von Videos. Ihnen werden entweder Erklär-/Lernvideos oder automatisierte Vorlesungsaufzeichnungen zur Verfügung gestellt.

Individualisierte Ausgestaltung: Mit der Erstellung von Erklärvideos von Studierenden für Studierende wird die medienpädagogische Kompetenz der Studierenden während des Studiums gefördert und wertvolle Zeit gewonnen, um u.a. auf Fragen individualisiert einzugehen und Lehrinhalte intensiver zu besprechen.

Von Studierende für Studierende Die Idee zur nachhaltigen Verbesserung der Lehre ist es, den Gedanken “von Studierenden für Studierende” weiter zu tragen. Die Einbindung der Lernvideos dient dabei als Werkzeug zur Förderung eines aktiv-konstruktiven, selbstregulierten und kooperativen Lernens. Mit dieser neuen Form der freien Zugänglichkeit von Lernmaterialien versprechen sich die 3 Fakultäten eine neue Kultur des Teilens und gemeinsamen Wissensaustauschs an der Hochschule. Der Gedanke, dass die Ostfalia enger zusammenrückt, wird in den Fokus gestellt. Gerade mit ihren vier Standorten kann die Ostfalia Hochschule mit diesem Beispiel zeigen, das Lernen nicht nur zeit- und ortsunabhängig, sondern auch fakultätsübergreifend funktionieren kann.

Pfützner-Innovation Plus-128_b.pdf


9:58 - 9:59

Reflexives Bildungsmanagement von wissenschaftlicher Weiterbildung an Hochschulen

Oliver Franken

Universität Koblenz-Landau, Deutschland

Dieser Beitrag präsentiert Ergebnisse einer aktuellen Dissertationsstudie am Campus Koblenz der Universität Koblenz-Landau. Die Studie beschäftigt sich mit dem Beitrag von sogenannten Geschäftsmodellen im Kontext eines reflexiven Bildungsmanagements von wissenschaftlicher Weiterbildung an Hochschulen in Deutschland.

Für die Studie rekonstruierte der Autor mögliche Orientierungen von Praktikerinnen und Praktiker, d. h. vor allem von Leiterinnen und Leitern sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von Weiterbildungseinrichtungen an Hochschulen. Der Feldzugang wurde mit Unterstützung der Deutschen Gesellschaft für wissenschaftliche Weiterbildung und Fernstudium e. V. realisiert. Im Fokus der Erhebung stehen ausgewählte Herausforderungen und mögliche Orientierungen für deren Bewältigung im Zuge des Bildungsmanagements von wissenschaftlicher Weiterbildung.

In der Analyse stand die Rekonstruktion von Orientierungen für die strategische Positionierung von Weiterbildungseinrichtungen an und in Hochschulen, ebenso wie die Rekonstruktion von Orientierungen für die Konfiguration von sogenannten Geschäftsmodellen im Zuge des Bildungsmanagements im Zentrum.

In diesem Zusammenhang wird deutlich, dass sich einige Weiterbildungseinrichtungen mit bzw. ohne aktive Unterstützung der Hochschulleitung im Handlungs- bzw. Geschäftsfeld der wissenschaftlichen Weiterbildung positionieren und hierfür teilweise eigene explizite Geschäftsmodelle umsetzen bzw. dabei sind, solche zu entwickeln. Demgegenüber gibt es auch Angehörige von Weiterbildungseinrichtungen, die sich zur Konfiguration von Geschäftsmodellen für wissenschaftliche Weiterbildung enthalten bzw. ausdrücklich distanzieren.



 
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