Veranstaltungsprogramm

Hier finden Sie eine vorläufige Übersicht aller Sessions/Sitzungen der dghd2020.
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Präsentationen mit dem Text „lohner“

TransL: Transfermarkt Hochschullehre
Zeit: 11.03.2020: 15:00-16:45

#L2D2 – Lernen und Lehren unter den Bedingungen der Digitalisierung und Digitalität: Ein Gemeinschaftsprojekt von fünf Hochschulen und Universitäten

David Lohner1, Christian Albrecht2, Torben Mau3, Sarah Stumpf4, Matthias Ballod4, Markus Deimann5

1Karlsruher Institut für Technologie (KIT); 2Lehrstuhl für Didaktik der deutschen Sprache und Literatur, FAU Erlangen-Nürnberg; 3Georg-August-Universität Göttingen; 4Germanistisches Institut, Fachdidaktik Deutsch, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg; 5Fernuniversität Hagen

Während Digitalisierung den Leitmedienwechsel vom Buch zum Computer beschreibt, charakterisiert Digitalität die damit einhergehenden gesellschaftlichen Veränderungen. Im Bildungskontext betreffen diese sowohl die Ebenen des Wissenserwerbs und der Information als auch die Ebenen der Kommunikation, Kollaboration und der Enkulturation.

Um der mit der Digitalisierung und Digitalität einhergehenden digitalen Transformation nicht nur inhaltlich, sondern auch konzeptionell zu entsprechen, haben sich fünf Hochschulen für das Wintersemester 2019/2020 zu einem gemeinsamen Lehrexperiment zusammengeschlossen: Zeitgleich bieten die beteiligten Institutionen das Seminar “#L2D2 – Lehren und Lernen unter den Bedingungen der Digitalisierung und Digitalität” an, in dem erarbeitet werden soll, was die „Kultur der Digitalität“ für Lehrende und Lernende bedeutet und wie wir in diesem sich vollziehenden Wandel guten Unterricht für unsere Schülerinnen und Schüler gestalten können.

Konzeptioneller Kern ist die Vernetzung aller Beteiligten: Jeder Standort übernimmt federführend ein Schwerpunktthema. Um sich über Fragestellungen aus den unterschiedlichen fachlichen Disziplinen interdisziplinär austauschen zu können, kommunizieren und kollaborieren alle Teilnehmenden über Social Media, Webkonferenzen, File-Sharing-Dienste etc. Unter dem Hashtag #L2D2 sollen Ergebnisse und Fragestellungen der Lehrveranstaltungen in die öffentliche Diskussion eingespeist werden. Entstehende Lehr- und Lernmaterialien werden als OER für eine einfache Wieder- und Weiterverwendung konzipiert. In einer Projektphase gegen Ende des Semesters können die Studierenden (auch hochschulübergreifend) an kleinen Projekten arbeiten, um ihr individuelles Interesse im Bezug auf digitales Lehren und Lernen zu vertiefen. Die Projektergebnisse werden allen Studierendengruppen (digital) präsentiert bzw. zur Verfügung gestellt.



T3_V12: Digitalisierung
Zeit: 13.03.2020: 9:00-10:45

Diskurse um die Verortung der Mediendidaktik zwischen Hochschuldidaktik und Digitalisierung

Janine Funke1, Kira Lauber2, David Lohner3

1TU Chemnitz; 2TU Dresden; 3Karlsruher Institut für Technologie (KIT)

Die praktische Arbeit an der Digitalisierung der Lehre zeigt, wie eng Digitalisierungsprozesse mit mediendidaktischen Aufgaben an Hochschulen verwoben sind. Häufig fehlt dabei eine eindeutige Zuordnung und Abgrenzung von Verantwortlichkeiten. Es herrscht ein noch wenig ausgehandeltes und somit ungeklärtes Selbstverständnis von Mediendidaktiker:innen im Spannungsfeld zwischen Hochschuldidaktik und übergeordneten Strategieprozessen: Während die Hochschullehre Domäne der allgemeinen und fachspezifischen Hochschuldidaktik ist, liegen strategische Digitalisierungsprozesse häufig bei der Organisationsentwicklung; die Mediendidaktik muss sich zwischen diesen beiden Polen positionieren. Ziel des Vorhabens ist es, zu analysieren, wie die Bereiche Digitale Hochschulbildung – Mediendidaktik – Hochschuldidaktik unter Zuhilfenahme bestehender Forschungsdiskurse, z.B. zur Zukunft der Hochschuldidaktik, Hochschulentwicklung, Medienbildung, Mediendidaktik und möglichen weiteren involvierten Disziplinen zueinander in Beziehung gesetzt bzw. voneinander abgegrenzt werden oder sich sogar gegenseitig bedingen und beeinflussen können. Dafür werden bestehende Forschungsergebnisse und an Hochschulen etablierte Konstellationen und Modelle herangezogen. Dies bildet die Grundlage für die Rückbindung und Diskussion der Ergebnisse an die bzw. mit der Community. Mit den Teilnehmenden soll des Weiteren diskutiert werden, ob und wie Digitalisierungsprozesse Einfluss auf die hochschul- und mediendidaktische Gestaltung von Lehre nehmen und umgekehrt, sowie, wie das Schnittfeld Digitale Hochschulbildung – Mediendidaktik – Hochschuldidaktik für die Gestaltung der Zukunft der Hochschullehre und der Hochschuldidaktik angesichts hochschulischer Digitalisierungsstrategien genutzt werden kann.



T1_WS08 Kanon & Community – Die Fachliteratur der Hochschuldidaktik: Ein Workshop zur Diskussion und Organisation einer offenen hochschuldidaktischen Literaturdatenbank
Zeit: 13.03.2020: 11:15-13:00

T1_WS08 Kanon & Community – Die Fachliteratur der Hochschuldidaktik: Ein Workshop zur Diskussion und Organisation einer offenen hochschuldidaktischen Literaturdatenbank

David Lohner1, Cornelia Kenneweg2

1Karlsruher Institut für Technologie (KIT); 2Freiberufliche Trainerin

Im Zuge zahlreicher hochschuldidaktischer Projekte und dem Aufschwung begleitender Forschung in den letzten Jahren ist sowohl neues Wissen als auch ein Bedarf entstanden, vorhandenes Wissen zu sichten, bewerten und es größeren Zielgruppen zugänglich zu machen. Vor diesem Hintergrund begann auf vergangenen dghd-Tagungen ein Diskurs um einen möglichen Fachkanon, indem etwa über “Klassiker” der HD diskutiert (47. Jahrestagung 2018) wurde, und es entstand eine Sammlung geeigneter Literatur für Einsteiger*innen in das Tätigkeitsfeld der HD in Form einer öffentlichen Datenbank mit Sammlungen entsprechender Fachliteratur (48. Jahrestagung 2019). Diese Diskussionen und Aktivitäten soll weiterführende Fragen angehen, die gemeinsam mit der Community erörtert werden sollen. Dabei soll ein World Café neben einer Demonstration von Möglichkeiten der zentralen Literaturdatenbank ausführliche Diskussionen zu drei Bereichen ermöglichen:

  1. Organisation der Literaturdatenbank: Sollte ein enger Kanon oder eine umfangreiche Sammlung das Ziel sein? Welche Anforderungen haben unterschiedliche Zielgruppen (Einsteiger, Fortgeschrittene, interessierte Fachlehrende) an Fachliteratur und deren Organisation?

  2. Die Bedeutung gemeinsamer Wissensbestände: Welchen Beitrag kann eine zentrale Literaturdatenbank für das Funktionieren hochschuldidaktischer Communities of Practice leisten? Wie kann der Austausch innerhalb der Community gestaltet werden? (Wie) manifestiert sich ein geteiltes Selbstverständnis auch über Lektüre?

  3. Evidenzbasierte Begründung eigenen Handelns: Wie kann eine zentrale Literaturdatenbank den Wissenstransfer zwischen Forschung und Praxis fördern? Wer greift wie Grundlagenliteratur und Forschungsergebnisse aus Einzelfall- oder Metastudien in der Praxis auf?

Insgesamt soll der Workshop zur Diskussion darüber anregen, ob und wie ein Sammlung von Literatur bzw. die Bildung eines Fachkanons dazu beitragen könnte, das wissenschaftsorientierte Handeln hochschuldidaktischer Akteure zu stärken.

 
 
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