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Nur Sitzungen am Veranstaltungsort 
 
 
Sitzungsübersicht
Sitzung
Ent- und Begrenzung der Wissensproduktion in einer globalisierten Bildungswelt
Zeit:
Mittwoch, 16.03.2022:
9:30 - 11:30

Virtueller Veranstaltungsort: Zoom Seminarraum 11

932 6037 0671, J0xYps
Sitzungsthemen:
2. Allgemeine Erziehungswissenschaft, 3. Interkulturelle und International Vergleichende Erziehungswissenschaft, 5. Schulpädagogik, Sektion 2, Kommission Wissenschaftsforschung, Sektion 3, Kommission Interkulturelle Bildung, Sektion 5, Kommission Schulforschung und Didaktik, qualitativ, theoretisch, Englisch und Deutsch in einer Veranstaltung

Präsentationen
ID: 183
Forschungsforum
Stichworte: Horizontale Wissensproduktion, rassismuskritische Fachdidaktik, kritische Hochschulinternationalisierung, institutionelle Diskriminierung, globalisierte Bildungswelt

Ent- und Begrenzung der Wissensproduktion in einer globalisierten Bildungswelt

Chair(s): Nina Westerholt (Hochschule Niederrhein, Deutschland), Sandra Holtgreve (Hochschule RheinMain)

Im Forschungsforum betrachten wir die Ent- und Begrenzung(en) von Wissensproduktion in einer globalisierten Bildungswelt und überschreiten dabei theoretische, methodische und disziplinäre Grenzen. Mit Kindertagesstätte, Schule, Hochschule und Wissenschaftskonferenzen werden Bildungsorte verschiedener Lebensphasen in den Blick genommen, deren ‚Grenzen‘ zum Beispiel durch Migrationsbewegungen oder Globalisierung immer wieder neu in Frage gestellt werden. Dabei werden die Akteur*innen, die den Bildungsrahmen gestalten, in den Vordergrund gestellt und ergänzen somit Ansätze, die die Position von Bildungsempfänger*innen untersuchen. Im Forschungsforum wollen wir erörtern, welche Grenzen in den Lehr-Lernsettings, -diskursen und -praxen in diesen Bildungsinstitutionen (re-)produziert werden. Inwiefern werden durch Ent- und Begrenzung (Un-)gleichheiten und Machtasymmetrien legitimiert? Wie kann man diesen Ungleichheiten begegnen?

 

Beiträge des Panels

 

Rassismuskritische Fachdidaktik

Prof. Dr. Nina Simon1, Prof. Dr. Karim Fereidooni2
1Universität Leipzig, 2Ruhr-Universität Bochum

Basierend auf Erläuterungen zu Rassismus, Rassismuskritik sowie einem Plädoyer für eine gesellschaftstheoretisch informierte, kritisch-reflexive Fachdidaktik gehen wir in unserem theoretischen Vortrag der Frage nach, welcher Prämissen rassismuskritische Fachdidaktik bedarf und welche Herausforderungen damit verbunden sind.
Die Notwendigkeit einer bisher nur marginal vertretenen rassismuskritischen Perspektive auf rassismusrelevante Sachverhalte in den Fachdidaktiken und damit im Kontext einer der zentralen Bildungsinstitutionen, der Schule, stellt dabei den Ausgangspunkt der nachfolgenden Betrachtung dar.
Zentral erscheint uns eine rassismuskritisch informierte Perspektive auf Fachdidaktiken nicht zuletzt deshalb, da diesen neben dem Generieren wissenschaftlicher Erkenntnisse die Aufgabe zukommt, sie in fachdidaktische Umsetzungsvorschläge, die somit „Lösungsvorschläge“ darstellen, zu übersetzen und damit (auch) Lehramtstudent_innen, Referendar_innen und Lehrer_innen einen Zugang zum Feld rassismuskritischer Fachdidaktik zu ermöglichen.Rassismuskritische Fachdidaktik stellt keineswegs einzig, aber auch für Schule(n) in der Migrationsgesellschaft ein unabdingbares Moment dar, trägt doch die Absenz einer derart ausgerichteten Fachdidaktik zur (Re)Produktion hegemonialer Wissensbestände, die (gerade in der zentralen Bildungsinstitution Schule) als Begrenzung(en) gedacht werden sollte, bei.

 

Be- und Entgrenzung durch bzw. von Wissen und Macht in Studiengängen der Sozialen Arbeit mit internationalem Fokus

Nina Westerholt
Hochschule Niederrhein

Hochschulinternationalisierung gilt häufig als neutrale und unausweichliche Antwort auf Globalisierungsprozesse (Majee/Ress 2020). Allerdings besteht dabei die Gefahr einer Fortsetzung eurozentristischer Wissensproduktion (Stein 2019) und somit der (Re-)Produktion von Wissensgrenzen und Machtgrenzen – Aspekte, die in der Forschung um Internationalisierung bislang allerdings nur wenig Beachtung finden.

Der Beitrag beschäftigt sich mit den Internationalisierungsdiskursen deutscher Hochschulen und speziell des Studiengangs Soziale Arbeit. Auf Basis einer kritischen Diskursanalyse wird untersucht, inwiefern in Internationalisierungsdiskursen des Studiengangs Soziale Arbeit eine Be- und Entgrenzung durch bzw. von Wissen und Macht stattfindet. Inwiefern lassen sich Mechanismen des Otherings in Modulhandbüchern von Studiengängen der Sozialen Arbeit mit internationalem Fokus erkennen und welche Rolle spielen dabei Konstruktionen um den ‘Westen‘ und den ‚Rest‘ (vgl. Hall 2018)? Dabei wird auch die Frage bearbeitet, inwiefern diese Konstruktionen (gegen-)hegemoniale Wissensordnungen (re-)produzieren. Die besondere Betrachtung des Studiengangs Soziale Arbeit begründet sich in dessen disziplinarischer Nähe zu macht- und differenzsensiblen Ansätzen. Welchen Einfluss haben diese Theorien sowie das ‚Spannungsverhältnis‘ von Kontextualisierung vs. Internationalisierung Sozialer Arbeit auf das Internationalisierungsverständnis im Studiengang Soziale Arbeit?

 

On the promises and pitfalls of building knowledge horizontally in hybrid international conferences - reflections from a transatlantic graduate academy

Sandra Holtgreve
Hochschule RheinMain

After more than a year of pandemic ‘state of crisis’, many colleagues have emphasised the opportunities of virtual spaces for more ecologically and socially sound conferences, but also warned about inequality drivers in the evaluation of their experiences. But only few fully or partly virtual events specifically considered social inequalities in their planning and organisation. The presentation reflects on such an endeavor by asking what changes when these inequalities are explicitly taken into account in the planning and organisation of a virtual academic event series. A reflection of the practices based on work diaries conducted between October 2020 and June 2021 on the planning and implementation process of the event series shows potential to address structural inequalities with admission, funding and language policies, but comes to clear limits in applying horizontal processes to international online conference design and organisation.