Veranstaltungsprogramm

Die Zugänge zu allen Zoom-Räumen finden sie auf der Kongress-Plattform (https://plattform.dgfe2022.de/).
Login mit Ihrem ConfTool-Benutzernamen und Ihrem ConfTool-Passwort.

Hier finden Sie eine Übersicht aller Veranstaltungen des Kongresses.
- Sie können die Veranstaltungen nach Beitragstyp (u.a. Symposium, Arbeitsgruppe, Forschungsforum, Parallelvorträge), Sprache (Englisch, Deutsch, Englisch und Deutsch in einer Veranstaltung) und Themen (Forschungszugänge, Kommissionen, Sektionen) filtern.
- Bitte wählen Sie ein Datum aus, um nur die betreffenden Veranstaltungen anzuzeigen.
- Wählen Sie eine Veranstaltung aus, um zur Detailanzeige zu gelangen.
- Die Vortragenden sind jeweils unterstrichen dargestellt.
- Eine persönliche Agenda kann drei Wochen vor Kongressbeginn auf der Kongressplattform von mcc Agentur für Kommunikation erstellt werden.
- Änderungen des Programmes sind vorbehalten.

 
Nur Sitzungen am Veranstaltungsort 
 
Sitzungsübersicht
Sitzung
Beruflich kompetent! - Entwicklung und Förderung beruflicher Kompetenzen
Zeit:
Dienstag, 15.03.2022:
9:00 - 11:30

Virtueller Veranstaltungsort: Zoom Seminarraum 11
932 6037 0671, J0xYps
Sitzungsthemen:
4. Empirische Bildungsforschung, 7. Berufs- und Wirtschaftspädagogik, Sektion 4, Arbeitsgruppe Empirische Pädagogische Forschung, quantitativ, theoretisch, Deutsch

Zeige Hilfe zu 'Vergrößern oder verkleinern Sie den Text der Zusammenfassung' an
Präsentationen

Beruflich kompetent! - Entwicklung und Förderung beruflicher Kompetenzen

Chair(s): Prof. Dr. Esther Winther (Universität Duisburg-Essen, Deutschland)

In vier Beiträgen werden verschiedene Aspekte der Kompetenzentwicklung in allgemeinen und beruflichen Lerngelegenheiten der ökonomischen Domäne beleuchtet. Allen Beiträgen ist gemein, dass sie Fragen der Erfassung, der Förderung und der instruktionalen Vermittlung ökonomischer Kompetenzen an ein empirisch validiertes Kompetenzmodell der kaufmännischen Berufsbildung binden. Die Beiträge verdeutlichen darüber hinaus, dass wesentliche Fortschritte der beruflichen Kompetenzmodellierung und -erfassung auf wissenschaftlicher Seite mit zentralen Desideraten auf praktischer Seite korrespondieren. Diese Ent/grenz/ungen werden exempalrisch aufgelöst.

 

Beiträge des Panels

 

Beruflichen Kompetenzerwerb fördern: Die Bedeutung ökonomischer Literalität

Fabio Fortunati
Universität Duisburg-Essen

Der Vortrag geht der Frage nach, inwieweit das Konstrukt der Economic Literacy als Prädiktor für den Erwerb kaufmännisch-beruflicher Kompetenz geeignet ist. Economic Literacy wird als Fähigkeit definiert, (gesamt-)wirtschaftliche Zusammenhänge zu verstehen, zu beurteilen und aufgrund dieser Basis fundierte Entscheidungen zu treffen; als lernleitendes Konstrukt wird es zunehmend in den Curricula der allgemeinbildenden Schulen aufgenommen. Der Beitrag adressiert die nachfolgenden Fragestellungen: (1) Wie lässt sich die wirtschaftlichen Domäne so modellieren, dass ökonomische Literalität adäquat abgebildet ist? (2) Wie lässt sich das Konstrukt über ein authentisches, computergestütztes, curricular angebundenes Assessments erfassen? (3) Welche Form weist ein Kompetenzstrukturmodells der ökonomischen Bildung für die Sekundarstufe I im Vergleich zu Kompetenzstrukturmodellen der kaufmännischen Erstausbildung auf? Mithilfe einer komparativen Curriculaanalyse und eines theoretischen Domänenmodells werden die Assessmentinhalte konstruiert; dies ermöglicht eine passgenauere Ausrichtung des Assessments i. S. d. Alignment-Triangle. So lassen sich Handlungskompetenzen sowie spätere Berufskompetenzen möglichst authentisch abbilden. Das im Beitrag vorgestellte Projekt erzeugt empirische Evidenz zum Ist-Stand der ökonomischen Bildung und erlaubt, Handlungsempfehlungen zur Fortentwicklung der Curricula zu formulieren.

 

Kompetenzentwicklung in kaufmännischen Ausbildungsberufen fördern

Beifang Ma, Prof. Dr. Esther Winther
Universität Duisburg-Essen

Auf der Basis empirisch validierter Modellvorstellungen zum Kompetenzzuwachs im Ausbildungsverlauf kaufmännischer Berufe zeigt der Beitrag auf, wie sich eine zweidimensionale Kompetenzmodellstruktur (domänenverbundene und domänenspezifische Kompetenz) längsschnittlich modellieren und empirisch beschreiben lässt. Hierzu liegen Daten eines kaufmännischen Assessments über die Dauer der beruflichen Ausbildung (Ausbildungsbeginn, Beginn des zweiten Ausbildungsjahres und Ende der Ausbildung) vor. Zur Erklärung der Kompetenzstrukturen im Zeitverlauf werden ausbildungsplatzspezifische Merkmale der kaufmännischen Berufsausbildung sowohl auf Seiten der Auszubildenden als auch auf Seiten der beruflichen und betrieblichen Ausbildenden herangezogen, die ebenfalls längsschnittlich erhoben und ausgewertet wurden. So werden beispielsweise die Lernausgangslagen auf Seiten der Lernenden und spezifische Merkmale der Lernumwelt seitens der Schule und Ausbildungsbetriebe erfasst, um Rückschlüsse auf die Gelingensbedingungen der Kompetenzentwicklung in kaufmännischen Ausbildungsberufen ziehen zu können. Auf Basis der vorliegenden Daten kann die Frage beantwortet werden, wie betriebliche Lernbedingungen beschaffen sein sollten, um die berufliche Enkulturation und Kompetenzentwicklung an den verschiedenen Lernorten des dualen Ausbildungssystems zu fördern (vgl. Henson, 2015).

 

Kollaboratives Problemlösen in der beruflichen Bildung fördern

Jessica Paeßens
Universität Duisburg-Essen

Aufgrund veränderter Markt- und Arbeitssituationen wird der Arbeitskontext von kaufmännischen Auszubildenden zukünftig zunehmend von externen Kriterien geprägt sein, die Teamfähigkeit erfordern (Brötz et al., 2014). Während dies genuin in Unternehmen verankert ist – bspw. in Form von zeitlich flexiblen Projektteams–, sind im Schulkontext adäquate Lernsettings bewusst zu implementieren. Dies gelingt, indem Arbeitsprozesse aus dem betrieblichen Kontext in der Schule simuliert und Kollaborationsprozesse didaktisch modelliert werden. Vor diesem Hintergrund fokussiert der Beitrag auf Interventionen in einer webbasierten Bürosimulation (Rausch et al., im Druck), um kollaboratives Problemlösen (CPS) zu fördern. Zur Ausgestaltung des Förderkonzepts kann auf ein CPS-Framework mit kognitiven und sozialen CPS-Komponenten zurückgegriffen werden (Hesse et al., 2015). Die Komponenten von CPS werden vor der Bearbeitung komplexer beruflicher Problemszenarien gezielt gefördert sowie als Interventionen in den CPS-Prozess selbst gegeben: Die gezielte Förderung erfolgt durch ein als betriebliches Briefing angelegtes überfachliches Training. Ein spezifisches – hier kaufmännisches – CPS-Szenario greift die CPS-Interventionen auf und reichert es in Form von automatisierten Interaktionen an. Als Interventionsstudie angelegt, zeigt der Beitrag auf, welche Förderkonzepte kollaboratives Problemlösen fördern und wie sich diese Förderideen in den kaufmännischen Unterricht implementieren lassen.