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Sitzungsübersicht
Sitzung
Das Erforschen pädagogischer Praxis in Anbetracht von Ent | grenz | ung
Zeit:
Montag, 14.03.2022:
14:00 - 16:30

Virtueller Veranstaltungsort: Zoom Seminarraum 32

989 8677 5580, 272854
Sitzungsthemen:
4. Empirische Bildungsforschung, 5. Schulpädagogik, 9. Erwachsenenbildung, Sektion 4, Arbeitsgruppe Empirische Pädagogische Forschung, Sektion 5, Kommission Grundschulforschung und Pädagogik der Primarstufe, qualitativ, quantitativ, theoretisch, Deutsch

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Präsentationen

Das Erforschen pädagogischer Praxis in Anbetracht von Ent | grenz | ung

Chair(s): Dr. Tamara Ehmann (Julius-Maximilians-Universität Würzburg, Deutschland), Prof. Dr. Heinz Reinders (Julius-Maximilians-Universität Würzburg, Deutschland)

Die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit der pädagogischen Praxis stellt einen wichtigen Bereich erziehungswissenschaftlicher Forschung dar, deren Ziel die Überwindung der Grenze zwischen Wissenschaft auf der einen und pädagogischer Praxis auf der anderen Seite ist.

Das Symposium „Das Erforschen pädagogischer Praxis in Anbetracht von Ent | grenz | ung“ setzt sich mit der Gratwanderung des Erforschens pädagogischer Praxis in Anbetracht der Einhaltung wissenschaftlicher Gütekriterien und einer Praxisfokussierung hinsichtlich der praktischen Umsetzbarkeit und Durchführung der Forschung sowie der daraus resultierenden Forschungsergebnisse auseinander.

Durch die vorhandene Interdisziplinarität des Symposiums werden vor diesem Hintergrund einerseits unterschiedliche Forschungsgegenstände diskutiert sowie andererseits verschiedene methodische Herangehensweisen für die Beantwortung der jeweiligen Fragestellungen erörtert.

 

Beiträge des Panels

 

Das Erforschen pädagogischer Praxis

Prof. Dr. Dagmar Bergs-Winkels
Alice Salomon Hochschule Berlin, Deutschland

Der Beitrag bildet den Einstieg in das Symposium und bietet einen allgemeinen Überblick über das Erforschen der pädagogischen Praxis als wichtigen Bereich erziehungswissenschaftlicher Forschung. Deren Ziel ist die Überwindung der Grenze zwischen Wissenschaft auf der einen und pädagogischen Praxis auf der anderen Seite.

Dabei werden das Erforschen der pädagogischen Praxis im Allgemeinen und die Evaluation im Spezifischen als eine am outputorientierte Steuerungsmaßnahmen verstanden. Eine solche Steuerung basiert auf messbaren Bewertungskriterien, die Grundlage für Entscheidungen und Veränderungen sind. Sie impliziert die Möglichkeit, aus Fehlern zu lernen und über die Analyse der Fehler und entsprechenden Veränderungen eine höhere Qualität pädagogischer Projekte, Maßnahmen und Prozessen zu erreichen.

In diesem Sinne nimmt das Erforschen pädagogischer Praxis jeweils eine wissenschaftliche und eine pragmatische Perspektive ein. Durch das „Primat der Praxis“ steht das Erforschen pädagogischer Praxis immer im Spannungsfeld zwischen systematischem wissenschaftlichen Arbeiten und Erkenntnis- und Verwertungsinteresse von Auftraggebenden und Stakeholdern, d.h. den Beteiligten und Betroffenen.

 

Gelingensbedingungen der Digitalisierung in der Erwachsenenbildung und beruflichen Weiterbildung

Lisa Breitschwerdt, Prof. Dr. Regina Egetenmeyer
Julius-Maximilians-Universität Würzburg, Deutschland

Der Vortrag analysiert die Gelingensbedingungen der Digitalisierung in der Erwachsenenbildung und beruflichen Weiterbildung. Basierend auf einer Literaturanalyse wurde ein Mehrebenenmodell entwickelt (Egetenmeyer et al., 2019), aus dem heraus die Untersuchungsmerkmale abgeleitet wurden. Die Studie orientiert sich methodologisch an der Critical Communicative Method (Gómez et al., 2011) sowie dem gestaltungsorientierten Ansatz (Tulodziecki et al., 2014) und verfolgt damit ein dialogisches Untersuchungsverfahren mit den Praxisfeldern der Erwachsenenbildung/Weiterbildung. Die Datenbasis wurde in zwei Dachorganisationen und sechs Bildungseinrichtungen generiert. Die Datenerhebung orientiert sich an dem Ansatz der Mixed Methods mit einer Fragebogenerhebung sowie Fokusgruppen und Expert*inneninterviews. Es werden Ergebnisse aus der inhaltsanalytischen Datenanalyse der Fokusgruppen und Expert*inneninterviews vorgestellt.

Literatur

Egetenmeyer, R. et al. (2019). From ‘traditional professions’ to ‘new professionalism’: A multi-level perspective for analysing professionalisation in adult and continuing education. Journal of Adult and Continuing Education, 25(1), S. 7–24.

Gómez, A. et al. (2011). Critical Communicative Methodology: Informing Real Social Transformation Through Research. Qualitative Inquiry, 17 (3), S. 235–245.

Tulodziecki, G. et al. (2014). Gestaltungs- und entwicklungsorientierte Bildungsforschung (Enzyklopädie Erziehungswissenschaft Online EEO). Weinheim: Beltz Juventa.

 

Förderung medienpädagogischer Kompetenzen bei Lehramtsstudierenden – Evaluation eines Intensivpraktikums als Professionalisierungsmaßnahme

Dr. Sarah Lange, Larissa Ade, Daniel Then, Prof. Dr. Sanna Pohlmann-Rother
Julius-Maximilians-Universität Würzburg, Deutschland

Um Medienkompetenzen bei Lehramtsstudierenden zu fördern, lassen sich Praxisphasen im Studium als Lerngelegenheiten nutzen, die zur Kompetenzentwicklung der Studierenden beitragen können.

Mit dem Ziel, handlungsbezogene Medienkompetenzen bei Studierenden des Lehramts an Grundschulen auszubilden, wurde im Wintersemester 2018/19 an einer bayrischen Universität ein 10-wöchiges Intensivpraktikum am Lehrstuhl für Grundschulpädagogik und Grundschuldidaktik eingeführt. Das Praktikumskonzept basiert darauf, den Studierenden die Möglichkeit zu bieten, selbst entwickelte Unterrichtsszenarien mit und über digitale Medien in diesem geschützten Rahmen zu erproben und somit das Praktikum zur Berufsfelderprobung im Bereich ‚Lehren und Lernen mit digitalen Medien‘ zu nutzen.

Im Rahmen der formativen Evaluation wurde in drei Semestern ab Wintersemester 2018/19 qualitativ-empirisch die Perspektive der Studierenden erhoben. Die Stichprobe umfasste Studierendengruppen aus drei Praktikumskohorten (gesamt N=20), die nach dem Praktikum in leitfadengestützten Gruppeninterviews befragt wurden. Die Auswertung erfolgte anhand der qualitativen Inhaltsanalyse mit deduktiv-induktiver Kategorienbildung. Die Mehrheit der Befragten gibt an, durch das Praktikum ermutigt worden zu sein, digitale Medien in ihrem zukünftigen Unterricht einzusetzen. Zudem zeigen sie ein vertieftes Verständnis für die Potenziale und Anforderungen eines digital gestützten Unterrichts.

 

Identifikation integrations- und empowermentfördernder Gelingensbedingungen pädagogischen Handelns im Kontext von geflüchteten und migrierten Familien

Dr. Tamara Ehmann, Sylvia Klinge, Prof. Dr. Heinz Reinders
Julius-Maximilians-Universität Würzburg, Deutschland

Insbesondere außerschulische Bildungsangebote stellen Räume der Integrations- und Empowermentförderung von geflüchteten und migrierten Heranwachsenden und deren Familien dar. Auf Grundlage von zwei Begleitstudien im Bereich der außerschulischen Bildungsangebote können Aussagen über integrations- sowie empowermentfördernde Gelingensbedingungen getätigt werden. In beiden Studien kamen sowohl qualitative als auch quantitative Längsschnittstudien zum Einsatz. Hierbei wurden die Projektdurchführenden zur Umsetzung der jeweiligen Gelingensbedingungen sowie ihrer Einschätzung hinsichtlich des Integrations- sowie Empowermentsbestrebens der Teilnehmenden innerhalb ihrer Praxisprojekte befragt.

Die anfangs angenommene theoretische Grundlage pädagogischer Institutionen nach Merkens (2006) konnte durch die durchgeführten wissenschaftlichen Begleitstudien nicht vollumfänglich belegt werden, sodass aufgrund der pädagogischen Praxis eine Theorieerweiterung vorgenommen wurde.

An diesen beiden vorgestellten Begleitstudien soll die eingangs aufgezeigte Gratwanderung des Erforschens von pädagogischer Praxis abschließend reflektiert und forschungsleitende Implikationen insbesondere im Bereich der Verwendung des Transfers von Forschungsergebnissen und dessen Grenzen diskutiert werden.

Literatur

Merkens. H. (2006). Pädagogische Institutionen. Pädagogisches Handeln im Spannungsfeld von Individualisierung und Organisation. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften.



 
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