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Sitzungsübersicht
Sitzung
Grenzen und Entgrenzungen in Bildungsprozessen im Anthropozän. Perspektiven aus der multilateralen Arbeit der UNESCO
Zeit:
Dienstag, 15.03.2022:
12:00 - 13:00

Virtueller Veranstaltungsort: Zoom Hörsaal 5 DI
957 6536 5550, 461315
Sitzungsthemen:
2. Allgemeine Erziehungswissenschaft, 3. Interkulturelle und International Vergleichende Erziehungswissenschaft, Ohne Kommission, qualitativ, Deutsch

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Präsentationen

Grenzen und Entgrenzungen in Bildungsprozessen im Anthropozän. Perspektiven aus der multilateralen Arbeit der UNESCO

Chair(s): Prof. Dr. Elke Kleinau (Universität zu Köln)

Vortragende: Prof. Dr. Christoph Wulf (Freie Universität Berlin, Deutschland)

Die Welt ist für die Menschheit ein physisches und ein kulturelles Erbe, das es zu erhalten, zu gestalten und an die nachfolgenden Generationen zu transferieren gilt. Wie wird in den globalen Programmen der UNESCO mit Grenzen umgegangen, lautet die zentrale Frage. An Beispielen aus den Bereichen Immaterielles Kulturelles Erbe, Weltkulturerbe, Weltdokumentenerbe, Biosphärenreservate und Geoparks lässt sich zeigen, dass die traditionelle Unterscheidung zwischen Natur- und Kulturerbe nicht mehr greift, da es kaum noch Naturbereiche gibt, die nicht vom Menschen beeinflusst werden. Daher besteht eine wichtige Aufgabe darin, das Verhältnis zwischen Natur und Kultur neu zu bestimmen und die traditionellen Grenzziehungen zwischen Natur und Kultur zu verändern. Wie bilden sich welche Grenzen in der globalisierten Welt, wie wird mit ihnen umgegangen, wie werden sie dekonstruiert bzw. verschoben. Was bedeutet ein neues Verständnis von Grenze für Bildungsprozesse, die sich an den Zielen nachhaltiger Entwicklung und an der Erziehung zum Weltbürger (Global Citizenship Education) orientieren. In diesen Zusammenhängen gilt es Perspektiven der Differenz und kulturellen Diversität mit allgemeinen Perspektiven zu verbinden, die die Situation der Menschheit insgesamt betreffen.



 
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