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Sitzungsübersicht
Sitzung
Die ‚westliche Diagnostik‘ und ihr Anderes: migrantisierte Kindheiten in der Praxis ‚der Inklusion‘
Zeit:
Dienstag, 15.03.2022:
12:00 - 13:00

Virtueller Veranstaltungsort: Zoom Hörsaal 1 DI

948 5708 0283, 693006
Sitzungsthemen:
3. Interkulturelle und International Vergleichende Erziehungswissenschaft, 8. Sozialpädagogik und Pädagogik der frühen Kindheit, Sektion 3, Kommission Interkulturelle Bildung, Sektion 8, Kommission Pädagogik der frühen Kindheit, qualitativ, theoretisch, Deutsch

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Präsentationen

Die ‚westliche Diagnostik‘ und ihr Anderes: migrantisierte Kindheiten in der Praxis ‚der Inklusion‘

Chair(s): Prof. Dr. Yasemin Karakaşoğlu (Universität Bremen)

Vortragende: Prof. Dr. Donja Amirpur (Hochschule Niederrhein)

Die für Deutschland aus der Ratifizierung der UN-BRK erwachsene Pflicht, die Segregation behinderter Schüler*innen zu beenden, hat zwar zu einer Diskussion über Inklusion geführt, aber in ihrer ‚Umsetzung‘ auch dazu, dass immer mehr Kindern ein sonderpädagogischer Förderbedarf attestiert wird. Der sich abzeichnende Ressourcen-Etikettierungseffekt scheint neben der schulischen Praxis auch die frühe Kindheit zu umfassen: Mit ihrer Aufwertung zur ‚Bildungsinstitution‘ haben in Kita Verfahren der Bildungsbeobachtung, -dokumentation und Entwicklungsdiagnostik Einzug erhalten. Seit der Jahrtausendwende gelten multiprofessionelle Blicke aufs Kind als fachlicher Standard, die Zusammenarbeit von Kindheitspädagogik, psychologischer Sprachdiagnostik, Frühförderung und Medizin als Schlüssel zu Inklusion. Erste empirische Ergebnisse zeigen nun, dass auch in Kita eine Überrepräsentanz migrantisierter Kinder in der sonderpädagogischen Förderung feststellbar ist. Der Vortrag diskutiert vor diesem Hintergrund bildungspolitische Entwicklungen und pädagogische Praxis aus migrationspädagogischer Perspektive und stellt Anfragen an die Sonder- respektive Inklusive Pädagogik. Im Mittelpunkt steht die Arbeitshypothese, dass diagnostische Gelegenheiten geschaffen wurden, um zusätzliche Ressourcen in Kita akquirieren zu können, die mit migrationsgesellschaftlichen Gelegenheiten korrespondieren, Kinder und ihre Familien durch Akte der Grenzziehung als Entwicklungsgefährder und Risikogruppe herzustellen.



 
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