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Sitzungsübersicht
Sitzung
Inklusion, Neuzuwanderung und Flucht: Vergleichende Rekonstruktionen sprachlicher Bildung in separierenden und integrativen Schul- und Unterrichtsmodellen
Zeit:
Mittwoch, 16.03.2022:
9:30 - 11:30

Virtueller Veranstaltungsort: Zoom Seminarraum 34
971 8572 7089, 707731
Sitzungsthemen:
3. Interkulturelle und International Vergleichende Erziehungswissenschaft, Sektion 3, Kommission Interkulturelle Bildung, qualitativ, Deutsch

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Präsentationen

Inklusion, Neuzuwanderung und Flucht: Vergleichende Rekonstruktionen sprachlicher Bildung in separierenden und integrativen Schul- und Unterrichtsmodellen

Chair(s): Prof. Dr. Sara Fürstenau (Universität Hamburg), Prof. Dr. Lisa Rosen (Universität Koblenz-Landau, Deutschland)

Diskutant*innen: Prof. Dr. Michelle Proyer (Universität Wien)

Mit rekonstruktiven Analysen zu In- und Exklusion werden kaum untersuchte schulische Modelle (teilintegrativ, inklusiv) sowie der Übergang in die Regelklasse im Kontext von Neuzuwanderung beleuchtet. Dabei steht die sprachliche Bildung unter den gesetzlichen und institutionellen Vorgaben von drei Bundesländern und unterschiedlicher Schulstufen im Fokus. Kontrastierend wird in den Vorträgen 1) die Präsenz von Exklusionsmechanismen im integrativen als auch im parallelen Modell, 2) die Adressierungen neuzugewanderter Schüler*innen im internationalen Vergleich (Deutschland/Italien) und 3) die diskursive bildungspolitische Rahmung der Deutschförderung gegenüber der pädagogischen Praxis der Sprachfördermaßnahmen im Deutschen untersucht. Nach einführenden Vorträgen zu den Dissertationsvorhaben (2 & 3) und dem DFG-Projekt (1) sollen im Forschungswerkstattformat parallel erste Hypothesen kommunikativ validiert und dann durch einen Kommentar aus dem internationalen Diskursraum gerahmt werden.

 

Beiträge des Panels

 

Ein Vergleich von Exklusionsmechanismen im integrativen und parallelen Modell – Einblicke in drei Hamburger Stadtteilschulen

Simone Plöger, Dr. Elisabeth Barakos
Universität Hamburg

Neu zugewanderte Schüler*innen werden in Hamburg zunächst in Internationalen Vorbereitungsklassen (IVK) unterrichtet und wechseln im Schnitt nach zwölf Monaten in die Regelklasse. Im Rahmen des DFG-geförderten Projekts SpraBÜ (Sprachliche Bildung am Übergang) nutzen wir einen ethnographischen Forschungsansatz, um sprachliche Bildungsangebote und -prozesse am Übergang von Vorbereitungs- in Regelklasse in drei Stadtteilschulen zu analysieren. Anhand einer Explorationsstudie (vgl. Plöger in Vorb.) haben wir einen institutionell ethnographisch-reflexiven Ansatz entwickelt (Plöger/Barakos im Erscheinen), mit dem wir Schulen begleiten, in denen Schüler*innen sowohl integrativ (über eine additive Sprachförderung begleitend zum Regelunterricht) als auch parallel (über separate, parallel geführte Vorbereitungsklassen) beschult werden (vgl. Dewitz/Massumi 2017). Im Beitrag wird mittels eines Vergleichs untersucht, welche Exklusionsmechanismen sowohl im integrativen als auch im parallelen System präsent sind und situativ wirksam werden. In unserem Datenkorpus beziehen wir uns auf Protokolle aus teilnehmenden Beobachtungen und informellen Gesprächen, Interviews mit Schulleitungen, Lehrkräften sowie ausgewählten Fokusschüler*innen. Durch den Vergleich können wir datenbasiert den Habitus der IVK als Grenzort institutioneller und individueller Ansprüche problematisieren und beide Modelle der Beschulung mit Hinblick auf Bildungsungleichheiten diskutieren.

 

Adressierungen neuzugewanderter Kinder und Jugendlicher im Alltag integrativer Schulfor-men in Deutschland und Italien

Fenna tom Dieck
Universität Koblenz-Landau

Die Bildungssysteme Deutschlands und Italiens sind durch unterschiedliche historisch gewachsene Strukturen des schulorganisatorischen Umgangs mit Neuzuwanderung gekennzeichnet: Während in Deutschland die Beschulung neuzugewanderter Schüler*innen häufig über einen Zeitraum von mehreren Jahren teilintegrativ oder gänzlich von der übrigen Schüler*innenschaft separiert erfolgt (Vogel/Stock 2018: A11), werden neuzugewanderte Schüler*innen in Italien meist von Beginn an in Regelklassen beschult (Grigt 2018: B9; Dovigo 2020).

Dies bildet einen Ausgangspunkt der Dissertation „Schulische Teilhabe neuzugewanderter Kinder & Jugendlicher im internationalen Vergleich“. Einem ethnographischen Zugang folgend wurde hier der schulische Alltag von Kindern und Jugendlichen aus unterschiedlichen Migrationskontexten im Alter von neun bis fünfzehn Jahren in mehreren Feldphasen teilnehmend beobachtet. Im Fokus stehen Settings gemeinsamen Unterrichts in Regelklassen in jeweils zwei Schulen in Italien und Deutschland in vergleichender Perspektive (Fritzsche 2013: 198; Proyer/Bilgeri 2021: 308). Die Auswertungen des erhobenen Materials erfolgen mit der Grounded Theory (Charmaz 2014). Den Fokus dieses Beitrags bilden Rekonstruktionen von Adressierungen (Rose/Ricken 2018: 168) neuzugewanderter Schüler*innen durch Mitschüler*innen und pädagogisch Professionelle. In diesem Zusammenhang werden interaktive Prozesse der Grenzziehung und -bearbeitung im Kontext sprachlicher Bildung herausgearbeitet.



 
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