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Sitzungsübersicht
Sitzung
Schulentwicklung unter den Bedingungen der Pandemie: Eine längsschnittliche Analyse der schulspezifischen Herausforderungen
Zeit:
Mittwoch, 16.03.2022:
9:30 - 11:30

Virtueller Veranstaltungsort: Zoom Seminarraum 31
937 9854 4993, 057582
Sitzungsthemen:
4. Empirische Bildungsforschung, 5. Schulpädagogik, 14. Organisationspädagogik, Sektion 4, Arbeitsgruppe Empirische Pädagogische Forschung, quantitativ, Deutsch

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Präsentationen

Schulentwicklung unter den Bedingungen der Pandemie: Eine längsschnittliche Analyse der schulspezifischen Herausforderungen

Chair(s): Prof. Dr. Tobias Feldhoff (Johannes Gutenberg Universität Mainz, Deutschland), Prof. Dr. Falk Radisch (Universität Rostock)

Diskutant*innen: Prof. Dr. Herbert Altrichter (Johannes Kepler Universität Linz, Österreich)

Die Weiterentwicklung der schulischen Qualität ist zentral von den Fähigkeiten der Schulen abhängig, auf Herausforderungen kompetent zu reagieren. Die COVID-19-Pandemie kann als eine besonders starke Herausforderung interpretiert werden, der sich die Schulen stellen müssen. Etablierte Handlungsroutinen wurden unter Druck gesetzt und mussten in kürzester Zeit angepasst werden. Die Schulleiter*innen nehmen diesbezüglich eine Schlüsselposition ein. In diesem Forum wird anhand einer Längsschnittstudie in allgemeinbildenden Schulen in Deutschland, Österreich und der Deutschschweiz zu drei Zeitpunkte (Herbst 2020 / Frühjahr 2021 / Sommer 2021) untersucht, wie die Schulen mit den Herausforderungen umgegangen sind, welche Strategien sie eingesetzt haben und inwiefern die Schulen durch die Pandemie Veränderungen realisieren konnten. Aktuell liegen Daten von Schulleiter*innen aus t1 (N = 1174) und t2 (N = 1577) vor, zum Kongress werden Ergebnisse zu allen drei Zeitpunkten präsentiert.

 

Beiträge des Panels

 

Theoretisches Konzept und Design der Studie sowie methodologische Analysen

Prof. Dr. Tobias Feldhoff1, Prof. Dr. Falk Radisch2, Prof. Dr. Katharina Maag Merki3
1Johannes Gutenberg Universität Mainz, Deutschland, 2Universität Rostock, 3Universität Zürich, Schweiz

Dieser Beitrag führt in das theoretische Konzept sowie das methodische Design der Studie ein. Die Studie ist eine Längsschnittstudie über drei Messzeitpunkte, wobei das Erleben der Schulleiter*innen zu Beginn des Schuljahres 20201/2021 (September/Oktober 2020), Mitte des Schuljahres (Februar/März 2021) sowie am Ende des Schuljahres (Juni 2021) untersucht wird. Die Grundgesamtheit bilden die allgemeinbildenden Schulen in den Bundesländern und ausgewählten Kantonen in Deutschland, Österreich und der Deutschschweiz. Die realisierte Stichprobe ist repräsentativ in Bezug auf die Verteilung der Schulformen, teilweise auch in Bezug auf die regionale Lage. Theoretisch orientiert sich die Studie an Konzepten der Schulentwicklung und Schulentwicklungskapazität (Mitchell & Sackney, 2011) sowie der Schulleitungsforschung (Leithwood et al., 2020). Die Realisierung einer Längsschnittstudie in Zeiten von bildungs- und gesellschaftspolitischen Risikobedingungen ist besonders herausforderungsreich, wobei im Beitrag die Stärken und Grenzen der Studie insbesondere aus methodischer Perspektive diskutiert werden soll.

 

Schulentwicklung in der Pandemie – ein Ländervergleich

Prof. Dr. Nina Jude1, Prof. Dr. Falk Radisch2, Prof. Dr. Stefan Brauckmann-Sajkiewicz3
1Universität Heidelberg, 2Universität Rostock, 3Alpen-Adria-Universität Klagenfurt

In diesem Beitrag wird untersucht, wie Schulen neuartige Herausforderungen in disruptiven Zeiten wahrnehmen, welche darauf bezogenen Handlungsstrategien sie entwickeln und welche Effekte auf die Schulentwicklung beobachtbar sind. Dabei steht insbesondere eine ländervergleichende Perspektive im Fokus. Im Ländervergleich ist nicht nur auf Systemebene von unterschiedlichen Ausgangssituationen auszugehen: Die drei hier untersuchten Länder wiesen vor der Pandemie heterogene Voraussetzungen hinsichtlich der Digitalisierung auf. Als Reaktionen auf die gesundheitlichen Risiken griffen auf Länderebene unterschiedliche administrative Regelungen. Nicht zuletzt sind in föderalen Systemen auch innerhalb des "Bildungssystems" große Unterschiede in der Förderung und Umsetzung digitaler Lösungen zu beobachten. Dieser Beitrag wählt einen vergleichenden Zugang und nimmt Herausforderungen, Strategien und Professionalisierung in allen drei Ländern den Blick. Ausgehend von der Darstellung der Unterschiede in den Ausgangslagen werden die Entwicklungen für Deutschland, Österreich und für fünf deutschsprachige Kantone der Schweiz über den Verlauf des Schuljahres 2020/2021 beschrieben. Analysiert wird weiterhin, welche Kontextfaktoren mit unterschiedlichen Entwicklungsverläufen in den drei Ländern zusammenhängen. Diskutiert wird die Bedeutung von verfügbaren Strategien und Professionalisierung im Bereich Schulentwicklung im trinationalen Vergleich.

 

Schulspezifische Profile zum Umfang mit der Pandemie

Dr. Katharina Kriegbaum1, Dr. Mona Arndt2, Olivia Wüst3
1Universität Heidelberg, 2Universität Rostock, 3Universität Zürich

Das Konzept der Selbstwirksamkeit nach Bandura (1992) wurde auf zahlreiche Situationen bezogen und in unterschiedlichen Handlungsfeldern angewendet. So lässt sich die Theorie bspw. auf die Stressbewältigung oder das Gesundheitsverhalten übertragen (Jerusalem & Schwarzer 1992). Zahlreiche Untersuchungen belegen, dass die Selbstwirksamkeitserfahrungen eine Grundbedingung dafür darstellen, Herausforderungen mit innovativen Ideen zu begegnen (u.a. Jerusalem 2002). Eine hohe Selbstwirksamkeit geht u. a. mit einer größeren Anstrengung und einer größeren strategischen Flexibilität bei der Problemlösung einher (Bandura 1997). Vor diesem Hintergrund fokussiert der Beitrag die Wahrnehmung der pandemiebedingten Herausforderungen der Schulleiter*innen sowie den Umgang der Schulen mit diesen unter Einbezug der kollektiven Selbstwirsamkeit. Erste Ergebnisse zeigen, dass systematische Unterschiede zwischen den Schulen bestehen. Dies zeigt sich v. a. im Erleben der Herausforderungen, in den (Vor-)Erfahrungen mit digitalem Lernen sowie in der schulischen Selbstwirksamkeit. Latente Profilanalysen zeigen grosse Unterschiede u. a. in Bezug auf die einzelnen Schulformen, die Nationen sowie die Zusammensetzung der Schülerschaft. Zudem wird der Frage nachgegangen, inwiefern die identifizierten Profile über das Schuljahr 2020/2021 hinweg stabil blieben oder sich ggf. veränderten. Praktische Implikationen als Anlass für Schulentwicklung werden diskutiert.

 

COVID-19-Pandemie als driver for change?

Francesca Suter1, Prof. Dr. Katharina Maag Merki1, Prof. Dr. Tobias Feldhoff2, Tanja Rettinger2
1Universität Zürich, 2Johannes Gutenberg Universität Mainz, Deutschland

Im Zentrum dieses Beitrags stehen die Fragen, wie die Schulen die durch die Pandemie hervorgerufenen Herausforderungen bewältigten, welche Faktoren den erfolgreichen Umgang mit diesen Herausforderungen unterstützten und welche Veränderungen in Schule und Unterricht mit der Pandemie verbunden sind. Diese Fragen werden auf Basis theoretischer Wirkungsmodelle (Bryk et al., 2010; Mitchell & Sackney, 2011) mittels Strukturgleichungsmodellen im Längsschnitt untersucht. Erste Analysen unter Berücksichtigung der Daten zum ersten Messzeitpunkt zeigen folgende Befunde: 1. Je erfahrener die Schulen vor der Pandemie in den Bereichen Digitalisierung (DI) und Schulentwicklung (SE) waren, desto stärker waren sie überzeugt, in ihrer Schule erfolgreich mit der Pandemie umgehen zu können und desto geringer erlebten sie die Herausforderungen. 2. Je besser sich die Schulleiter*innen von den Schulbehörden informiert fühlten, desto geringer erlebten sie die Herausforderungen. 3. Der wahrgenommene Nutzen der Pandemie wird durch die Erfahrungen der Schulen in SE und DI vor der Pandemie positiv beeinflusst, allerdings vermittelt durch die Selbstwirksamkeitsüberzeugungen der Schulen und den implementierten Strategien in den Schulen während der Pandemie. Am Kongress werden die Ergebnisse der Längsschnittanalysen präsentiert und Implikationen für die Praxis diskutiert.



 
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