Veranstaltungsprogramm

Die Zugänge zu allen Zoom-Räumen finden sie auf der Kongress-Plattform (https://plattform.dgfe2022.de/).
Login mit Ihrem ConfTool-Benutzernamen und Ihrem ConfTool-Passwort.

Hier finden Sie eine Übersicht aller Veranstaltungen des Kongresses.
- Sie können die Veranstaltungen nach Beitragstyp (u.a. Symposium, Arbeitsgruppe, Forschungsforum, Parallelvorträge), Sprache (Englisch, Deutsch, Englisch und Deutsch in einer Veranstaltung) und Themen (Forschungszugänge, Kommissionen, Sektionen) filtern.
- Bitte wählen Sie ein Datum aus, um nur die betreffenden Veranstaltungen anzuzeigen.
- Wählen Sie eine Veranstaltung aus, um zur Detailanzeige zu gelangen.
- Die Vortragenden sind jeweils unterstrichen dargestellt.
- Eine persönliche Agenda kann drei Wochen vor Kongressbeginn auf der Kongressplattform von mcc Agentur für Kommunikation erstellt werden.
- Änderungen des Programmes sind vorbehalten.

 
Nur Sitzungen am Veranstaltungsort 
 
 
Sitzungsübersicht
Sitzung
Ent- und Begrenzungen des Lernens mit digitalen Medien bei Kindern und Jugendlichen in verschiedenen Bildungskontexten
Zeit:
Mittwoch, 16.03.2022:
9:30 - 11:30

Virtueller Veranstaltungsort: Zoom Seminarraum 30

978 8578 1370, 349313
Sitzungsthemen:
4. Empirische Bildungsforschung, 12. Medienpädagogik, Sektion 4, Arbeitsgruppe Empirische Pädagogische Forschung, qualitativ, quantitativ, Deutsch

Zeige Hilfe zu 'Vergrößern oder verkleinern Sie den Text der Zusammenfassung' an
Präsentationen

Ent- und Begrenzungen des Lernens mit digitalen Medien bei Kindern und Jugendlichen in verschiedenen Bildungskontexten

Chair(s): Prof. Dr. Ivo Züchner (Philipps-Universität Marburg, Deutschland), Prof. Dr. Angela Tillmann (TH Köln), Prof. Dr. Kai Hugger (Universität zu Köln)

Digitalisierung trägt zu einer Dezentralisierung und Deregulierung von Bildungsorten bei. Kinder und Jugendliche finden im Rahmen digitaler Mediennutzung an verschiedenen Orten neue Zugänge zu Wissen und können online sowie offline in hybriden Bildungskontexten lernen. Entsprechend wird heute Medienbildung entlang der gesamten „Bildungskette“ gefordert, die alle Kontexte der Medienbildung einbezieht und auch die Überlappungsbereiche einbezieht. Da sich die gegenwärtige Forschung zu digitalen Medien in der Bildung meist auf einzelne Bildungsorte bezieht, wird in diesem Forschungsforum anhand vier empirischer Zugänge das Zusammenspiel von schulischer und außerschulischer Bildung beleuchtet. Die Frage ist, welche Kompetenzen sich Kinder und Jugendliche im Zusammenspiel verschiedener Bildungskontexten aneignen. Auf der Grundlage der vier sich ergänzenden Zugänge wird diskutiert, wie eine angemessene Passung zwischen unterschiedlich formalisierten Bildungskontexten hergestellt werden kann.

 

Beiträge des Panels

 

Gestaltbarkeit im Schnittfeld zwischen FabLabs und Schule

Elisa Dittbrenner1, Prof. Dr. Heidrun Allert1, Prof. Dr. Lydia Murmann2
1Christian Albrechts-Universität zu Kiel, 2Universität Bremen

Zur Generierung von Veränderungswissen für das Schnittfeld Fablab/ Schule forscht und gestaltet das DBR-Projekt „FaBuLoUs“ auf drei Ebenen: a) Gelingensbedingungen für die Kooperation von Schule/FabLab, b) Potenziale von FabLabs für Schüler*innen durch Gestaltung von Bildungsmodulen, und c) Rolle informellen Wissens in non-formalen Settings und deren Anerkennungsformen.

Gelagert sind diese Zielsetzung auf der Designhypothese, dass Themen der Digitalisierung in non-formalen Settings wie FabLabs anders als in Schule betrachtet, zu Wort gebracht und gestaltet werden können. Damit markiert das Projekt sowohl Fragen der Mit-Gestaltbarkeit (post-)digitaler Prozesse allgemein als auch die Gestaltbarkeit von Bildungsprozessen als Kernproblem pädagogisch-didaktischer Intervention.

Die Erkenntnisse des Projekts sollen für das Forschungsforum anhand einer Reflexion vorgefundener und hergestellter Gestaltbarkeit im Schnittfeld zwischen FabLabs und Schule vorgestellt werden. Die Reflexionen folgen dem von Grundwald skizzierten Begriff von Gestaltbarkeit, der ermöglichen soll, „das Verhältnis von Intentionen ex ante und realen Folgen ex post einschließlich der Nebenfolgen zu betrachten und im jeweiligen Einzelfall die Grenze zwischen Gestaltbarkeit und Nicht-Gestaltbarkeit zu beurteilen“ (Grunwald 2003, S. 35).

 

Wozu noch Schule, wenn es YouTube gibt?

Dr. Ilona Andrea Cwielong1, Verena Honkomp-Wilkens2, Prof. Dr. Karsten Wolf2, Prof. Dr. Sven Kommer1
1RWTH Aachen, 2Universität Bremen

Digitale Medien eröffnen in einer tiefgreifend mediatisierten Welt sowohl potentielle als auch praktische Zugänge zu Bildungsressourcen jenseits formaler Bildungsangebote. Damit gestaltet sich die Relation von formaler und non-formaler Bildung neu, das Bildungssystem verliert sein bisheriges Alleinstellungsmerkmal ‚Wissensvorsprung‘ und erfährt damit eine Entgrenzung. Das hier berichtende BMBF-Verbundprojekt Dab-J untersucht in vier Teilprojekten interdisziplinär und triangulativ am Beispiel der Nutzung von Erklärvideos auf der Plattform YouTube digitale außerschulische lern- und bildungsbezogene Handlungspraxen von Jugendlichen. Die Daten der vor der Corona-Pandemie durchgeführten quantitativen Untersuchung werden dabei ergänzt um eine qualitative Studie, welche zusätzlich die pandemiebedingten Veränderungen beim Umgang mit den Erklärvideos einfängt. Insgesamt wird hier eine deutliche Entgrenzung des ‚Lernraums Schule‘ deutlich: um im formalen System zu reüssieren, nutzen die Heranwachsenden ein vielfältiges Set von Videos – insbesondere dann, wenn die schulische Vermittlung wenig erfolgreich ist. Nicht zuletzt als Folge des Notfall-Distanzunterrichts wandern die Videos aber verstärkt auch in das formale Bildungssystem ein. Der Beitrag stellt zunächst Ergebnisse des Projekts vor und diskutiert auf deren Basis die Frage nach den hier zu beobachtenden Entgrenzungen (wie auch neuen Begrenzungen) des traditionellen Bildungssystems.

 

Rekonstruktion des Medienhandelns von Kindern und Jugendlichen im Zusammenspiel unterschiedlicher Bildungskontexte der Ganztagsschule

Prof. Dr. Angela Tillmann1, Ellen Witte1, Prof. Dr. Kai Hugger2, Dr. Riettiens Lilli2
1TH Köln, 2Universität zu Köln

Ganztagsschulen werden durch das Mehr an Zeit und dem Zusammenspiel von formaler Bildung durch schulischen Unterricht, non-formaler Bildung und informeller Bildung neue Potentiale für eine Medienbildung zuerkannt. Das Forscher*innenteam des BMBF-Verbundprojekts Ganztag-digital untersucht im Rahmen einer qualitativen Erhebung mit Schüler*innen der Sek. 1 in Ganztagsschulen des Kreises Recklinghausen, ob sich diese Potentiale auch in der subjektiven Perspektive von Schüler*innen entfalten, und zwar einerseits für Medienhandeln und Medienbildung und andererseits für die Frage, wie sie die Bildungsorte miteinander verknüpfen. Dies wird in 2 methodischen Schritten umgesetzt: 1) Durch qualitative Interviews: Dabei wird untersucht, wie sie digitale Medien bezogen auf Familie, Peers, Ganztag, Unterricht und in Zusammenhang mit den damit einhergehenden Aufgaben (z.B. Autonomiebestreben, Ablösung Eltern, Leistungsorientierung, Teilhabe) nutzen und welche Bedeutung sie ihrem digitalen Medienhandeln speziell für Lernen und Bildung zuschreiben. 2) Mithilfe von Unstrukturierten Netzwerkkarten, die die Schüler*innen im Rahmen der Interviews anfertigen und dabei erzählen, welche Bedeutung sie ihrem digitalen Medienhandeln im Kontext unterschiedlicher Bildungssettings beimessen und wo sie sich Wissen über digitale Medien aneignen. Die Interviews und Netzwerkkarten werden in Anlehnung an das Verfahren des „theoretischen Kodierens“ im Sinne der Grounded Theory ausgewertet.

 

Formal, non-formal, informell – Orte und Modalitäten der Medienbildung von Kindern und Jugendlichen

H. Rahel Jäkel, Prof. Dr. Ivo Züchner
Philipps-Universität Marburg

Bezug nehmend auf die vielfach formulierte Annahme, dass kontextübergreifendes Medienhandeln die Ausbildung von kompetentem Medienumgang befördert, wird untersucht, welche Rolle digitale, insbesondere lernbezogene, Aktivitäten in verschiedenen Lernorten für die Selbstwahrnehmung der eigenen Fähigkeiten im Umgang mit Medien für Schüler*innen der Sek. I spielen Theoretisch gefasst wird dies u.a. im Konzept von „Doing Connectivity“ als Praxis des kontextübergreifenden Medienhandelns (Aßmann 2013). Analysiert wird die Frage mittels regressionsanalytischem Vorgehen anhand der Daten einer Teilstudie des BMBF-geförderten Projektes Ganztag-digital mit einem Datensatz von 750 Kinder und Jugendliche aus 6 Schulen in NRW. Als zentrales Konstrukt werden Skalen verwendet, die den Medienkompetenzrahmen NRW abbilden, basierend auf der Abfrage, ob und wo medienkompetentes Handeln erlernt wurde. Als Einflussfaktoren werden, neben medialen lernbezogenen Aktivitäten in verschiedenen Kontexten, auch individuelle Variablen zum sozioökonomischen Status sowie Angaben zur technischen Infrastruktur der Schule getestet, die sich bereits in den ICILS-Studien als relevant erwiesen (Eickelmann et al. 2019).



 
Impressum · Kontaktadresse:
Datenschutzerklärung · Veranstaltung: DGfE-Kongress 2022
Conference Software - ConfTool Pro 2.8.96+TC
© 2001–2022 by Dr. H. Weinreich, Hamburg, Germany