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Sitzungsübersicht
Sitzung
Entgrenzung des Lehramtszugangs - Berufliche Orientierung in Richtung Lehrberuf erforschen und gestalten
Zeit:
Mittwoch, 16.03.2022:
9:30 - 11:30

Virtueller Veranstaltungsort: Zoom Seminarraum 28
934 2916 3800, 177967
Sitzungsthemen:
5. Schulpädagogik, 7. Berufs- und Wirtschaftspädagogik, Sektion 4, Arbeitsgruppe Empirische Pädagogische Forschung, Sektion 5, Kommission Professionsforschung und Lehrerbildung, quantitativ, theoretisch, Deutsch

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Präsentationen

Entgrenzung des Lehramtszugangs - Berufliche Orientierung in Richtung Lehrberuf erforschen und gestalten

Chair(s): Prof. Dr. Sylvia Rahn (Bergische Universität Wuppertal, Deutschland), Prof. Dr. Birgit Ziegler (TU Darmstadt)

In vielen Forschungs- und Entwicklungsprojekten werden für diverse Lehrämter und Mangelfachrichtungen neue Adressat*innen identifiziert und berufliche Übergänge in den Lehrberuf untersucht. Das Forschungsfeld ist erkennbar plural. Neben "klassischen" berufswahltheoretischen Ansätzen gewinnen Erwartungs-Wert-Theorien an Bedeutung. Zudem zeichnet sich eine Renaissance des Persönlichkeitsansatzes ab.

Das Forschungsforum bietet die Gelegenheit zu einem projektübergreifenden Austausch. Erfahrungen aus abgeschlossenen Studien sollen für das Forschungsfeld nutzbar gemacht, Zwischenergebnisse aus laufenden Untersuchungen zur Diskussion gestellt und neue, projektübergreifende Kooperationen angebahnt werden. Ziel ist es, einen konstruktiven Dialog über die Reichweite divergenter Forschungszugänge für die empirische Rekonstruktion und praktische Lehrergewinnung anzuregen.

Zu diesem Zweck sind jeweils drei fünfzehnminütige Kurzvorträge, Plenumsdiskussionen und parallele "runde Tische" geplant.

 

Beiträge des Panels

 

Entgrenzung und Heterogenität - Studierende im beruflichen Lehramt an berufsbildenden Schulen in unterschiedlichen Studienmodellen

Prof. Dr. Silke Lange, Lisa Bertke
Universität Osnabrück

Im Impulsvortrag wird die Frage in das Forschungsforum eingebracht, welche Personen und Personengruppen unter den Bedingungen der divergenten Studienprogramme für das Lehramt an berufsbildenden Schulen gewonnen werden können. Auf der Grundlage von Strukturanalysen haben Trampe & Porcher (i.E.) sieben unterschiedliche Studienmodelle für das berufliche Lehramtsstudium identifiziert, die sich hinsichtlich ihrer Zugangsmodalitäten und Studiengangsstrukturen unterscheiden. Mit diesen unterschiedlichen Studien- und Zugangsmodellen werden die Studienprogramme auf verschiedene Zielgruppen ausgerichtet. Auf der Grundlage der Daten der ersten Erhebungswelle aus einem standortübergreifenden Monitoring zum beruflichen Lehramtsstudium sollen diese Zielgruppen bzw. die Studierenden als erfolgreich angesprochene Personengruppe in den Blick genommen, charakterisiert und verglichen werden. Der Monitor bietet aus seiner ersten Erhebungswelle hierzu Daten von Studierenden an 23 Standorten, die in den unterschiedlichen Studiengangsmodellen studieren. Die Datenerhebung erfolgt im Juni 2021. Dargestellt werden die Studierendengruppen anhand unterschiedlicher soziodemographischer sowie biographischer und interessenbezogener Merkmale. Ziel ist es, die unterschiedlichen Personengruppen der divergenten Studienprogramme zu beschreiben und zu analysieren, welche Personengruppen mit welchen Studiengangsmodellen für das berufliche Lehramt gewonnen werden können.

 

Lehrer*in werden: Wie tragfähig sind die Erwartungs-Wert Modelle für die Erforschung der beruflichen Orientierung in Richtung Lehrberuf?

Prof. Dr. Sylvia Rahn1, Bernd Schäfer2
1Bergische Universität Wuppertal, 2Bergische Universität Wupperta

In der Forschung zu Studien- und Berufswahl angehender Lehrkräfte kommt erwartungs-werttheoretischen Ansätzen hohe Bedeutung zu. Einschlägige empirische Untersuchungen greifen verstärkt auf das das FIT-Choice Modell (Watt und Richardson, 2007) und den FEMOLA (Pohlmann und Möller, 2010) zurück. Variablenzentrierte Forschungsansätze liefern dabei fast immer das gleiche Ergebnis: intrinsische Motive werden rückblickend als bedeutsamer eingeschätzt als extrinsische Motive (Rothland, 2014; Cramer, 2016). Neue Studien mit personenzentrierter Auswertung deuten aber auch auf die Existenz latenter Profilgruppen hin, die die Bedeutung intrinsischer Motive zumindest für Teilgruppen der angehenden Lehrerschaft zu relativieren scheinen (König et al., 2018; Biermann et al., 2019).
In diesem Zusammenhang stellt sich die Frage, welche Bedeutung die Entgrenzung des Lehramtszugangs für die Forschung zu Studien- und Berufswahlmotiven anhand erwartungs-wert-theoretischer Ansätze hat? Liefern das populäre Fit-Choice-Modell und der FEMOLA tatsächlich einen ausreichenden Erklärungsrahmen für die Behandlung dieser Thematik? Welche Motivkonstellationen und -ausprägungen erwarten wir von Personen, die über einen untypischen Weg zum Lehramt gefunden haben, und welche Auswirkungen könnte dies auf ihre Professionalitätsentwicklung haben? Ziel des Kurzvortrages ist es, solche Fragen auf der Basis erster empirischer Befunde eines laufenden Projekts als Impuls in die Forschung zum Lehrberuf einzubringen.

 

Warum entscheiden sich junge Menschen gegen ein Lehramtsstudium?

Prof. Dr. Birgit Ziegler, Nico Dietrich
TU Darmstadt

Wie stark eine Person einem Beruf zugeneigt ist, wird vor allem durch das Zusammenwirken von Faktoren beeinflusst, wie sozialen Passungserwägungen in Bezug auf Gender und sozialem Ansehen, der Passung zu tätigkeitsspezifischen Interessen, Erfolgserwartungen im Hinblick auf Realisierungschancen des Berufswunsches, antizipierten beruflichen Rahmenbedingungen sowie der Urteilsicherheit zu Anforderungen, Rahmenbedingungen und Erfolgserwartungen (vgl. Matthes 2019; Gottfredson 2005). Letzteres ist abhängig von der Vertrautheit mit dem Beruf bzw. dem Berufswissen. So begründen auch Lehramtsstudierende ihre Berufswahl häufig mit Erinnerungen an die eigene Schulzeit bzw. an konkrete Lehrpersonen (vgl. Rothland 2014, Cramer 2016) und auch die Berufsvererbungsquote ist im Lehramt ähnlich hoch wie beim Arztberuf (Rothland et al. 2015, Herzog et al. 2007). Ob eine berufliche Neigung sich in einer konkreten beruflichen Entscheidung manifestiert, hängt wiederum von Gelegenheitsstrukturen ab, wie dem Angebot an Ausbildungs- oder Studienplätzen und damit verbundenen Hürden. Im Zentrum des Vortrags steht die Frage nach Implikationen aus dieser Befundlage für eine evidenzbasierte Entwicklung und Evaluation von Konzepten zur nachhaltigen Sicherung des künftigen Lehrkräftebedarfs im Bildungssystem (KMK 2020).



 
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