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Sitzungsübersicht
Sitzung
Digitale Welt – digitale Grundschule: Begegnungen mit und über digitale Medien eröffnen und gestalten
Zeit:
Mittwoch, 16.03.2022:
9:30 - 11:30

Virtueller Veranstaltungsort: Zoom Seminarraum 26

997 9504 6101, 787748
Sitzungsthemen:
5. Schulpädagogik, 6. Sonderpädagogik, 12. Medienpädagogik, Sektion 5, Kommission Schulforschung und Didaktik, Sektion 5, Kommission Professionsforschung und Lehrerbildung, Sektion 5, Kommission Grundschulforschung und Pädagogik der Primarstufe, qualitativ, quantitativ, Deutsch

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Präsentationen

Digitale Welt – digitale Grundschule: Begegnungen mit und über digitale Medien eröffnen und gestalten

Chair(s): Larissa Ade (Universität Würzburg, Deutschland), Prof. Dr. Sanna Pohlmann-Rother (Universität Würzburg)

In einer digital geprägten Gesellschaft erscheinen die Einsatzmöglichkeiten digitaler Medien nahezu grenzenlos und eröffnen bereits Grundschulkindern vielfältige Lern- und Erfahrungsräume. Insbesondere mit Blick auf die heterogenen Lernvoraussetzungen der Schüler*innen sowie die zunehmend inklusive Bildungslandschaft stellt sich die Frage, wie digitale Lern- und Erfahrungsräume in der Grundschule gestaltet werden können.

In dem Forschungsforum „Digitale Welt – digitale Grundschule: Begegnungen mit und über digitale Medien eröffnen und gestalten“ werden diese digitalen Lern- und Erfahrungsräume aus Sicht der Grundschulpädagogik sowie der Pädagogik bei Geistiger Behinderung betrachtet. Dabei werden verschiedene Perspektiven (Studierende, Lehrkräfte, Schüler*innen) berücksichtigt, die mittels qualitativer und quantitativer methodischer Zugänge beleuchtet werden. Ziel ist eine kritische Diskussion der Chancen und Herausforderungen digitaler Medien in der (inklusiven) Grundschule.

 

Beiträge des Panels

 

Förderung medienpädagogischer Überzeugungen durch interdisziplinäre Lerngelegenheiten in der Lehrkräftebildung?

Dr. Katharina Kindermann, Prof. Dr. Sanna Pohlmann-Rother, Prof. Dr. Christoph Ratz
Universität Würzburg

Der sinnvolle und gewinnbringende Einsatz digitaler Medien im Unterricht setzt medienpädagogische Kompetenzen der Lehrkräfte voraus. Bei Lehramtsstudierenden, die später in der Primarstufe unterrichten, stellt das die universitäre Lehrkräftebildung vor besondere Herausforderungen. Lehrkräfte an Grund- und Förderschulen sind nicht nur für die Förderung von Medienkompetenzen bei jungen Schüler*innen verantwortlich, sondern auch für den Einsatz digitaler Medien in der sensiblen Phase des Anfangsunterrichts und in meist sehr heterogenen Lerngruppen. Das Forschungsprojekt fokussiert die medienpädagogischen Überzeugungen von Lehramtsstudierenden als einen zentralen Bestandteil ihrer medienpädagogischen Kompetenzen (Tiede, Medie-related Educational Competencies of German and U.S. preservice Teachers, 2020). Teil des Projekts ist ein interdisziplinäres Seminarangebot zum Thema „Individuelle Förderung im inklusiven Schriftspracherwerb durch digitale Medien – am Beispiel digitaler Bilderbücher“, in dem Studierende des Lehramts an Grundschulen und des Lehramts für Sonderpädagogik gemeinsam digitale Bilderbücher für den Anfangsunterricht in der Grundschule erstellen. Die medienpädagogischen Überzeugungen der Studierenden werden sowohl vor als auch nach dem Seminar mittels Fragebogen erhoben. Im Vortrag werden erste Ergebnisse des Pre-Post-Designs (N = ca. 100) vorgestellt und das Potenzial des Seminarangebots für die Entwicklung medienpädagogischer Kompetenzen diskutiert.

 

Digital Storytelling – Wie können Lernsituationen im digital-inklusiven Anfangsunterricht gestal-tet werden?

Julia Warmdt, Henrik Frisch, Prof. Dr. Sanna Pohlmann-Rother, Prof. Dr. Christoph Ratz
Universität Würzburg

Die zunehmende Digitalisierung aller Lebensbereiche führt zu Transformationsprozessen auf allen Ebenen, unter anderem auch im schulischen Kontext. Insbesondere vor dem Hintergrund verstärkt inklusiver Schulentwicklung bleibt zu klären, wie das entgrenzende Potenzial digitaler Medien im gemeinsamen Anfangsunterricht von Schüler*innen mit und ohne Förderschwerpunkt geistige Entwicklung genutzt werden kann (Zorn et al., Theoretische Grundlagen inklusiver Medienbildung, 2019). Im inklusiven Unterricht wird von einer großen Spannweite der Lernvoraussetzungen ausgegangen, die in individualisierten und gemeinsamen digitalen Lernsituationen berücksichtigt werden. Das Konzept des Digital Storytellings bietet eine Möglichkeit für die Gestaltung digitaler Lernumgebungen, die den heterogenen literarischen, schriftsprachlichen und medialen Lernvoraussetzungen gerecht werden können und ein hohes Potenzial für kognitive Aktivierung bieten. Im Rahmen des Forschungsprojektes werden multimediale Impulse für den Anfangsunterricht konzipiert, die Schüler*innen im Sinne eines Digital Storytellings rezipieren und eigenständig multimedial weitergestalten. Dabei stehen Ihnen neben herkömmlichen (Bild, Schrift) auch erweiterte Ausdrucksmöglichkeiten (Audio, Foto, Video) zur Verfügung. Dieses unterrichtspraktische Lehr- und Lernsetting für den inklusiv-digitalen Anfangsunterricht wird aus grundschul- und sonderpädagogischer Perspektive betrachtet und kritisch diskutiert.

 

Die Erfassung und Förderung von digitalen Informationskompetenzen bei Grundschulkindern

Tina Jocham, Prof. Dr. Sanna Pohlmann-Rother
Universität Würzburg

Der Zugang zu Informationen wird durch die Digitalisierung zunehmend entgrenzt. Die gesteigerte Verfügbarkeit von Informationen führt zu neuen Herausforderungen, wodurch ein kritischer Umgang mit Informationen an Bedeutung gewinnt. Für die schulische Bildung ergibt sich deshalb die Aufgabe, die Nutzung und Bewertung von Informationen verstärkt in den Blick zu nehmen (Çetta et al. Informationskompetenz als Schlüsselkompetenz, 2020). Vor diesem Hintergrund sind grundschulspezifische Konzeptionen zur Ausbildung von digitalen Informationskompetenzen notwendig, die unter anderem problemorientiertes Lernen stärken und Transfermöglichkeiten bieten (Irion et al. Grundschulbildung in der digitalen Welt, 2018). Ein Konzept zur Förderung der Informationskompetenzen in der Grundschule wird im Rahmen eines Warte-Kontrollgruppendesigns entwickelt und empirisch evaluiert, wobei der Schwerpunkt auf der kritischen und reflexiven Auseinandersetzung mit recherchierten digitalen Informationen liegt. Die Überprüfung der Wirksamkeit erfolgt mithilfe eines Schüler*innenfragebogens im Prä-Post-Design. Zur Sektionstagung werden Ergebnisse der Pilotierung (N = 50) und Teile der Intervention präsentiert sowie methodische Herausforderungen diskutiert.

 

Aushandlungsprozesse von Grundschüler*innen beim kooperativen multimedialen Gestalten am Tablet – Ergebnisse einer qualitativen Interview- und Videostudie

Larissa Ade, Prof. Dr. Sanna Pohlmann-Rother
Universität Würzburg

Kooperatives Lernen eröffnet Chancen, fachliche und soziale Kompetenzen von Schüler*innen anzubahnen. Voraussetzung hierfür ist die gemeinsame, konstruktive Gestaltung sozialer und fachbezogener Lernprozesse, die auch positive sozioemotionale Interaktion zwischen den Lernenden einschließt (Rogat et al. Socially Shared Regulation in Collaborative Groups, 2011). Bei kooperativen Aufgaben mit digitalen Medien werden diese sozialen und fachlichen Interaktionen um mediale Aushandlungsprozesse erweitert. Dies kann Gestaltungsräume für die Lernenden eröffnen, jedoch auch erweiterte Anforderungen an sie stellen, weswegen der Begleitung und Unterstützung der Aushandlungsprozesse seitens der Lehrkraft besondere Bedeutung zukommt. Ziel des Forschungsprojekts ist es, die Nutzung kooperativer multimedialer Gestaltungsaufgaben durch Schüler*innen mehrperspektivisch zu erfassen. Dazu wurden 28 Drittklässler*innen bei der kooperativen Gestaltung eines multimedialen E-Books videografiert und anschließend leitfadengestützt befragt. Die Ergebnisse der Interview- und Videodaten verweisen unter anderem auf die besondere Bedeutsamkeit von sozialen und medialen Aushandlungsprozessen für eine gelingende Mediengestaltung, in die alle Schüler*innen eingebunden sind. Im Vortrag werden die Potenziale der Lernbegleitung durch die Lehrkraft in ihrer Bedeutung für die sozialen Aushandlungsprozesse der Schüler*innen reflektiert und Perspektiven zur Gestaltung kooperativer Arbeitsphasen am Tablet aufgezeigt.



 
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