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Sitzungsübersicht
Sitzung
Annäherungen an die empirische Untersuchung der Vermittlung und Ausbildung psychoanalytisch-pädagogischer Kompetenzen
Zeit:
Mittwoch, 16.03.2022:
9:30 - 11:30

Virtueller Veranstaltungsort: Zoom Seminarraum 41

975 4823 0737, 917704
Sitzungsthemen:
13. Differentielle Erziehungs- und Bildungsforschung, Sektion 13, Kommission Psychoanalytische Pädagogik, qualitativ, quantitativ, theoretisch, Deutsch

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Präsentationen

Annäherungen an die empirische Untersuchung der Vermittlung und Ausbildung psychoanalytisch-pädagogischer Kompetenzen

Chair(s): Prof. Dr. Wilfried Datler (Universität Wien), Dr. Kathrin Trunkenpolz (Universität Wien)

Diskutant*innen: Prof. Dr. Bernhard Rauh (Universität Regensburg), Prof. Dr. Georg Hans Neuweg (Johannes Keppler Universität Linz)

In diesem Forschungsforum werden Einblicke in zwei laufende Projekte gegeben, in denen die Vermittlung und Ausbildung psychoanalytisch-pädagogischer Kompetenzen mit besonderem Bezug zur Diskussion um das Theorie-Praxis-Verhältnis empirisch untersucht werden.

In beiden Projekten steht die Entwicklung der Fähigkeit im Zentrum, sich in theoriegeleiteter respektive theoriefundierter Weise ausgewählten Praxissituationen zuzuwenden, und in beiden Projekten wird untersucht, welche Bedeutung spezifische Aus- und Weiterbildungsprozesse für die Entfaltung dieser Fähigkeiten beizumessen ist. Eine weitere Ähnlichkeit zwischen beiden Projekten besteht darin, dass zum Zweck der Einschätzung der Entwicklung psychoanalytischer-pädagogischer Kompetenzen spezifische Ratingsysteme entwickelt wurden.

Die Konzeptionen der Projekte und erste Ergebnisse werden präsentiert. Zwei Diskutanten werden kritische Anmerkungen vortragen sowie Bezüge zu ihren Forschungen herstellen.

 

Beiträge des Panels

 

Work Discussion und die Entwicklung einer besonderen Fähigkeit zur „reflection on action“: Ein Konzept zur Einschätzung von psychoanalytisch-pädagogischer Basiskompetenzen und deren Veränderung

Prof. Dr. Margit Datler1, Dr. Irmtraud Sengschmied2, Regina Studener-Kuras2
1KPH Wien/Krems, 2Universität Wien

Personen, die an Work Discussion Seminaren teilnehmen, arbeiten meist in psychosozialen Feldern und verfassen regelmäßig möglichst deskriptiv gehaltene Berichte über eine Stunde ihrer Arbeit, in der sie mit anderen Menschen in Interaktion stehen. Zu viert oder fünft treffen sie sich einmal wöchentlich, um im Kleingruppensetting gemeinsam mit einer Seminarleitung jeweils einen Bericht gemeinsam zu besprechen. Im unmittelbaren Fokus steht das Bemühen, die bewusste und unbewusste Dynamik des beschriebenen Arbeitsgeschehens besser zu verstehen. Durch die längerfristige Teilnehme am Seminar soll u.a. die Fähigkeit entwickelt werden, über Arbeitssituationen auch selbständig so nachdenken zu lernen, wie dies im Seminar vermittelt wird.

Auch Angehörige pädagogischer Berufe nehmen an der Universität Wien oft über mehrere Semester hindurch an Work Discussion Seminaren teil. Am Ende eines jeden Seminars ist den teilnehmenden Personen aufgegeben, eine Sequenz aus einem ihrer Berichte selbständig zu analysieren und das Ergebnis ihrer Analyse schriftlich darzulegen. Um die Qualität dieser Analysen auch unter quantifizierenden Gesichtspunkten präzise einschätzen und die Zunahme an Analysekompetenz über die Semester hinweg bestimmen, diskutieren und rückmelden zu können, wurde eine Ratingsystem entwickelt. Im Beitrag wird die Methode der Work Discussion sowie dieses Ratingsystem unter Bezugnahme auf kasuistisches Material samt ersten Ergebnissen präsentiert und zur Diskussion gestellt.

 

Die Suche nach der praxisleitenden Bedeutung psychoanalytischer Theorien im erzählten Beispiel: Forschungsmethodische Zugänge, rahmentheoretische Überlegungen und erste Ergebnisse aus dem Projekt „TheoPrax“

Prof. Dr. Wilfried Datler1, Bernadette Strobl1, Prof. Dr. Tamara Katschnig2
1Universität Wien, 2KPH Wien/Krems

Im Fokus des geplanten Beitrags steht die mentale Repräsentation der praxisleitenden Bedeutung von Theorie sowie die Fähigkeit, diese Bedeutung einem selbstgewählten Beispiel verdeutlichen zu können. Im Forschungsprojekt „TheoPrax“ wird angenommen, dass es komplexer Prozesse der Herausbildung dieser mentalen Repräsentation und dieser Fähigkeit im Rahmen von Aus- und Weiterbildungsprozessen bedarf. Vor dem Hintergrund dieser Überlegungen werden mit Hilfe eines speziellen Interviews Personen befragt, welche in pädagogischen und angrenzenden Feldern professionell tätig sind. Für den Forumsbeitrag werden Interviews mit jenen Personen herangezogen, welche davon berichten, sich in ihrer professionellen Tätigkeit an psychoanalytischen Theorien und Konzepten zu orientieren. Unter Zuhilfenahme eines Ratingsystems wird (1.) untersucht, in welcher Qualität es diesen Personen gelingt, die praxisleitende Bedeutung der von ihnen genannten Theorien an einem Praxisbeispiel darzulegen. Es wird (2.) gefragt, welche Zusammenhänge zwischen der Qualität der Ausführungen und absolvierten Aus-, Fort- und Weiterbildungsprozessen auszumachen sind. Dies verweist (3.) auf eine weitere Projektphase, in der vertiefende narrative Interviews geführt werden. Schließlich wird (4.) zur Diskussion gestellt, welche Beiträge das Projekt zur Weiterentwicklung der Diskussion des Theorie-Praxis-Verhältnisses in der Erziehungswissenschaft sowie zur Konzeption von Aus-, Fort- und Weiterbildung leisten kann.



 
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