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Sitzungsübersicht
Sitzung
Der Eintritt in die Primarstufe als Herausforderung für familiäre Entschei-dungsprozesse und städtische Bildungsplanung
Zeit:
Mittwoch, 16.03.2022:
14:00 - 16:00

Virtueller Veranstaltungsort: Zoom Seminarraum 30
978 8578 1370, 349313
Sitzungsthemen:
4. Empirische Bildungsforschung, 5. Schulpädagogik, Sektion 5, Kommission Schulforschung und Didaktik, Sektion 5, Kommission Grundschulforschung und Pädagogik der Primarstufe, qualitativ, quantitativ, theoretisch, Deutsch

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Präsentationen

Der Eintritt in die Primarstufe als Herausforderung für familiäre Entschei-dungsprozesse und städtische Bildungsplanung

Chair(s): Dr. Johanna Gold (Universität Bielefeld, Deutschland), Dr. Jan Christoph Störtländer (Universität Bielefeld), Prof. Dr. Annette Textor (Universität Bielefeld)

Die Übergänge zwischen Bildungsinstitutionen stellen Gelenkstellen in Bildungsbiografien dar. Insbesondere für den Übergang zwischen der Primarstufe und der Sekundarstufe I liegen im bildungswissenschaftlichen Diskurs Befunde vor, dass das Bildungssystem durch Segregationsmechanismen an Übergängen zwischen den Bildungsinstitutionen soziale Disparitäten verstärkt oder gar hervorbringt. Dieses Phänomen zeigt sich spätestens mit der Liberalisierung der Grundschulwahl auch beim ‚ersten Übergang‘ vom Elementarbereich in die Grundschule. Vor dem Hintergrund der Ent-Grenzung der Schulbezirke werden zwei Phänomene im Hinblick auf soziale Disparitäten und Bildungschancen betrachtet. Zum einen die Entwicklung der Wahl der Grundschule zu einem aktiven Entscheidungsprozess für Familien. Zum anderen Systematiken in den Wanderungsbewegungen innerhalb von Städten und Gemeinden zwischen den Schulbezirken, die zu Segregations- und Homogenisierungsprozessen führen.

 

Beiträge des Panels

 

„Nicht nur ein Ort, an dem er gut verwahrt wird“ – Elterliche Motive für die Einschulung an einer inklusiven Angebotsschule

Dr. Jan Christoph Störtländer, Prof. Dr. Annette Textor, Kaya Reckmann
Universität Bielefeld

Im Vortrag werden am Beispiel einer inklusiven Angebotsschule sowohl Motivlagen von Eltern, ihr Kind auf dieser Schule unterzubringen, wie auch die Strategien, diese Motive durch eine erfolgreiche „Bewerbung“ umzusetzen, thematisiert. Auf Grundlage von Passagen aus den Anmeldebögen der Einschulungsjahrgänge 2020 und 2021 (n=224) werden in einem mehrschrittigen inhaltsanalytischen Verfahren Faktoren sowohl der Schulseite wie auch der Familienseite herausgearbeitet und diskutiert. Eine theoretische Rahmung der Ergebnisse und eine Einbettung im erziehungswissenschaftlichen Diskurs erfolgt entlang des Capability Approach (Nussbaum, Sen) und der Habitustheorie (Bourdieu), anhand derer wir Mechanismen aufzuzeigen versuchen, wie Eltern sich und ihr Kind zum vermeintlichen Angebot der Schule relationieren. Der Annahme folgend, dass diese Mechanismen auch im Regelschulwesen bei der Wahl einer Grundschule wirken, werden wir im Anschluss an den Vortrag (empirische) Möglichkeiten diskutieren, diese in Schulbezirken zu untersuchen, bei denen bestimmte Kompositionsphänomene vorliegen.

 

Segregationsprozesse durch Wanderungsbewegungen zwischen Schulbezir-ken beim Übergang vom Elementarbereich in die Grundschule

Dr. Johanna Gold, Philipp Dierker
Universität Bielefeld

Im Rahmen des Vortrags wird datengestützt nachgezeichnet, wie Wanderungsbewegungen zwischen den Schulbezirken zu Segregations- und Homogenisierungsprozessen führen. Dabei werden auf Grundlage empirischer Daten der städtischen Bildungsadministration von zwei kompletten Einschulungsjahrgängen (n=6.500) die beobachteten Wanderungsbewegungen zwischen den städtischen Schulbezirken und die damit einhergehenden Veränderungen in der Sozialstruktur der Schülerschaft in den Schulbezirken rekonstruiert. Mit Hilfe von quantitativen Datenanalysen werden Veränderungen entlang von Dimensionen des sozioökonomischen Hintergrundes der Schüler*innen aufgezeigt. Diese Veränderungen können zu schulinternen Häufungen von Merkmalen führen, die zusätzlich zu den individuellen Merkmalen eines Kindes einen Einfluss auf Schulleistungen und Bildungsbeteiligung entfalten (Kompositionseffekte). Insbesondere bei Schüler*innen aus belasteten Lebenslagen können sich noch zusätzliche, schwerwiegende Nachteile ergeben. Aus der Perspektive der Habitustheorie (Bourdieu) und des Capability Approach (Sen, Nussbaum) werden die daraus entstehenden Folgen für Bildungsbeteiligung diskutiert und die in Zusammenarbeit mit dem städtischen Bildungsbüro erarbeitete Implikationen zur pädagogischen Bearbeitung vorgestellt.



 
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