Veranstaltungsprogramm

Die Zugänge zu allen Zoom-Räumen finden sie auf der Kongress-Plattform (https://plattform.dgfe2022.de/).
Login mit Ihrem ConfTool-Benutzernamen und Ihrem ConfTool-Passwort.

Hier finden Sie eine Übersicht aller Veranstaltungen des Kongresses.
- Sie können die Veranstaltungen nach Beitragstyp (u.a. Symposium, Arbeitsgruppe, Forschungsforum, Parallelvorträge), Sprache (Englisch, Deutsch, Englisch und Deutsch in einer Veranstaltung) und Themen (Forschungszugänge, Kommissionen, Sektionen) filtern.
- Bitte wählen Sie ein Datum aus, um nur die betreffenden Veranstaltungen anzuzeigen.
- Wählen Sie eine Veranstaltung aus, um zur Detailanzeige zu gelangen.
- Die Vortragenden sind jeweils unterstrichen dargestellt.
- Eine persönliche Agenda kann drei Wochen vor Kongressbeginn auf der Kongressplattform von mcc Agentur für Kommunikation erstellt werden.
- Änderungen des Programmes sind vorbehalten.

 
Nur Sitzungen am Veranstaltungsort 
 
 
Sitzungsübersicht
Sitzung
Heterogene Familien und heterogene Hilfen? Adressat*innen sozialer Dienste zwischen Partizipation, Benachteiligungen und Diskriminierung
Zeit:
Mittwoch, 16.03.2022:
14:00 - 16:00

Virtueller Veranstaltungsort: Zoom Seminarraum 28
934 2916 3800, 177967
Sitzungsthemen:
8. Sozialpädagogik und Pädagogik der frühen Kindheit, Sektion 8, Kommission Sozialpädagogik, qualitativ, theoretisch, Deutsch

Zeige Hilfe zu 'Vergrößern oder verkleinern Sie den Text der Zusammenfassung' an
Präsentationen

Heterogene Familien und heterogene Hilfen? Adressat*innen sozialer Dienste zwischen Partizipation, Benachteiligungen und Diskriminierung

Chair(s): Dr. Sabine Hecklau-Seibert (Universität Mainz), Prof. Dr. Alexandra Klein (Universität Mainz), Dr. Bettina Ritter (Universität Mainz)

Diskutant*innen: Prof. Dr. Svenja Heck (Hochschule Darmstadt), Prof. Dr. Christian Kjeldsen (Aarhus Universitet)

Im Zuge aktueller – bereits beschlossener sowie noch diskutierter – Reformprozesse in der Kinder- und Jugendhilfe und Behindertenhilfe werden etablierte Grenzziehungen von Zuständigkeiten, Anspruchsberechtigungen, Partizipationsmöglichkeiten, aber auch von Problemdefinitionen und Zielsetzungen in Frage gestellt. Dies macht hinsichtlich fälliger fachpolitischer Positionierungen und fachlicher Ausgestaltungen der Hilfen verstärkte disziplinäre Vergewisserungen nötig, wozu diese Arbeitsgruppe auf theoretischer und empirischer Grundlage einen Beitrag leistet. Um eine adressat*innenorientierte Perspektive zu schärfen, wird auf sonderpädagogische sowie sozialpädagogische Wissensbestände und fachliche Konzeptionen zurückgegriffen. Dabei wird ebenso die Frage diskutiert, wie intersektionale Ungleichheiten in und durch die, in den Hilfen eingelagerten Problemdeutungen und Zielbestimmungen, (re-)produziert werden und welche Zugangs- und Aneignungsmöglichkeiten für Adressat*innen bestehen.

 

Beiträge des Panels

 

Partizipation. Ein Schlüsselkonzept widersprüchlicher Grenzbearbeitung

Dr. Sabine Hecklau-Seibert, Prof. Dr. Alexandra Klein
Universität Mainz

Partizipation gilt in Sozial- und Sonderpädagogik, in der Sozialen Arbeit und der Behindertenhilfe als Schlüsselkonzept, das gleichzeitig in Politik, sozial- und sonderpädagogischer Praxis und Forschung ausgesprochen unterschiedlich bestimmt wird. Auf verschiedenen Ebenen gesetzlich verankert, bleibt die Art und Weise, etwa in welchem Ausmaß und mit welchen Verfahren sich Partizipation realisieren soll, weitgehend unbestimmt. Diese Deutungsoffenheit erweist sich mit Blick auf die Heterogenität der Handlungsfelder und involvierten Adressat*innen etwa hinsichtlich Alter und Fähigkeiten als durchaus sinnvoll. Partizipation wird damit vielfältig theoretisch-konzeptionell anschließbar, steht jedoch immer auch in der Gefahr fachlich und politisch trivialisiert zu werden. Ausgehend von dieser Einsicht werden in dem Vortrag zunächst zentrale sozial- und sonderpädagogische Bezugnahmen auf das Schlüsselkonzept Partizipation herausgearbeitet und auf Gemeinsamkeiten, Differenzen und Widersprüche befragt. Im Spannungsfeld von Benachteiligung und Beeinträchtigung erweist sich eine intersektional relationierte Verhältnisbestimmung von Teilhabe und Selbstbestimmung als zentral. Vor diesem Hintergrund wird Partizipation schließlich als Kristallisationspunkt einer teildisziplinär übergreifenden, ungleichheitsreflexiven Grenzbearbeitung entworfen.

 

Materielle Benachteiligungen von Eltern als Adressat*innen sozialer Dienste

Stefanie Albus1, Dr. Bettina Ritter2
1Universität Bielefeld, 2Universität Mainz

Adressat*innen von sozialen personenbezogenen Dienstleistungen nach den Sozialgesetzbüchern VIII (Kinder- und Jugendhilfe) und IX (Rehabilitation und Teilhabe von Menschen mit Behinderungen) sind in hohem Maß von materiellen Benachteiligungen und Armutslagen betroffen. Der Beitrag verfolgt das Anliegen, diesen Sachverhalt für fachliche Positionierungen in den aktuellen Reformdebatten in der Kinder- und Jugendhilfe und für die Umsetzungen des BTHG zu stärken und zu schärfen. Dabei wird ein Fokus auf elternbezogene Hilfen gesetzt und gefragt, wie angesichts vielfältiger Bedarfs- und Zielbestimmungen, die in den gesetzlichen Vorgaben ebenso wie in der mannigfaltigen und regional spezifischen Hilfelandschaft vorliegen, die komplexen und dynamischen Lebenssituationen von Eltern und ihren Kindern adressiert werden. Es wird die Frage diskutiert, inwiefern die Hilfen neben der Bearbeitung einer (defizitären) Erziehungsfähigkeit oder einer behinderungsbezogenen Teilhabeeinschränkung auch grundlegend die materiellen Bedingungen für gelingende Elternschaft berücksichtigen (können). Dem wird auf der Grundlage einer Kartographie der Leistungen für Eltern und Ergebnissen qualitativer Interviews mit Adressat*innen nachgegangen.



 
Impressum · Kontaktadresse:
Datenschutzerklärung · Veranstaltung: DGfE-Kongress 2022
Conference Software - ConfTool Pro 2.8.95+TC
© 2001–2022 by Dr. H. Weinreich, Hamburg, Germany