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Sitzungsübersicht
Sitzung
Digitalisierung in der frühen Bildung – Entgrenzungen in den Bereichen Medienhandeln, Arbeitskraft und Organisationsentwicklung?
Zeit:
Mittwoch, 16.03.2022:
14:00 - 16:00

Virtueller Veranstaltungsort: Zoom Seminarraum 26

997 9504 6101, 787748
Sitzungsthemen:
8. Sozialpädagogik und Pädagogik der frühen Kindheit, 12. Medienpädagogik, Sektion 8, Kommission Pädagogik der frühen Kindheit, qualitativ, quantitativ, theoretisch, Deutsch

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Präsentationen

Digitalisierung in der frühen Bildung – Entgrenzungen in den Bereichen Medienhandeln, Arbeitskraft und Organisationsentwicklung?

Chair(s): Prof. Dr. Henrike Friedrichs-Liesenkötter (Leuphana Universität Lüneburg)

In der Arbeitsgruppe werden vier Forschungsprojekte vorgestellt, die sich im Zuge einer gesamtgesellschaftlichen Digitalisierung mit Entgrenzungen in verschiedenen Handlungsbereichen der frühen Bildung auseinandersetzen. Konkret fokussiert die Arbeitsgruppe zwei übergeordnete Themenfelder: Die Handlungsebene frühpädagogischer Fachkräfte sowie die institutionellen Rahmendbedingungen. Demgemäß geht es zum einen um die unmittelbare pädagogische Arbeit und die Haltungen der Fachkräfte – zum anderen um die Auswirkungen von Digitalisierungsprozessen auf die Organisationsentwicklung sowie die spezifische Zielgruppe der Eltern mit Fluchterfahrung. Auf die vier 20-minütigen impulsgebenden Vorträge der einzelnen Projekte folgt eine Diskussion im Plenum, die durch den Einsatz einer digitalen Pinnwand flankiert wird. Durch die digitale Pinnwand können Diskussionsbeiträge gesichert und dokumentiert werden, zudem wird der interaktive Austausch zwischen Referent*innen und Teilnehmer*innen gefördert.

 

Beiträge des Panels

 

Zusammenhänge zwischen sozio-demografischen Merkmalen frühpädagogischer Fachkräfte und ihren Überzeugungen zum Einsatz digitaler Medien in Kitas

Sebastian Then, Fabian Hemmerich, Prof. Dr. Yvonne Anders, Prof. Dr. Franziska Cohen
Otto-Friedrich-Universität Bamberg

Projektlaufzeit: 10/18-09/21 (Verlängerung beantragt); Projektförderung: BMBF; Methoden: Dokumentenanalyse, Fragebogen- und Tagebuchstudie

Hintergrund: Pädagogische Potentiale und Herausforderungen durch Digitalisierung werden als wichtiges Zukunftsthema für die Erziehung, Bildung und Betreuung in Kitas diskutiert. Im wissenschaftlichen Diskurs wird auf Risiken, aber auch auf Chancen der pädagogischen Arbeit mit digitalen Medien aufmerksam gemacht (Fröhlich-Gildhoff & Fröhlich-Gildhoff, 2017; Knauf, 2018). Mit Blick auf Einstellungen frühpädagogischer Fachkräfte zu digitalen Medien und deren Einsatz in Kitas ist ein Bedarf an aktueller quantitativer Forschung zu verzeichnen.

Forschungsdesign: In einem Projekt der Otto-Friedrich-Universität Bamberg wurden mittels einer überregionalen, querschnittlichen Fragebogenstudie Fachkräfte zu digitalisierungsbezogenen Überzeugungen und Motivationen und zu ihrem eigenen pädagogischen Medieneinsatz befragt (N= 207). Bisherige Analysen fokussieren, wie sozio-demografische Einflussfaktoren dem Medieneinsatz im Kitaalltag Grenzen setzen oder dabei helfen, Grenzen abzubauen. Erste Ergebnisse zeigen z.B. negative Zusammenhänge zwischen dem Alter der Fachkräfte und ihrem Interesse an Digitalisierung in Kitas. Auch steht das Vorhandensein eines medienpädagogischen Schwerpunktes im Rahmen der beruflichen Ausbildung mit der Überzeugung eines positiven Einflusses digitaler Medien auf die sozio-emotionale Entwicklung von Kindern in Verbindung.

 

Medienhandeln in der Kita

Eric Simon1, Anja Stolakis1, Prof. Dr. Annette Schmitt1, Jörn Borke1, Luisa Fischer1, Sven Hohmann1, Dr. Henry Herper2, Dr. Volkmar Hinz2
1Hochschule Magdeburg-Stendal, 2Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg

Projektlaufzeit: 07/2020 – 06/2023; Projektförderung: BMBF; Methode: Mixed-Methods

Hintergrund: In der Fachdiskussion werden die Haltungen, Potentiale und Risiken digitaler Medien in der frühen Bildung zunehmend differenzierter betrachtet. Ausgehend von einer vormals dichotomen Positionierung »pro« oder »kontra« digitale Medien zeigt sich der modus operandi pädagogischer Fachkräfte als sehr heterogen und korrespondiert mit den unterschiedlichsten Kompetenzen, Bedarfen, medialen Artefakten, (Berufs-)Biographien u.W. einer vielschichtigen Medienlandschaft. Dem daraus resultierenden Orientierungsbedarf – verbunden mit der Frage nach einem adäquaten, kindgerechten Einsatz von Medien in der Kita – geht das Projekt DiKit nach.

Forschungsdesign: Im Rahmen eines Mixed-Method-Designs werden zunächst in 9 kontrastierenden Kitas Fallstudien durchgeführt, um mit einer anschließenden Habitusanalyse konkrete Typen des Medienhandelns rekonstruieren zu können. Zur Validierung und Quantifizierung der eruierten Habitustypen wird ein Fragebogen entwickelt, der gleichzeitig als (Selbst-)Reflexionsfragebogen eingesetzt werden soll. Sowohl die Erkenntnisse der Habitusanalyse als auch das Instrument des (Selbst-)Reflexionsfragebogens münden schließlich in der Etablierung eines gezielten und spezifischen Fortbildungsmoduls für pädagogische Fachkräfte.

 

Digitalisierung in der frühkindlichen Bildung als eine Aufgabe der Organisationsentwicklung

Iris Nieding
Universität Duisburg-Essen

Projektlaufzeit: 09/2018 - 08/2023; Projektförderung: BMBF; Methode: Experteninterviews, Onlinebefragung

Hintergrund: Kindertageseinrichtungen als Organisationen personenbezogener sozialer Dienstleistungen werden mit gesellschaftlichen Veränderungen konfrontiert, die die Lebenswelt von Kindern, Familien und pädagogischen Fachkräften durchdringen. Die Auswirkungen der digitalen Transformationen führen zum einen zu Entgrenzungsprozessen, zum anderen bietet die Digitalisierung als Instrument der Arbeits- und Organisationsentwicklung den Akteuren Chancen, neue Möglichkeiten der Partizipation zu schaffen.

Forschungsdesign: In einem Dissertationsprojekt an der Universität Duisburg-Essen werden Fallstudien mit Trägern von Kindertageseinrichtungen aus der freien Wohlfahrtspflege in NRW durchgeführt. Anhand eines Mixed-Methods Forschungsdesign werden Trägervertreter*innen in Experteninterviews sowie Leitungs- und Fachkräfte über Online-Befragungen und Gruppendiskussionen dazu befragt, welche Auswirkungen die digitale Transformation auf die Aufgaben und Strategien der verschiedenen Handlungsebenen hat. Das Erkenntnisinteresse des darin Promotionsvorhabens liegt in der Analyse von Strategien der Träger, Digitalisierung für ihre Arbeit zu implementieren, und der Bedeutung von Steuerung des Prozesses in einem Feld, das von Tradition und starken Werthaltungen geprägt ist.

 

Digitale Medien zur Adressierung geflüchteter Eltern als Zielgruppe früher Bildung

Prof. Dr. Henrike Friedrichs-Liesenkötter, Marek Winkel
Leuphana Universität Lüneburg

Projektlaufzeit: 02/2019 - 01/2022; Projektförderung: MWK, mit Mitteln der Volkswagenstiftung und des „Niedersächsischen Vorab“; Methode: Qualitativ/ Interviews und Medienanalyse

Hintergrund: Im Falle geflüchteter Familien ist eine vergleichsweise geringe Inanspruchnahme frühpädagogischer Betreuungsangebote zu beobachten (Gambaro et al. 2017). Hieran anknüpfend nutzen Migrations- und Familienberatungsstellen, aber auch Projekte aus der privaten Sozialwirtschaft digitale Informations- und Kommunikationsmedien, um geflüchtete Eltern niedrigschwellig mit Informationen und Beratungsangeboten zum frühpädagogischen System zu adressieren und so ihren Zugang zu Kitas und Co. zu erleichtern. Digitale Medien bieten die Möglichkeit, verschiedene sprachliche Hintergründe zu berücksichtigen sowie eine zeit- und ortsunabhängige Interaktion, Beratung und Weitergabe, sodass diesen ein inklusives Potenzial zukommt. Da digitale Medien für geflüchtete Personen vielfach eine zentrale Rolle zur Orientierung in der hiesigen Gesellschaft spielen, wird dieser Weg der Adressierung gewählt (Emmer et al. 2016).

Forschungsdesign: Das Projekt an der Leuphana Universität Lüneburg untersucht unter anderem anhand 12 teilstrukturierter Leitfadeninterviews mit Fachkräften aus der Beratung und der Sozialwirtschaft, welche Chancen und Hindernisse hinsichtlich der inklusiven digitalen Adressierung geflüchteter Eltern als Zielgruppe der frühen Bildung bestehen.



 
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