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Sitzungsübersicht
Sitzung
BeWaMo - Berufswahlmotive von Lehramtsstudierenden
Zeit:
Mittwoch, 16.03.2022:
14:00 - 16:00

Virtueller Veranstaltungsort: Zoom Seminarraum 23

942 7509 3944, 297531
Sitzungsthemen:
5. Schulpädagogik, Sektion 2, Kommission Qualitative Bildungs- und Biographieforschung, Sektion 5, Kommission Professionsforschung und Lehrerbildung, Sektion 5, Kommission Grundschulforschung und Pädagogik der Primarstufe, qualitativ, Deutsch

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Präsentationen

BeWaMo - Berufswahlmotive von Lehramtsstudierenden

Chair(s): Dr. Ralf Schieferdecker (Pädagogische Hochschule Weingarten, Deutschland), Prof. Dr. Birgit Hüpping (Pädagogische Hochschule Ludwigsburg)

Diskutant*innen: Prof. Dr. Birgit Hüpping (Pädagogische Hochschule Ludwigsburg)

Lehrkräfte stehen angesichts aktueller gesellschaftlicher Entwicklungen (Klimawandel, Corona-Pandemie, Inklusion, Digitalisierung, Flucht und Migration) vor neuartigen Herausforderungen. Wie belastbar sind etablierte Modelle der Berufswahl von Lehramtsstudierenden angesichts des gesellschaftlichen Wandels? Dieser Frage nähern sich fünf Teilprojekte aus unterschiedlichen grenzüberschreitenden Perspektiven. So werden von Studierenden verfasste Texte über Schularten und Bundesländer hinweg, sowie zwischen verschiedenen sonderpädagogischen Förderschwerpunkten (Beitrag 1) inhaltsanalytisch ausgewertet. Hinzu werden Daten im Vergleich zwischen Brasilien, Chile und Deutschland (Beitrag 2) sowie Japan und Deutschland (Beitrag 3) für einen Vergleich herangezogen. Der abschließende Beitrag (4) fokussiert eine statistische Auswertung der Erfahrungshintergründe für die Berufswahl Lehramt auf Grundlage der vorangegangenen Beiträge.

 

Beiträge des Panels

 

Analyse der Berufswahlmotive von Studierenden unter Berücksichtigung der verschiedenen Förderschwerpunkte sonderpädagogischer Bildung

Prof. Dr. Teresa Sansour1, Veronika Dumbacher2, Gregor Frirdich3
1Universität Oldenburg, 2Universität Würzburg, 3Pädagogische Hochschule Weingarten

Das Studium sonderpädagogischer Lehrkräfte orientiert sich an den Förderschwerpunkten sonderpädagogischer Bildung und Beratung. Bisherige fachspezifische Ergebnisse zur Wahl sonderpädagogischer Fachrichtungen zeigen eine Tendenz zu intrinsischen Motiven (Kiel et al. 2015; Rutsch et al. 2020; Lindqvist et al. 2020). Darüber hinaus wäre zu erwarten, dass die berufliche Perspektive im Aufgabenfeld der Inklusion einen zusätzlichen Einfluss auf das Berufswahlmotiv hat.

Der Datensatz umfasst N=375 Texte und deckt alle Förderschwerpunkte ab. Auf dieser Grundlage stellt sich die Frage nach Unterschieden bei Berufswahlmotiven hinsichtlich der verschiedenen Förderschwerpunkte sowie inwieweit die gesellschaftliche Forderung nach Inklusion die Studienwahl mit beeinflusst. Die Auswertung der Daten hat im Frühjahr 2021 begonnen. Bereits jetzt zeigt sich, dass sich Studierende der einzelnen Fachrichtungen in ihren Berufswahlmotiven unterscheiden. Ebenso zeichnet sich ab, dass der private Kontakt zu Menschen mit Beeinträchtigungen die Berufswahl beeinflusst.
Ziel ist es, die Motive von Studierenden hinsichtlich der gewählten Förderschwerpunkte angemessen zu beschreiben. Diese Erkenntnisse werden anschließend für den Vergleich mit anderen Schularten herangezogen. Die damit verbundenen Erkenntnisse über Gemeinsamkeiten und Unterschiede sind insbesondere mit Blick auf eine interdisziplinäre Zusammenarbeit in inklusiven Settings bedeutsam.

 

Vergleichende Analyse der Berufswahlmotive von Lehramtsstudierenden aus Brasilien, Chile und Deutschland

Aline Steger, Sabine Lang
Pädagogische Hochschule Weingarten

Angesichts der aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen ist davon auszugehen, dass Bildungssystem und Lehrpersonen unabhängig von den (unbestreitbaren) unterschiedlichen Kontexten zunehmend vor vergleichbaren Herausforderungen stehen. Wie wirken sich länderspezifische Kontexte auf die Entscheidung für den Lehrberuf aus und welche Motive erweisen sich als kontextunabhängig?

In diesem Beitrag werden die Ergebnisse der Analyse von Daten von Lehramtsstudierenden aus Brasilien (N=35) und Chile (N=53) inhaltlicht-strukturierend analysiert und mit Ergebnissen aus Daten aus Deutschland (Beitrag 1) verglichen.

Die geläufige Unterscheidung in intrinsische, altruistische und extrinsische Motive wird im internationalen Kontext zum Teil anders gewichtet, so kommt im Unterschied zu europäischen und nordamerikanischen Studien der extrinsischen Motivation in Ländern des globalen Südens eine bedeutendere Rolle zu (Bastick 2000; Garduño 2006; Kilinç, Watt & Richardson 2012). Solche länderspezifischen Unterschiede bezüglich der Motivstrukturen sind unter anderem auf bildungspolitische bzw. kulturelle Rahmenbedingungen in den untersuchten Ländern zurückzuführen. Damit stellt sich die Frage, ob und wie sich global-gesellschaftliche Herausforderungen auf die Berufswahl Lehramt auswirken und ob sich durch einen Vergleich über nationalstaatliche Grenzen hinweg Gemeinsamkeiten unter Berücksichtigung kontextabhängiger Voraussetzungen beschreiben lassen.

 

Vergleichende Analyse der Berufswahlmotive von Lehramtsstudierenden aus Japan und Deutschland

Dr. Ralf Schieferdecker1, Prof. Dr. Yoshihiro Sakakibara2
1Pädagogische Hochschule Weingarten, 2Kyoto University of Education

Angesichts aktueller gesellschaftlicher Herausforderungen (Klimawandel, Pandemie, Flucht und Migration), die grenzüberschreitend die Gestaltung pädagogischer Settings mitprägen, ist davon auszugehen, dass Bildungssystem und Lehrpersonen unabhängig von den grundsätzlich stark unterschiedlichen Kontexten zunehmend vor vergleichbaren Herausforderungen stehen. Damit stellt sich die Frage, ob und wie sich global-gesellschaftliche Herausforderungen auf die Entscheidung für einen Lehrberuf auswirken und ob sich durch einen Vergleich über nationalstaatliche Grenzen hinweg Gemeinsamkeiten unter Berücksichtigung differenter regionaler Kontexte beschreiben lassen.

In diesem Beitrag werden Ergebnisse vorgestellt, die sich auf Grund des (minimal oder maximalen) Kontrasts besonders dazu eignen, die spezifischen Motive der Berufswahl in Japan und Deutschland zu beschreiben.

Hierzu wurden von japanischen Lehramtsstudierenden Texte (N=70) über die Gründe ihrer Berufswahl verfasst und diese inhaltsanalytisch ausgewertet. In einem zweiten Schritt wurden diese Ergebnisse denen aus Deutschland (vgl. Beitrag 1) gegenübergestellt. Dabei zeigt sich unter anderem, dass Lehrpersonen als Rollenvorbilder in der Bildungsbiographie in beiden Kontexten die Berufswahl prägen. Die Art wie diese Rollenvorbilder wahrgenommen werden, unterscheidet sich jedoch stark.

 

Internationaler Vergleich der Erfahrungshintergründe von Lehramtsstudierenden

Prof. Dr. Christina Watson1, Jan Hörnig2
1SRH Hochschule NRW, 2Universität Würzburg

Für eine quantitative Analyse werden in diesem Beitrag die empirischen Daten der vorangegangenen Beiträge herangezogen, um auf dieser Basis (N=1011) Korrelationen zwischen den Codierungen und den Kontextvariablen zu beschreiben. Hierzu werden Informationen über das Geschlecht, den Studiengang und den Studienort berücksichtigt. Für einen Teil der Daten (N=579) können auch die Pädagogischen Vorerfahrungen (nach der LEK-Studie, König & Seifert 2012) sowie die Information, welche Elternteile Lehrkräfte sind, zur Analyse herangezogen werden. Anhand dieser Daten lassen sich differenzierte Aussagen zu den Berufswahlmotiven und Erfahrungshintergründen von angehenden Lehrkräften treffen. Es wird vermutet, dass sich die Motivlagen und Erfahrungen von Studierenden nach Schulform und Geschlecht unterscheiden. Hinsichtlich der Hochschulstandorte innerhalb Deutschlands wird kein Unterschied vermutet. Aktuell werden die Daten ausgewertet, sodass zum DGfE-Kongress umfangreiche Analysen bezüglich unterschiedlicher Schulformen und Hintergrundvariablen vorgestellt und gemeinsam diskutiert werden. Ausgehend von diesen Ergebnissen soll zum einen die Passung von Interessenlagen und Schulform, zum anderen die Bedeutsamkeit der Berufsvererbung diskutiert werden.



 
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