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Sitzungsübersicht
Sitzung
Digitalisierung in der Erwachsenen- und Weiterbildung: Potenziale digitaler Medien für Zugänge zu Weiterbildungsangeboten
Zeit:
Mittwoch, 16.03.2022:
14:00 - 16:00

Virtueller Veranstaltungsort: Zoom Seminarraum 13

919 1201 4482, 794564
Sitzungsthemen:
9. Erwachsenenbildung, Ohne Kommission, qualitativ, quantitativ, theoretisch, Deutsch

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Präsentationen

Digitalisierung in der Erwachsenen- und Weiterbildung: Potenziale digitaler Medien für Zugänge zu Weiterbildungsangeboten

Chair(s): Prof. Dr. Halit Öztürk (Westfälische Wilhelms-Universität Münster, Deutschland)

Die Arbeitsgruppe diskutiert Fragen nach der Bedeutung digitaler Medien in der Erwachsenen- und Weiterbildung insbesondere mit dem Blick auf die Möglichkeiten und Grenzen ihrer Zugänglichkeit und adressat:innenorientierten Gestaltung. Zuerst wird die Teilnahme an digitalen Bildungsformaten auf Basis der AES-Daten beleuchtet. Darauf folgt ein Beitrag zu Einstellungen und zur Teilnahme von Personen unterschiedlicher Qualifikationsniveaus an Weiterbildung mit digitalen Medien. Im Anschluss werden zum einen das Bildungsformat der Massive Open Online Courses hinsichtlich seiner Potenziale für die Kompetenzentwicklung und zum anderen das vhs-Lernportal mit Blick auf seine Anwendung und die Schulung von Kursleitenden diskutiert. Zuletzt werden erste Ergebnisse eines Forschungsprojektes zu digitalen Ansprachemöglichkeiten von Adressat:innen der Alphabetisierung und Grundbildung vorgestellt

 

Beiträge des Panels

 

(Weiter-)Bildung mit digitalen Medien im AES: Operationalisierung und Ergebnisse

Frauke Bilger, Alexandra Strauß
Kantar Public, Deutschland

Die BMBF-Studie zum Weiterbildungsverhalten in Deutschland dient u.a. als Instrument des (bildungspolitischen) Monitorings im Rahmen der Erwachsenenbildung und wird seit dem Jahr 2007 nach dem Konzept des EU-weiten Adult Education Survey (AES) alle zwei bis drei Jahre erhoben (Bilger et. al. 2017). Neben den zentralen Trendindikatoren werden im Rahmen der Studie bildungspolitisch relevante Themenschwerpunkte aufgegriffen, zuletzt im AES 2018 mit der Zusatzstudie Digitalisierung in der Weiterbildung (BMBF 2020).

Der Beitrag geht zunächst darauf ein, wie im Rahmen der Studie ein Instrument zur Messung der Teilnahme an Bildung mit digitalen Medien entwickelt und als dauerhaftes Instrument für ein bildungspolitisches Monitoring von „Bildung mit digitalen Medien“ zunächst in die Folgebefragung des deutschen AES 2020 übernommen wurde. Mit den beiden Erhebungen des AES 2018 und 2020 können erste Ergebnisse zur Veränderung der Teilnahme gezeigt werden. Aus gegebenem Anlass wurden in den AES 2020 corona-spezifische Zusatzfragen eingesetzt, darunter auch die Frage zur Veränderung von Bildungsaktivitäten von Präsenz zu Onlineformaten. Im Beitrag wird vor allem folgenden Fragen nachgegangen: Erleichtern Bildungsangebote mit digitalen Medien den Zugang zu Bildung für bildungsferne Zielgruppen? Gab es besondere gruppenspezifische Veränderungen zwischen den Jahren 2018 und 2020, auch mit Blick auf die veränderten Rahmenbedingungen im Kontext der Pandemie?

 

Einstellungen zu digitalen Medien und Teilnahme an digital gestützter Weiterbildung

Dr. Sara Reiter
Freie Universität Berlin

Hinsichtlich der Frage nach der Förderung der Chancengleichheit in der Weiterbildung werden mit dem Einsatz digitaler Medien sowohl Potenziale als auch Risiken verbunden (Rohs, 2020, S. 37). Blickt man auf die empirische Befundlage zur Teilnahme an digital gestützter Weiterbildung, so zeigt sich auch hier das in der Weiterbildung allgemein bekannte Muster, dem zufolge Personen mit höheren Qualifikationen eine höhere Teilnahmequote aufweisen als Personen mit niedrigen Qualifikationen (BMBF, 2020, S. 35f.). Als Ursachen für die ungleiche Teilnahme können fehlende Gelegenheiten ebenso als relevant erachtet werden wie unterschiedliche Voraussetzungen und Präferenzen der Adressat:innen, mit digitalen Medien zu lernen (u.a. Rohs, Pietraß & Schmidt-Hertha, 2020, S. 368; Hawlitschek & Fredrich, 2018, S. 9). Der vorliegende Beitrag knüpft an die zuletzt genannte Perspektive an. Auf Grundlage der Daten des Adult Education Survey 2018 wird bezugnehmend auf handlungstheoretische Modelle (Theory of Planned Behavior, Technology Acceptance Model) untersucht, inwiefern Einstellungen zu digitalen Medien in Zusammenhang mit der Teilnahme an digital gestützten Weiterbildungsangeboten stehen und inwiefern sie zur Erklärung von Teilnahmeunterschieden zwischen unterschiedlichen Qualifikationsgruppen beitragen können. Abschließend werden Implikationen für die Forschung und Praxis diskutiert.

 

Digitale Kompetenzen für österreichische Privatangestellte: Erfahrungen mit der Entwicklung, Durchführung und Evaluation eines Massive Open Online Courses

Dr. Martin Ebner1, Sarah Edelsbrunner1, Dr. Sandra Schön1, Karin Steiner2
1Technische Universität Graz, Österreich, 2abif – analyse. beratung. interdisziplinäre forschung, Österreich

Die zunehmende Digitalisierung verändert berufliche Tätigkeiten und Berufsbilder (Bliem et al. 2018). In einem gemeinsamen Vorhaben des Forschungs- und Beratungsinstitut ABIF (Analyse Beratung und interdisziplinäre Forschung), der Gewerkschaft der Privatangestellten – Druck, Journalismus, Papier (GPA-djp) sowie der TU Graz wurde auf Grundlage des europäischen DigComp-Modells (Carretero et al. 2017) bzw. des österreichischen Pendants (BMDW 2018) ein sog. Massive Open Online Course konzipiert, der im Frühjahr 2021 mit mehr als 1.700 Teilnehmenden durchgeführt wurde („DigiSkills für alle – Machen Sie sich fit für die digitale Welt!“, https://imoox.at/course/DISKA). Der Kurs wurde dabei aufbauend auf Erfahrungen mit MOOCS für ähnliche Zielgruppen (Ebner et al. 2015) u.a. mit einem Arbeitsheft angeboten. Der Beitrag stellt Konzeption, Gestaltung und Evaluation des Vorhabens vor und zieht eine kritische Bilanz zu den Herausforderungen und Chancen eines solchen Vorhaben zur Erhöhung digitaler Kompetenzen in der Arbeitnehmendenschaft.

 

Blended Learning mit dem vhs-Lernportal

Michael Thiel, Gabi Netz
Deutscher Volkshochschul-Verband eV. (DVV)

Mit der Corona-Krise erfährt digitales Lernen einen immensen Aufschwung, allerdings lässt sich schon für die letzten Jahre ein stetiger Relevanzgewinn digital gestützten Lernens in der Erwachsenen- und Weiterbildung verzeichnen. Mithilfe digitaler Plattformen wie dem vhs-Lernportal können Teilnehmende zeit- und ortsunabhängig im eigenen Tempo lernen und individuell via Online-Tutoring gefördert werden. Das vhs-Lernportal wird vor allem im Bereich Grundbildung und DaZ eingesetzt und hat sich als hilfreiches und breit genutztes Lerninstrument etabliert - die im vhs-Lernportal verfügbaren Online-Module des Integrationskurses bspw. sind vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) als Lehrwerk zugelassen. Es hat sich dabei gezeigt, dass der Einsatz in Kursen vielfältige Herausforderungen (Heterogenität der Teilnehmenden und der Kursleitungen hinsichtlich Medienkompetenz, technische Ausstattung der Einrichtungen etc.) mit sich bringt. Besonders die zielgerichtete Schulung von Kursleitungen ist ein integraler Bestandteil der Projektarbeit, damit Online-Phasen didaktisch sinnvoll und gewinnbringend in bestehende Kursformate integriert werden können. Der Beitrag thematisiert und diskutiert, wie diesen Herausforderungen begegnet werden kann, welche Best Practice- und Schulungs-Konzepte daraus erwachsen sind und wie Teilnehmende und Kursleitungen ihrerseits mit Anregungen und regelmäßigem Feedback die technisch-inhaltliche Weiterentwicklung des vhs-Lernportals begleitet haben.

 

Ansprachewege für Angebote der Alphabetisierung und Grundbildung in digitalen Räumen

Prof. Dr. Halit Öztürk, Vera Lüneberg, Eva Humt
Westfälische Wilhelms-Universität Münster, Deutschland

Der Beitrag vertieft das Thema der Zugänge zu Weiterbildungsangeboten hinsichtlich der Möglichkeiten einer digitalen Ansprache von Adressat:innen von Alphabetisierungs- und Grundbildungsangeboten, deren Erreichbarkeit nach wie vor eine zentrale Problemstellung bildet (Grotlüschen 2016, S. 11ff.). Der Beitrag präsentiert zunächst konzeptionelle Grundlagen des vom BMBF geförderten Forschungsprojekts „Ansprachewege für Angebote der Alphabetisierung und Grundbildung in digitalen Räumen (DiAnA)“, das Erkenntnisse zur Bedeutung des sozialen Umfelds von gering literalisierten Personen (ebd.) mit der Nutzung digitaler Medien durch die Adressat:innen (Grotlüschen et al. 2019, S. 32) und Personen ihres sozialen Umfeldes verknüpft und Möglichkeiten der sozialraumbezogenen Ansprache in digitalen Räumen untersucht. Im Anschluss an die Entfaltung dieses konzeptionellen Rahmens werden erste Forschungsergebnisse hinsichtlich des digitalen Nutzungsverhaltens und Möglichkeiten der Ansprache von Anbieter:innen, Teilnehmenden und dem sozialräumlichen Umfeld von Adressat:innen der Alphabetisierungs- und Grundbildungsarbeit präsentiert und diskutiert.



 
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