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Sitzungsübersicht
Sitzung
Pädagogische Professionalität: Entgrenzungen und Begrenzungen des pädagogisches Arbeitsbündnisses in digitalen Lehr-Lernkontexten
Zeit:
Mittwoch, 16.03.2022:
14:00 - 16:00

Virtueller Veranstaltungsort: Zoom Seminarraum 09
982 4768 1881, 040174
Sitzungsthemen:
5. Schulpädagogik, 8. Sozialpädagogik und Pädagogik der frühen Kindheit, 9. Erwachsenenbildung, Sektion 4, Arbeitsgruppe Empirische Pädagogische Forschung, Sektion 5, Kommission Professionsforschung und Lehrerbildung, Sektion 8, Kommission Sozialpädagogik, qualitativ, quantitativ, theoretisch, Deutsch

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Präsentationen

Pädagogische Professionalität: Entgrenzungen und Begrenzungen des pädagogisches Arbeitsbündnisses in digitalen Lehr-Lernkontexten

Chair(s): Dr. Johanna Pangritz (FernUniversität in Hagen, Deutschland), Prof. Dr. Julia Schütz (FernUniversität in Hagen), Dr. Lena Rosenkranz (FernUniversität in Hagen), Cylia Messer (Hochschule Ludwigsburg), Dr. Petra Bollweg (Universität Bielefeld), Dr. Jana Wienberg (University of Labour)

Diskutant*innen: Prof. Dr. Melanie Kubandt (Universität Vechta)

Im pädagogischen Arbeitsbündnis kommt die professionelle Verschmelzung von Können und Wissen in den Interaktionen mit der pädagogischen Klientel situativ zum Ausdruck. Ein tragfähiges, vertrauensvolles Arbeitsbündnis ist jedoch immer wieder neu herzustellen und ist daher besonders störanfällig. Dies gilt bereits für die professionelle Bearbeitung und Begleitung von Lehr-/Lernprozessen in unmittelbaren, persönlichen Begegnungen, sprich in Präsenz. Durch die Ausbreitung des Corona-Virus wurden Lehrende und Lernende in Bildungs- und Erziehungsinstitutionen zur Umgestaltung und Entgrenzung ihrer gewohnten Lehr-Lernumgebung gezwungen - das praktisch bedeutsame Arbeitsbündnis musste irgendwie anders als in Präsenz hergestellt werden. Die krisenbedingte Verschiebung des pädagogischen Arbeitsbündnisses, meist in den virtuellen Raum, wird in der Arbeitsgruppe zum Anlass genommen, über das Konzept des pädagogischen Arbeitsbündnisses nachzudenken und eine theoretische Erweiterung anzubieten.

 

Beiträge des Panels

 

Irgendwie … wie Treffen einer Selbsthilfegruppe« – Pädagogisches Arbeitsbündnis in Online-Seminaren

Dr. Petra Bollweg
Universität Bielefeld

Pädagogische Arbeitsbündnisse verweisen nach Werner Helsper und Merle Hummrich (2008) als elementare und unmittelbare Strukturkategorie schulischen Unterrichtens auf die soziale Konstituiertheit von Bildungsprozessen. Sigrid Blömke (2009) geht für die Lehrer:innen(aus)bildung davon aus, dass hochschulische Lehre eine Modellfunktion hat, um sowohl eine „Habitualisierung der Regeln der Praxis“ (Wildt 1996, S. 100) zu ermöglichen als auch die Erwünschtheit späteren Handelns „als Ausgangspunkt für die Gestaltung der Lehre … zu nehmen“ (Blömke 2009, S. 487). Mit Blick auf die umfassende Umstellung universitärer Präsenz- auf Onlinelehre im Frühjahr 2020 wurden Fragen sozialer Konstituiertheit in digitalen (Unterrichts-)Settings didaktisch-konzeptionell primär entlang technischer Möglichkeiten und methodischer Technologien bearbeitet. Die These ist, dass so die Modellfunktion hochschulischer Lehre in der Lehrer:innen(aus)bildung nur in Richtung einer Professionalisierung anwendungsbezogener ‚Digitaler Bildung‘ erfüllt wurde, während Fragen sozialer Konstituiertheit pädagogischer Arbeitsbündnisse zwischen Lehrenden und Studierenden keine systematische Berücksichtigung fanden. Exemplarisch sollen die Erfahrungen aus der „Hybridphase“ vom Sommersemester 2020 bis zum Wintersemester 2020/21 genutzt werden, um die Rahmenbedingungen und den Stellenwert pädagogischer Arbeitsbündnisse digitaler Lehrer:innen(aus)bildung vorzustellen und zu diskutieren.

 

Die Pandemie als krisenbedingte Neujustierung professionellen Handelns. Professionstheoretische Überlegungen und empirische Befunde zum pädagogischen Arbeitsbündnis in digitalen Lehr-Lernkontexten

Prof. Dr. Julia Schütz1, Dr. Lena Rosenkranz1, Cylia Messer2, Dr. Johanna Pangritz1
1FernUniversität in Hagen, 2Hochschule Ludwigsburg

Das pädagogische Arbeitsbündnis wurde professionstheoretisch insbesondere für den schulischen Bereich ausbuchstabiert und gilt weitestgehend als universell übertragbar auf formalisierte Lehr-/Lernsettings. Im Kontext der krisenbedingten Umstellung von Präsenz- auf Distanzunterricht bzw. -lehre erscheinen sowohl für das Bildungssegment Schule als auch Hochschule gerade die professionstheoretisch begründeten, widersprüchlichen Handlungsanforderungen an die pädagogischen Akteur:innen, als Antinomien, interessant. Damit verbunden werden die spezifischen strukturellen, personellen und finanziellen Rahmenbedingungen der Institutionen bedeutsam, die gerade in der Pandemie einen erheblichen Einfluss auf die Gestaltung des Arbeitsbündnisses haben dürften. Wie verändern sich pädagogische Antinomien unter den skizzierten Bedingungen? Welche neuen Antinomien ruft die Herstellung des Arbeitsbündnisses in digitalen Lernarrangements hervor? Wie beschreiben die Tätigen in pädagogischen Bereichen den Umgang mit den heterogenen Erwartungen, die manchmal paradoxe Handlungsaufforderungen implizieren und von den Akteur:innen interpretiert und ausbalanciert werden müssen, um ihr Handeln im digitalen Raum lernfördernd zu gestalten (v. Hippel/Buschle/Schütz et. al. 2014, S. 201)? Der Beitrag fokussiert auf die genannten Fragestellungen unter Rückbindung auf die empirischen Befunde der Studie „Professionalität und Bildungsgerechtigkeit in der Krise“.

 

Resonanzerleben von Trainer:innen in der Erwachsenenbildung/Weiterbildung

Dr. Jana Wienberg
University of Labour

Der Beitrag widmet sich der Frage, inwiefern Trainer:innen, im erwachsenenpädagogischen Feld im Zuge der Digitalisierung mit veränderten Berufsanforderungen konfrontiert sind: Wie erleben Trainer:innen beispielsweise die Rückmeldung von Teilnehmenden in digitalen Settings, wie wird Distanz im e-learning erlebt und wie nehmen sie die Entwicklung des Berufsfeldes wahr? Wie gehen sie mit dem Fehlen von Resonanz um, und welche Strategien wenden sie an, um das Berührt-Sein und die Beziehung zu Inhalten und zu den Lernenden zu ermöglichen? Der Beitrag betrachtet die Bereiche der Beschleunigung und Digitalisierung im Weiterbildungskontext, welche im Rahmen des empirisch angelegten DFG-Projekts „Weiterbildung als Beruf – Relationale Resonanzstrategien (RRS) von Kursleitenden“ untersucht wurden. Diskutiert wird zum einen welche Resonanz- und Entfremdungsmomente sich im Lehr-Lern-Geschehen aus Lehrendensicht im Bereich der Erwachsenbildung/Weiterbildung identifizieren lassen und zum anderen wird der (strategische) Umgang mittels der Hinzuziehung des heuristischen Modells der bereits bestehenden und erprobten Relationalen Resonanzstrategien (Wienberg 2019) beleuchtet.

Die Ergebnisse sollen vor dem Hintergrund des professionstheoretischen Konzepts zur Gestaltung eines pädagogischen Arbeitsbündnisses in digitalen Lehr-/Lernkontexten innerhalb der Arbeitsgruppe diskutiert werden.



 
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