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Sitzungsübersicht
Sitzung
Unterrichtsqualität in Planung und Durchführung – Empirische Analysen im Wirtschaftsunterricht
Zeit:
Mittwoch, 16.03.2022:
14:00 - 16:00

Virtueller Veranstaltungsort: Zoom Seminarraum 24
937 1017 0020, 829544
Sitzungsthemen:
4. Empirische Bildungsforschung, 7. Berufs- und Wirtschaftspädagogik, Sektion 4, Arbeitsgruppe Empirische Pädagogische Forschung, Sektion 5, Kommission Professionsforschung und Lehrerbildung, qualitativ, quantitativ, Deutsch

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Präsentationen

Unterrichtsqualität in Planung und Durchführung – Empirische Analysen im Wirtschaftsunterricht

Chair(s): Patricia Köpfer (Goethe-Universität Frankfurt, Deutschland)

Die Arbeitsgruppe widmet sich der Untersuchung von Planung und Durchführung von Unterricht an beruflichen Schulen unter dem Aspekt der Unterrichtsqualität. Der Forschungsfokus liegt dabei v.a. auf kognitionsbezogenen Qualitätsmerkmalen. Darunter fallen instruktionales Erklären, Argumentieren, die Gestaltung von Lernaufgaben sowie Scaffolding. Darauf bezogen analysiert werden (kompetenzniveauabhängige) Unterschiede zwischen (angehenden) Lehrkräften sowie Effekte der Qualitätsmerkmale auf Wissenskonstruktionsprozesse und Lernoutcomes. Datengrundlage für die Analysen bilden Unterrichtsentwürfe, videographierte Unterrichtsstunden und Schülereinschätzungen. Im Ergebnis können Forschungsfortschritte bezogen auf die Analyse von Unterrichtsentwürfen und -prozessen sowie auf das Zusammenwirken von Planung und Durchführung erwartet werden. Somit wird ein Beitrag für die Lehrprofessionalitäts- sowie die Unterrichtsqualitätsforschung geleistet.

 

Beiträge des Panels

 

Entwicklung der Fähigkeit zur Unterrichtsplanung – längsschnittliche Analysen zum Planungshandeln bei Studierenden der Wirtschaftspädagogik

Dr. Elisabeth Riebenbauer
Karl-Franzens-Universität Graz

Erfolgreiches Handeln im Unterricht setzt zielgerichtete Planungsschritte voraus. Gerade beim Berufseinstieg gilt die Unterrichtsplanung als handlungsleitend für eine gelungene Unterrichtsdurchführung. Kaum erforscht ist jedoch, wie sich die Planungsfähigkeit im Laufe des Professionalisierungsprozesses bei angehenden Lehrenden entwickelt. Im Fokus des Beitrags steht eine mehrjährige, österreichweite Längsschnittstudie im Paneldesign, bei der das Planungshandeln von 131 Studierenden der Wirtschaftspädagogik in Graz, Innsbruck und Wien zu drei Zeitpunkten im Masterstudium erfasst wurde. Im Zuge der Studie erstellten die Studierenden (1) am Studienbeginn, (2) circa drei Semester später, d.h. vor dem einsemestrigen Schulpraktikum und (3) nach Abschluss dieser schulpraktischen Phase einen Unterrichtsentwurf für eine Stunde im Bereich Rechnungswesen. Im Vortrag sollen insbesondere die Möglichkeiten und Grenzen der Operationalisierung, Erfassung und Bewertung des Planungshandeln in Form von Unterrichtsentwürfen thematisiert und sowohl aus allgemein- als auch aus fachdidaktischer Perspektive diskutiert werden. Zudem werden ausgewählte Ergebnisse der Studie vorgestellt, die zeigen, dass Interaktionen im Zusammenhang mit Lernaufgaben eine zentrale Rolle spielen, aber auch Schwächen, z.B. bei Zielen, inhaltlicher Vernetzung und Variation von Methoden und Medien, bestehen.

 

Scaffolding und Unterrichtsgestaltung – Eine prozessanalytische Studie zur Planung und Durchführung von Unterricht im berufsschulischen Kontext

Dr. Rico Hermkes, Manon Heuer-Kinscher, Prof. Dr. Gerhard Minnameier
Goethe-Universität Frankfurt am Main

Für gelingenden Unterricht und das Erreichen hoher Unterrichtsqualität ist u.a. die Passung zwischen Instruktion und Lernprozessen von Bedeutung. Das beginnt nicht erst im Unterrichtsgeschehen, sondern bereits bei der Planung und den dabei vorgenommenen Strukturierungsmaßnahmen, die schüleradaptiv sein sollen, indem sie u.a. potentielle Lernhürden der SuS antizipieren. Das Scaffolding-Konzept umfasst beides. Macro-Scaffolding bezieht sich auf die Planung und Strukturierung von Unterricht, Micro-Scaffolding auf Lernunterstützung in konkreten Unterrichtsinteraktionen, die sich an den individuellen Bedarfen der SuS orientiert.

In der Studie wird das Zusammenwirken von Macro- und Micro-Scaffolding untersucht. Das DFG-Projekt knüpft an ein bereits entwickeltes Verfahren zur Micro-Scaffolding-Erhebung an und erweitert es um Macro-Scaffolding und „Whole-Class-Scaffolding“. Datengrundlage bilden Unterrichtsentwürfe der Lehrkräfte sowie videographierter Unterricht.

Die Stichprobe umfasst 30 Berufschullehrkräfte/-klassen in Hessen, die jeweils eine 90-minütige Unterrichtseinheit für das Lernfeld „Beschaffungsprozesse“ planen und durchführen.

Im Ergebnis steht die (Weiter-)Entwicklung des Verfahrens, das Unterrichtsqualität unter der Perspektive lernadaptiven Scaffoldings valide und reliabel erfasst, so dass die Qualität der Scaffolds in ihren Effekten auf Lernoutcomes untersucht werden kann. Dabei geht es zunächst um die Frage der prädiktiven Validität solcher Prozessqualitäten.

 

Gruppendiskussionen und ihr Einfluss auf den Lernerfolg – Eine Videostudie im problemorientierten Wirtschaftsunterricht

Dr. Christin Siegfried
Goethe-Universität Frankfurt am Main

Der Beitrag untersucht Gruppendiskussionen im Rahmen eines problemorientierten Wirtschaftsunterrichts. Diesem Unterrichtssetting liegt die Annahme zugrunde, die Anforderungen ökonomischer Kompetenz (z.B. Mehrperspektivität, Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Handlungsoptionen) durch Gruppendiskussionen geeignet adressieren zu können. Durch den Austausch können zusätzliche Informationen sowie neue Perspektiven besprochen werden und schließlich dazu beitragen, neues Wissen zu ko-konstruieren, was nur schwer von einem einzelnen Lernenden erreicht werden kann. Um zentrale Gelingensbedingungen von Gruppendiskussionen zur Förderung ökonomischer Kompetenz zu identifizieren, wird im Rahmen einer empirischen Feldstudie, die mit den individuellen Diskussionsbeiträgen korrespondierenden kognitiven Prozesse (nicht elaboriert, aktiv, konstruktiv), die Struktur des Diskussionsformates (kummulativ, interaktiv, ko-konstruktiv) sowie der Grad der inhaltlichen Vielfalt in der Gruppendiskussion in den Blick genommen. Hierfür werden die videographischen Aufzeichnungen der Gruppendiskussion (N=87) und verschiedene Tests und Fragebögen genutzt.

Die Ergebnisse verweisen auf einen signifikanten Lernzuwachs. Zudem wird deutlich, dass vor allem Lernenden mit einem geringen Vorwissen von dem Unterricht profitieren, der Wissenszuwachs weniger durch das Fachinteresse oder das Geschlecht beeinflusst wird, sondern durch den Anteil konstruktiver Beiträge und der inhaltlichen Vielfalt in der Diskussion.

 

Qualität von Lehrererklärungen im Rechnungswesen aus der Sicht von Beobachtenden und Schüler*innen

Patricia Köpfer1, Dr. Stefanie Findeisen2, Prof. Dr. Eveline Wuttke1
1Goethe-Universität Frankfurt am Main, 2Universität Konstanz

Erklären ist essenzieller Bestandteil des schulischen Alltags und gehört zum „Kerngeschäft“ einer Lehrperson. Im Buchführungsunterricht ist Erklärfähigkeit wesentlich, da dieser zum einen sehr fehleranfällig und abstrakt sein kann und zum anderen Erklärungen regelmäßig an die sehr heterogene Schülerschaft angepasst werden müssen. Während eine Reihe von Arbeiten existiert, welche die Bedeutung des Erklärens im Unterricht beleuchten, liegt nur eine geringe Anzahl von Untersuchungen über die Messung und Modellierung von Erklärqualität vor. Aus diesem Grund hat der vorliegende Beitrag zum Ziel, die Qualität von Lehrererklärungen im Fach Rechnungswesen zu messen. Hierzu wird der Unterricht von fünf Lehrkräften der 2-jährigen Berufsfachschule Wirtschaft videographiert. Kriterien zur Bewertung der Erklärqualität werden basierend auf der Arbeit von Findeisen (2017) operationalisiert und auf verschiedene Unterrichtserklärungen der Lehrkräfte angewandt. Im Rahmen der Videoanalyse werden einzelne Aspekte der Erklärhandlung (z.B. fachlicher Gehalt, Adressatengerechtheit) von unabhängigen Beobachtenden geratet. Ein Vorteil unseres Studiendesigns ist insbesondere die Möglichkeit, die Wahrnehmung der 66 beteiligten Schüler*innen zu den Erklärqualitätsindikatoren (erhoben mittels Fragebogendaten) miteinbeziehen zu können. Beobachtenden- und Schülerurteil werden gegenübergestellt.



 
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