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Sitzungsübersicht
Sitzung
Positionierungen von Kindern und kindheitspädagogischen Fachkräften im Kontext von generationaler Ordnung und sozialer Ungleichheit – Ethnografische Perspektiven im Gespräch
Zeit:
Dienstag, 15.03.2022:
14:00 - 16:00

Virtueller Veranstaltungsort: Zoom Seminarraum 32

989 8677 5580, 272854
Sitzungsthemen:
8. Sozialpädagogik und Pädagogik der frühen Kindheit, Sektion 8, Kommission Sozialpädagogik, Sektion 8, Kommission Pädagogik der frühen Kindheit, qualitativ, theoretisch, Deutsch

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Präsentationen
ID: 246
Arbeitsgruppe
Stichworte: Positionierungen, Generationale Ordnungen, Kindheitspädagogik, Armut

Positionierungen von Kindern und kindheitspädagogischen Fachkräften im Kontext von generationaler Ordnung und sozialer Ungleichheit – Ethnografische Perspektiven im Gespräch

Chair(s): Dr. Stephanie Spanu (TU Dortmund, Deutschland)

Die Arbeitsgruppe betrachtet theoretische und empirische Perspektiven auf Positionierungen in der Kindheit. Dabei wird das Arbeiten an Grenzen aus drei verschiedenen Perspektiven diskutiert: Inhaltlich über die generationale Ordnung und soziale Ungleichheit, disziplinär über die Verortung in Kindheitspädagogik und-soziologie und methodisch über verschiedene ethnografische Forschungsansätze.

Positionierungen können als diskursiver Prozess verstanden werden, in dem sich Individuen selbst und anderen Positionen zuweisen.

Mit diesem Zugriff entfaltet sich wiederum ein komplexes Verhältnis zwischen den Praktiken des Positionierens, der Fremd- und Selbstpositionierungen von Kindern und Fachkräften beziehungsweise dem Verhältnis sozio-struktureller Positioniertheiten der Kinder (und deren Eltern). Diese beiden Spannungsfelder werden in der Arbeitsgruppe in zwei Vorträgen beleuchtet und anschließend zur Diskussion gestellt.

 

Beiträge des Panels

 

Entgrenzendes Sprechen über Benachteiligung und Position(ierung)en im kindheitspädagogischen Alltag

Dr. Sylvia Nienhaus1, Sebastian Amann2, Anja Kerle3
1Universität Osnabrück, 2Katholische Hochschule NRW, 3Universität Hildesheim

Der vorliegende Beitrag greift den Schwerpunkt der Arbeitsgruppe anhand von Selbst- und Fremdpositionierungen auf und thematisiert anhand von drei qualitativ-rekonstruktiven Perspektiven unterschiedliche Facetten und Möglichkeiten des Sprechens-über und des Sprechens-mit benachteiligten Kindern und Familien.

Im ersten Input werden ausgehend von der bildungspolitisch proklamierten Relevanz von Kindertagesstätten zum Abbau sozialer Ungleichheiten das Aufrufen von Vorurteilen durch verschiedene Akteur_innen gegenüber potenziell benachteiligten Kindern und ihren Familien anhand von Interviewdaten genauer beleuchtet.

Das Sprechen-über Armut kann, so argumentiert der zweite ethnographische Input, als Schauplatz der Inszenierung anerkennbarer pädagogischer Praxis gedeutet werden. Diskutiert wird außerdem der besondere Stellenwert von Grenzen und Grenzverschiebungen in Familienzentren.

Ausgehend von zentralen Desideraten der kindheitspädagogischen Forschung im Kontext von Kinderarmut werden im dritten Input Überlegungen und Erprobungen zu einer ethnographischen armutsbezogenen und kinderrechtsbasierten Forschung mit jungen Kindern vorgestellt.

 

Fluide Positionierungen. Ab- und Entgrenzungen in der Interaktion von Akteur_innen frühkindlicher Einrichtungen.

Teresa Erlenkötter1, Laura von Albedyhll2
1Universität Siegen, 2Pädagogische Hochschule Weingarten

Der erste Beitrag thematisiert generationale Positionierungsprozesse (Machold, 2018) von Kindern und pädagogischen Fachkräften und betrachtet den alltäglichen Vollzug dieser Praktiken. Bezugnehmend auf die Diskussion um Übernahme und Abgrenzung von normativen Anforderungen durch die Akteur_innen (Meseth et.al., 2019) machen wir durch mikroanalytische Beobachtungen von Interaktionen Positionierungen sichtbar.

Die fluiden Aushandlungsprozesse, die unterschiedliche Positionierungen in Interaktionen ermöglichen, und so zu einer Verortung in dem generationalen Verhältnis der Teilnehmenden führen (Lange, 2013), werden dabei nicht nur verbal ausgetragen. Auch durch den Einbezug von Dingen werden Grenzen stets neu gesetzt, ausgehandelt oder überwunden (Nohl, 2013). Durch den Gebrauch der Dinge im Vollzug werden Positionierungen von Akteur_innen zueinander verortet (Rabenstein, 2018).

Anhand von ethnografischen Beobachtungsprotokolle aus zwei verschiedenen Forschungsprojekten, die hier gemeinsam diskutiert werden, fragen wir wie Fachkräfte und Kinder die Rolle, die ihnen qua Institution, im Sinne „guter Kindergartenkinder“ und „guter pädagogischer Fachkräfte“ zugewiesen wird, in das Interaktionsgeschehen einbringen oder aussetzen. Wir zeigen Hinweise, wie generationale Grenzsetzungen durch den Bezug auf die Dinge in diesen Interaktionen sichtbar werden.



 
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