Veranstaltungsprogramm

Die Zugänge zu allen Zoom-Räumen finden sie auf der Kongress-Plattform (https://plattform.dgfe2022.de/).
Login mit Ihrem ConfTool-Benutzernamen und Ihrem ConfTool-Passwort.

Hier finden Sie eine Übersicht aller Veranstaltungen des Kongresses.
- Sie können die Veranstaltungen nach Beitragstyp (u.a. Symposium, Arbeitsgruppe, Forschungsforum, Parallelvorträge), Sprache (Englisch, Deutsch, Englisch und Deutsch in einer Veranstaltung) und Themen (Forschungszugänge, Kommissionen, Sektionen) filtern.
- Bitte wählen Sie ein Datum aus, um nur die betreffenden Veranstaltungen anzuzeigen.
- Wählen Sie eine Veranstaltung aus, um zur Detailanzeige zu gelangen.
- Die Vortragenden sind jeweils unterstrichen dargestellt.
- Eine persönliche Agenda kann drei Wochen vor Kongressbeginn auf der Kongressplattform von mcc Agentur für Kommunikation erstellt werden.
- Änderungen des Programmes sind vorbehalten.

 
Nur Sitzungen am Veranstaltungsort 
 
 
Sitzungsübersicht
Sitzung
Facetten der Lehrkompetenz in Hochschule und Erwachsenenbildung: Entgrenzt oder begrenzt denk- und anwendbar?
Zeit:
Dienstag, 15.03.2022:
14:00 - 16:00

Virtueller Veranstaltungsort: Zoom Seminarraum 09
982 4768 1881, 040174
Sitzungsthemen:
4. Empirische Bildungsforschung, 9. Erwachsenenbildung, Ohne Kommission, quantitativ, theoretisch, Deutsch

Zeige Hilfe zu 'Vergrößern oder verkleinern Sie den Text der Zusammenfassung' an
Präsentationen
ID: 128
Arbeitsgruppe
Stichworte: Hochschuldidaktik, Kompetenzmodell, Kompetenzdiagnostik, Weiterbildung, Lehransätze

Facetten der Lehrkompetenz in Hochschule und Erwachsenenbildung: Entgrenzt oder begrenzt denk- und anwendbar?

Chair(s): Prof. Dr. Stefanie Hartz (TU Braunschweig, Deutschland), Prof. Dr. Annika Goeze (Universität Tübingen), Dr. Kirsten Aust (TU Braunschweig, Deutschland)

In der Arbeitsgruppe wird zunächst ein ausdifferenziertes Kompetenzmodell für die Hochschullehre vorgestellt. In den drei Einzelbeiträgen werden dann verschiedene Facetten des Modells ausgeleuchtet und in einer anschließenden Diskussion bezüglich ihrer bildungsbereichsübergreifenden Gültigkeit reflektiert. Den drei Beiträgen ist gemein, anhand von pädagogischen Interventionen und der Messbarmachung von Outputs dazu beizutragen, verschiedene Facetten der Lehrkompetenz in unterschiedlichen Bildungsbereichen zu erfassen und zu beschreiben. Dabei spielt in den vorgestellten Projekten der Einsatz von Videos eine zentrale, je unterschiedlich akzentuierte Rolle. Ziel der Arbeitsgruppe ist es, Lehrkompetenzen über die engen teildisziplinären Grenzen in der Erziehungswissenschaft hinweg zu betrachten und zu eruieren, welche Bestandteile von ihnen entgrenzt oder nur begrenzt auf bestimmte Bildungsbereiche (vor allem Hochschule, Erwachsenen- und Weiterbildung) denk- und anwendbar sind.

 

Beiträge des Panels

 

Lehrkompetenz an der Hochschule: Der Einfluss hochschuldidaktischer Weiterbildung und des Vorwissens auf die Entwicklung des Könnens

Dr. Kirsten Aust, Prof. Dr. Stefanie Hartz
TU Braunschweig

Die Lehrkompetenz der Lehrenden gilt bildungsbereichsübergreifend als Nadelöhr für gelungene Lernprozesse (vgl. Hattie 2009, Autoren XXXX). Während Lehrende an Schulen im Rahmen ihres Lehramtsstudiums diesbezüglich geschult werden, haben Lehrende an Hochschulen überwiegend keine pädagogische, methodisch-didaktische Ausbildung. Hochschuldidaktische Weiterbildungsangebote, die in der Regel gut akzeptiert sind, über deren Wirksamkeit jedoch bislang nur wenige bekannt ist, sollen hier gegensteuern. Der Beitrag beschäftigt sich mit Lehrkompetenz an Hochschulen und adressiert die beiden Kompetenzkomponenten Wissen und Können sowie die Entwicklung des Könnens im Zusammenhang mit dem Wissen. Zur Erfassung derselben wurden in einem BMBF-geförderten Projekt u. a. ein Wissenstest zu pädagogischen, methodisch-didaktischen Inhalten sowie ein Ratingmanual zur Auswertung des Könnens mittels Videoanalysen entwickelt. Im Kontrollgruppendesign wurden Lehrende (mit und ohne hochschuldidaktische WB) zu drei Messzeitpunkten (pre, post, follow up) beforscht. Statistische Analysen zeigen auf der Basis von n (1. MZP/3.MZP) =109/91 Videos Veränderungen in verschiedenen Facetten des pädagogischen, methodisch-didaktischen Könnens und analysieren den Einfluss des Wissens auf die Könnensentwicklung. Die Ergebnisse werden insbesondere im Hinblick auf den Einfluss von Wissen für die Könnensentwicklung hinsichtlich ihrer Bedeutsamkeit grenzüberschreitend für andere Bildungsbereiche diskutiert.

 

Die Entwicklung von Lehransätzen Hochschulehrender

Caroline Kurtz
TU Braunschweig

Eine Facette des Kompetenzmodells bildet der Bereich der „Überzeugungen/Werthaltungen/Lehr-Lernphilosophie“. Dieser kann knapp als Annahmen, Vorstellungen oder Konzepte über Lehren und Lernen, die Hochschullehrenden immanent sind und sich auf deren Lehrhandeln auswirken, verstanden werden.

Der vorliegende Beitrag fokussiert diesen Bereich des Kompetenzmodells und untersucht u.a. die Entwicklung von Lehransätzen Hochschullehrender, die an hochschuldidaktischer Weiterbildung teilnehmen, zu drei Messzeitpunkten. Lehransätze werden nach Lübeck (2009) als Schnittstelle zwischen dem, was Lehrende für lehrrelevante Gedanken haben und dem beobachtbaren Verhalten, aufgefasst. Ziel ist es den begrenzten üblichen Zugang zu Lehransätzen über Selbsteinschätzung durch die Hinzunahme der Handlung (durch Videos) und des pädagogischen Wissens zu ergänzen. Durch die Verbindung der drei Messzeitpunkte können nicht nur Veränderungen über die Zeit hinweg abgebildet, sondern es kann auch geprüft werden, ob Zusammenhänge zwischen der Selbsteinschätzung, des Wissens und der Handlung bestehen. Die Befunde lassen sich zudem auf den Bereich der Schule entgrenzen, da der Diskurs der Hochschule auf dem der Schule aufbaut (Lehrkraftüberzeugungen) und diesen um das Konzept der Lehransätze sowie um die Relationierung von Wissen, Selbsteinschätzung und Handlung hinsichtlich der Lehrkraftüberzeugungen erweitern kann.

 

Die Förderung der Kompetenz zur Diagnose von Lehr-Lernsituationen bei erfahrenen Lehrkräften: Wie kann sie gelingen und gilt sie über Bildungsbereichsgrenzen hinweg?

Prof. Dr. Annika Goeze1, Dr. Petra Hetfleisch1, Prof. Dr. Josef Schrader2
1Universität Tübingen, 2Deutsches Institut für Erwachsenenbildung

Die Kompetenz zur Diagnose von Lehr-Lernsituationen wird als wichtige Voraussetzung für professionelles Lehrhandeln in Hochschule und Erwachsenenbildung angesehen. Mit ihr ist die Fähigkeit gemeint, Lehr-Lernsituationen differenziert beschreiben, sie aus verschiedenen Perspektiven der handelnden Akteure deuten und mithilfe von allgemein- bzw. fachdidaktischem oder pädagogisch-psychologischem Wissen analysieren zu können sowie daraus eine Falldiagnose zu gewinnen, die wesentliche Aspekte des Lehr-Lerngeschehens erfasst (Autoren, xxxx). Experimentelle Studien zeigen, mit welchen didaktischen Anreicherungen authentische Videofälle aus Weiterbildungskursen besonders dafür geeignet sind, diese Kompetenz bei Lehr-NovizInnen der Erwachsenenbildung gezielt zu fördern (Autoren, xxxx).

Ungeklärt ist hingegen bislang, ob und ggf. in welchem Ausmaß dies auch für bereits praktisch tätige Lehrende mit Lehr-Vorerfahrung gilt, die weit überwiegend die (Hochschul-)Weiterbildung prägen und für die kaum Fortbildungen existieren, deren Wirksamkeit im intendierten Sinne (jenseits von Evaluationsbögen) belegt ist: Präsentiert werden die Ergebnisse einer im Feld durchgeführten quasi-experimentellen Pre-Post-Follow-up-Interventionsstudie (n = 104 NovizInnen sowie n = 80 erfahrene ErwachsenenbildnerInnen), die durch insgesamt drei Messzeitpunkte den Verlauf und die Determinanten dieser Kompetenzentwicklung abbildet. Insbesondere die Generik der Befundlage wird diskutiert.



 
Impressum · Kontaktadresse:
Datenschutzerklärung · Veranstaltung: DGfE-Kongress 2022
Conference Software - ConfTool Pro 2.8.95+TC
© 2001–2022 by Dr. H. Weinreich, Hamburg, Germany