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Sitzungsübersicht
Sitzung
On Remote. Grenzerfahrungen des Pädagogischen
Zeit:
Dienstag, 15.03.2022:
14:00 - 16:00

Virtueller Veranstaltungsort: Zoom Seminarraum 08

965 1526 3653, 429439
Sitzungsthemen:
2. Allgemeine Erziehungswissenschaft, 5. Schulpädagogik, 8. Sozialpädagogik und Pädagogik der frühen Kindheit, Sektion 2, Kommission Qualitative Bildungs- und Biographieforschung, Sektion 5, Kommission Schulforschung und Didaktik, Sektion 8, Kommission Sozialpädagogik, qualitativ, theoretisch, Deutsch

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Präsentationen

On Remote. Grenzerfahrungen des Pädagogischen

Chair(s): Prof. Dr. Mirja Silkenbeumer (Goethe-Universität Frankfurt, Deutschland), Prof. Dr. Barbara Asbrand (Goethe-Universität Frankfurt), Prof. Dr. Merle Hummrich (Goethe-Universität Frankfurt)

Diskutant*innen: Prof. Dr. Margret Dörr (Katholische Hochschule Mainz)

Seit der Corona-Pandemie stehen digitale Formate des Unterrichts im
besonderen Fokus medialen Interesses, die Veränderung therapeutischer und sozialpädagogischer Arbeit wird eher am Rande thematisiert. Die
Arbeitsgruppe „On Remote“ widmet sich entlang von drei Vorträgen der
Frage, ob und in welcher Weise sich Erfahrungen von Nähe und Distanz
in digital gestalteten Settings von jenen in analoger Form
unterscheiden. Unterschiedliche Diskurse werden mit Blick auf die
veränderten Bedingungen des Aufwachsens zusammengeführt und gestützt
auf Erkenntnisse laufender qualitativer Forschungsprojekte analysiert.
Grenze wird in doppelter Hinsicht thematisch: Was sind die Grenzen
digitaler Formate in schul- und sozialpädagogischen sowie
therapeutischen Settings? Inwiefern kommt es zu neuen Entgrenzungen
des Pädagogischen gegenüber bislang üblichen Unterscheidungen inner-
und außerinstitutioneller Settings?

 

Beiträge des Panels

 

Therapie on Remote

Dr. Susanne Benzel
Sigmund-Freud-Institut

Analytische Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie gilt als ein Verfahren, welches auf einen beständigen zeitlichen und räumlichen Rahmen sowie auf Beziehungsmöglichkeiten in Präsenz angewiesen ist. Kinder und Jugendliche vermitteln etwa ihre innere Welt sehr konkret und ebenso körperlich vor allem durch Spiel, Handlungen und (nonverbale) Interaktionen. Die Umstellung auf telefon- und videobasierte Remote-Therapie infolge der Corona-Pandemie führt durch technikgestützte Interaktionsformen zu veränderten Nähe- und Distanzverhältnissen. Vor diesem Hintergrund werden in dem Vortrag die Folgen von räumlich entgrenzten digitalen Interaktionsformen einerseits und den Grenzen durch eine fehlende physisch-leibliche Qualität sozialer Interaktionen andererseits diskutiert. Grundlage dafür sind Befunde einer laufenden qualitativ ausgerichteten Pilotstudie zu ‚Remote-Therapie‘ (Reki), in der die Jugendlichen auch zu den Folgen ihrer veränderten Lebenswelt aufgrund der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie befragt werden.

 

Das schweigende Klassenzimmer. Zur Entgrenzung des Schulischen

Prof. Dr. Barbara Asbrand, Prof. Dr. Merle Hummrich, Prof. Dr. Mirja Silkenbeumer
Goethe-Universität Frankfurt

Das Phänomen der „schwarzen Kacheln“ betrifft nicht nur universitäre Seminarsituationen, sondern auch den Remote-Unterricht in der Schule: Lehrer*innen sprechen in Videokonferenzen zu Fenstern auf dem Bildschirm mit Namen, können aber weder die tatsächliche Anwesenheit, noch die Mitarbeit der Schüler*innen wahrnehmen. In der schwarzen Kachel auf dem Videobildschirm zeigt sich die Grenzerfahrung sozialer Distanzierung – so eine heuristische Hypothese dieses Vortrags – paradigmatisch. Der Vortrag referiert aus einem aktuellen Forschungsprojekt zu „Veränderungen durch Schule auf Distanz“ (VERSA), in dem u.a. schulischer Distanzunterricht mittels Aufnahme von Videokonferenzen empirisch untersucht wird. Distanz wird in einem konstitutiven Verweisungszusammenhang zu Nähe begriffen, der in Zeiten der Corona-Krise neu balanciert wird. Dabei kann insbesondere gefragt werden, wie sich Lehrer*in-Schüler*in-Beziehung im Distanzunterricht darstellen, wie sich jugendliche Individuationsprozesse im Kontext Schule ausgestalten und wie Remote-Unterricht systematisch die konventionelle Trennung von schulischer Öffentlichkeit und privater Zurückgezogenheit irritiert.

 

Kinder- und Jugendhilfe on remote

Prof. Dr. Gunther Graßhoff
Universität Hildesheim

Die Kinder- und Jugendhilfe in ihrer sozialpädagogischen Tradition wird konzeptionell und in der Praxis sehr stark als eine „Beziehungsprofession“ legitimiert. Das Aussetzen „realer“ Begegnungsmöglichkeiten zwischen Fachkräften und Adressat_innen in der Pandemie irritiert die Kinder- und Jugendhilfe in besonderer Weise. Das Thema Nähe und Distanz in sozialpädagogischen Beziehungen wird in diesem Beitrag aus der Perspektive von jungen Menschen entfaltet. Hierbei werden zentrale Strukturmerkmale für die Kinder- und Jugendhilfe herausgearbeitet und auf der Ebene des Subjektes, der Organisation und dem sozialpolitischen Rahmen diskutiert.



 
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