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Sitzungsübersicht
Sitzung
Zur Kommunikation organisationaler Grenzbearbeitungen in der allgemeinen Erwachsenenbildung im Zuge der Digitalisierung. Multiperspektivische empirische Analysen im Volkshochschulkontext.
Zeit:
Dienstag, 15.03.2022:
14:00 - 16:00

Virtueller Veranstaltungsort: Zoom Seminarraum 05

922 6850 5746, 480192
Sitzungsthemen:
9. Erwachsenenbildung, 14. Organisationspädagogik, Ohne Kommission, qualitativ, Deutsch

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Präsentationen
ID: 114
Arbeitsgruppe

Zur Kommunikation organisationaler Grenzbearbeitungen in der allgemeinen Erwachsenenbildung im Zuge der Digitalisierung. Multiperspektivische empirische Analysen im Volkshochschulkontext.

Chair(s): Prof. Dr. Matthias Alke (Humboldt-Universität zu Berlin, Deutschland), Prof. Dr. Tim Stanik (Hochschule der Bundesagentur für Arbeit, Schwerin)

Diskutant*innen: Prof. Dr. Karin Dollhausen (Deutsches Institut für Erwachsenenbildung, Bonn)

Die Digitalisierung ermöglicht neue Lernformate über die gesamte Lebensspanne jenseits räumlicher und zeitlicher Begrenzungen. Für die allgemeine Erwachsenenbildung werden Volkshochschulen adressiert, entsprechende Angebote und Teilhabemöglichkeiten aufzubauen. Gleichzeitig wird durch ihre demokratische und regionale Ausrichtung ihre Verantwortung für lokale Bildungs-, Begegnungs- und Beteiligungsräume betont, auch als Gegengewicht zu kommerziellen Plattformanbietern. Somit sind Volkshochschulen durch die Digitalisierung verursachten Entgrenzungen in ihrer organisationalen Grenzbearbeitung herausgefordert. In der Arbeitsgruppe werden aktuelle Ergebnisse empirisch-qualitativer Projekte diskutiert, die jeweils eine andere Perspektive der grenzbearbeitenden organisationalen Innen- und Außenkommunikation in Volkshochschulen thematisieren und dazu unterschiedliche theoretische Zugänge nutzen (Systemtheorie, Neo-Institutionalismus, Soziologie der Konventionen).

 

Beiträge des Panels

 

Organisationale Lernprozesse im Kontext von Digitalisierung: Eine Analyse kommunikativer Grenzziehungen in organisationalen Selbstbeschreibungen von Volkshochschulen

Prof. Dr. Tim Stanik1, Prof. Dr. Julia Franz2
1Hochschule der Bundesagentur für Arbeit, Schwerin, 2Otto-Friedrich-Universität Bamberg

Die Corona-Pandemie lässt sich als zentrale Veränderung der organisationalen Umwelten der Volkshochschulen betrachten. So sind Volkshochschulen aufgrund der Maßnahmen zur sozialen Distanzierung gezwungen, neue digitale Angebotsformate zu entwickeln. Zusätzlich kommt ihnen als zentrale Organisationen der öffentlichen Erwachsenenbildung die Aufgabe zu, auf Unsicherheiten und gesellschaftlichen Veränderungen mit entsprechenden Bildungsangeboten zu reagieren. Beide Aspekte implizieren sowohl die Notwendigkeit, damit verbundene Formen der Grenzziehung nach innen und außen zu kommunizieren sowie als Organisation zu lernen, wie der Kern der Idee „Volkshochschule“ als Ort der Begegnung im Kontext von Digitalisierungsprozessen gestaltet werden kann.

Vor diesem Hintergrund wird die Frage verfolgt, welche organisationalen Lernprozesse die Volkshochschulen vollzogen haben und wie sie diese nach innen und außen kommunizieren. Hierzu ist ein breites Sample an Programmvorworten als organisationale Selbstbeschreibungen des Herbst-/Wintersemesters 2020/2021 analysiert worden. In den Selbstbeschreibungen konnten zwei organisationale Lernmodi im Hinblick auf die Digitalisierung der Bildungsangebote rekonstruiert werden. Zudem zeigen die Ergebnisse, wie pädagogische Mitarbeiter*innen, Kursleiter*innen und Teilnehmer*innen als Kollektivstruktur organisationaler Lernprozesse adressiert werden.

 

Grenzen des organisationalen Wandels von Volkshochschulen im Zuge der Digitalisierung – Die Reichweite der digitalen Durchdringung aus der Sicht des Leitungspersonals

Dr. Johannes Wahl
Eberhard Karls Universität Tübingen

Digitalisierungsphänomene führen in Organisationen wie der Volkshochschule zu nachhaltigen Veränderungen. Angesichts dieser Diagnose unmittelbarer und unweigerlicher Anpassungen sowie der bekannten Vielfalt an Volkshochschulstrukturen stellt sich die Frage nach dem Ausmaß des organisationalen Wandels und der damit verbundenen Lernprozesse der Organisation bzw. ihrer Mitglieder. Hierbei gilt es nicht nur zu eruieren, inwiefern durch die Digitalisierung umweltinduzierte Isomorphien prozessiert und/oder inhärente organisationale Impulse dynamisiert werden, sondern auch zu klären, inwieweit ressourcen- bzw. motivationsbedingte Grenzen des organisationalen Wandels existieren.

Dazu geht Vortrag den Fragen nach, (1) welche Organisationsebenen von den digitalisierungsinduzierten Wandlungsprozessen betroffen sind und (2) an welchen Stellen der organisationale Wandel an Grenzen gelangt. Um zu diesen Aspekten Aussagen zu treffen, wird die Kommunikation von Phänomenen und Grenzen des Wandels innerhalb der Organisation und gegenüber ihren Umwelten fokussiert. Dazu werden Ergebnisse von explorativen Expert*inneninterviews aus einem kontrastiven Sample herangezogen. Als Expert*innen fungieren Leitungskräfte von Volkshochschulen, die aufgrund ihrer hierarchischen Position Einblicke in die Innen- wie Außenkommunikation der Organisation besitzen. Die Ergebnisse spiegeln die Vielfalt organisationaler Lernprozesse und die Handlungsspielräume ihrer Mitglieder wider.

 

Digitalisierung und organisationale Entgrenzung von Volkshochschulen in der bildungs- und verbandspolitischen Kommunikation aus konventionentheoretischer Sicht

Prof. Dr. Matthias Alke
Humboldt-Universität zu Berlin

Ob und inwieweit sich Volkshochschulen auf die durch die Digitalisierung verursachten räumlichen und zeitlichen Entgrenzungen beziehen und organisationale Grenzbearbeitungen vornehmen, ist auch geprägt von den akteursspezifischen Erwartungen und Legitimationsnotwendigkeiten in ihren Organisationsumwelten. Es ist davon auszugehen, dass vor allem bildungs- und verbandspolitische Akteure hier einflussgebend sind, da sie sich öffentlich zur Digitalisierung der Erwachsenenbildung und den damit verbundenen Entgrenzungsphänomenen positionieren. Zugleich verfolgen sie durch die Initiierung von Förderprogrammen und Unterstützungsmaßnahmen gestaltende Ansprüche im Volkshochschulbereich. Bislang wurden die bildungs- und verbandspolitischen Positionierungen sowie die Implikationen von Förderprogrammen und anderen Maßnahmen zur Digitalisierung wenig untersucht. Davon ausgehend werden im Vortrag Befunde aus einer Analyse von bildungs- und verbandspolitischen Dokumenten wie Positionspapieren, Projektkonzepten oder Förderprogrammen vorgestellt. Angeregt durch die theoretischen Ansätze der Soziologie der Konventionen ist von Interesse, wie die Digitalisierungsstrategien von den Akteuren kommunikativ gerechtfertigt werden, auf welche Konventionen sie sich stützen, welche Wertigkeiten damit (re-)produziert und schließlich welche Legitimationsnotwendigkeiten für die organisationale Grenzbearbeitung von Volkshochschulen erzeugt werden.



 
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